Moskitos Essen verlieren gegen Duisburg

Nach dem tollen Derbysieg vor genau einer Woche gegen den Herner EV zeigten die Moskitos beim Derby gegen die Duisburger Füchse ein anderes Gesicht. Die Fans der Essener gingen am Ende mit betretenen Gesichtern nach Hause, denn die Duisburger Gäste nahmen bei der 3:5 Niederlage verdient die Punkte mit an die Wedau. 

Konnte man im 1. Drittel einigermaßen mit dem Essener Spiel zufrieden sein, so war es ab dem 2. Drittel schon teilweise schwere Kost. Die Gäste starteten engagierter in die Begegnung und erspielten sich von Anfang an leichte Vorteile. Patrik Cerveny musste dann auch in der 7. Spielminute eine erste Glanzparade zeigen um die Moskitos vor dem Rückstand zu bewahren. Doch auch sein Gegenüber Sebastian Staudt musste in der 9. Spielminute Kopf und Kragen riskieren um gegen Arthur Lemmer zu retten. Beide Teams hatten auch in der Folge ihre guten Szenen, jedoch die großen Torszenen blieben aus. Torlos ging es in die 1. Drittelpause.

Im 2. Drittel sollte das Spiel der Moskitos nicht besser werden, im Gegenteil. Immer mal ein Abspielfehler, der ein oder andere Pass kam einfach nicht an und wie schon so oft in dieser Saison ein Überzahlspiel ohne Erfolg. Die Füchse drehten den Spieß gar um, denn als die Moskitos eine 5 – 3 Überzahl nicht in einen Torerfolg ummünzen konnten, dachten sich die Füchse, machen wir das Tor halt. In der 23. Spielminute gingen die Gäste durch Hofland mit 1:0 in Führung. Und auch der zweite Treffer des EV Duisburg fiel in Unterzahl, wieder war es Hofland, der in der 26. Spielminute zum 2:0 für sein Team traf. Die Wohnbau Moskitos bemühten sich zwar, brachten aber nicht den nötigen Druck hinter ihre Aktionen und so wurden mit einem 0:2 Rückstand erneut die Seiten gewechselt.

Das letzte Drittel war dann geprägt von einem munteren Tore schießen, wobei es zunächst so weiter ging wie in Abschnitt 2. Zwei Tore von Artur Tegkaev brachten die Gäste mit 4:0 in Front. Zunächst nutzte Tegkaev dabei einen Abpraller von Cerveny, den er im Nachschuss verwertete. Dann leisteten sich die Moskitos einen weiteren Fehler, Duisburg fuhr mit 2 auf 1 und das Zuspiel verwertete erneut Tegkaev. Doch so ganz kampflos wollte die Mannschaft der Moskitos dann wohl doch nicht vom Eis fahren. Zunächst lieferten sich Duisburgs Cespiva mit Essens Miglio einen Faustkampf. Dann traf Veit Holzmann zum ersten Essener Tor, einen Pass von Zuravlev schoss er ein. Die Füchse waren aber auch noch nicht fertig, Ratajczyk fuhr zwischen zwei Essener Verteidigern ins Essener Drittel, zog ab und wieder zappelte die Scheibe im Netz. In der 59. Spielminuten trafen dann zwar noch Aaron Mc Leod und Julian Airich, doch um die Begegnung noch einmal umzubiegen kamen die Essener Treffer zu spät.

Der Essener Sportmanager und Cheftrainer Frank Gentges sagte in seinem Statement: "Nach dem Trainerwechsel in Duisburg sind wir heute deutlich zum ungünstigsten Zeitpunkt auf Duisburg getroffen. Wir haben trotz guter Möglichkeiten unser erstes Tor viel zu spät gemacht und schlussendlich haben uns mehrere krasse Fehler in der Defensive den Sieg gekostet. Einige Spieler haben heute wieder nicht fürs Team gespielt."

Tore: 0:1 (22:50) Hofland (SH1) 0:2 (25:28) Hofland (Verelst, Cespiva, SH1) 0:3 (41:55) Tegkaev (Pisarik, Hofland, PP1) 0:4 (43:38) Tegkaev (Pisarik, Deeg) 1:4 (50:19) Holzmann (Zuravlev, Grözinger, PP1) 1:5 (57:23) Ratajczyk (Spister) 2:5 (58:04) Mc Leod (Miglio, Fern) 3:5 (58:52) Airich (Israel, Frick) – Strafen: Essen: 10 plus 10 Kreuzmann – Duisburg: 14 – Schiedsrichter: Flad, Andreas (S. Licau – J. Rieneck) – Zuschauer: 2.309

Fotos: Uwe Schmitz

Moskitos Essen reichen ebenfalls DEL2 Unterlagen ein

In den letzten Tagen haben bereits einige andere Vereine veröffentlicht, dass sie fristgerecht die Lizenzunterlagen für einen möglichen DEL2 Aufstieg eingereicht haben. Nun können auch die Moskitos Essen in dieser Hinsicht Vollzug vermelden. 

Die Wohnbau Moskitos Essen haben die Bewerbungsunterlagen für die DEL2 eingereicht, auch die Bankbürgschaft in Höhe von 25.000 Euro wurde fristgerecht hinterlegt. Damit halten sich die Moskitos bereits im dritten Jahr hintereinander die Option offen, bei einem möglichen sportlichen Aufstieg in die DEL2 diesen auch wahrnehmen zu können.

Das nächste Derby steht für Moskitos an

Nach dem Derbysieg gegen den Herner EV steht für die Wohnbau Moskitos am kommenden Freitag (20 Uhr – Eishalle Essen-West) das nächste Derby an. Zu Gast werden dann die Füchse aus Duisburg sein. 

Platz Zehn in der Tabelle der Oberliga Nord wird sicherlich nicht das sein, was man sich bei den Nachbarn an der Wedau von der Saison erwartet hat. So haben die Derbygegner unter der Woche auch einen Trainerwechsel vollzogen. Reemt Pyka steht nicht mehr an der Trainerbank, dafür soll es Dirk Schmitz jetzt richten. Ob das für die Moskitos gut oder schlecht ist, werden die Zuschauer am späten Freitagabend wissen. Zieht man die beiden Vorbereitungsspiele gegen Duisburg hinzu, trafen sich beide Teams in dieser Saison bereits fünf Mal. In der Vorbereitung gewannen die Wohnbau Moskitos jeweils nach Verlängerung. In der Hauptrunde gewannen die Moskitos in Duisburg mit 5:2, schlugen den Fuchs am Westbahnhof mit 6:1, bevor es am 11. Januar eine 4:1 Niederlage an der Wedau setzte. Nun also das sechste Spiel gegen Duisburg. Sollten die Moskitos an die Leistung des Derbys gegen Herne am vergangenen Freitag anknüpfen können, die Füchse werden es ganz schwer haben. Allerdings ist es nach Trainerwechseln immer so eine Sache, der Kopf der Spieler ist vielleicht wieder frei, in der Kabine weht frischer Wind. So darf das Team von Cheftrainer Frank Gentges den Derbygegner nicht am aktuellen Tabellenplatz festmachen. Es ist das gleiche Hammerspiel wie das Derby am letzten Freitag gegen Herne, ob die Zuschauerzahl von 3.086 Zuschauern wie gegen Herne jedoch erreicht werden kann, ist fraglich.

Am kommenden Sonntag (19 Uhr – Eissporthalle am Pferdeturm) müssen die Wohnbau Moskitos wieder mal nach Hannover. Der Pferdeturm, die Heimat der Hannover Indians wird das Ziel von Frank Gentges und seiner Mannschaft sein. Ein 6:5 Sieg in der Overtime, jedoch zwei Niederlagen stehen in dieser Saison gegen die Indianer auf der Abrechnung. Damit haben die Moskitos nicht nur im Hinblick auf den 4. Tabellenplatz die volle Konzentration notwendig um an der Leine zu punkten. Zwar sind die Indians 13 Punkte vor den Moskitos, aber die Saale Bulls Halle sitzen den Stechmücken mit gleicher Punktzahl im Moment ziemlich im Nacken. Doch auch die Saale Bulls haben ein kerniges Wochenende vor der Brust. Am Freitag haben die Bulls ein Heimspiel gegen den Herner EV, der sicherlich an der Saale nach dem Donnerwetter vom letzten Wochenende anders auftreten wird als zuletzt gegen Berlin. Und am Sonntag müssen die Bulls bereits um 17 Uhr zum Derby in Leipzig ran, allerdings gab es auch bei den Saale Bulls einen Trainerwechsel. Doch der Gegner der Moskitos heißt am Sonntag bekanntlich Hannover Indians, wo 73 Punkte-Mann Brent Norris hervorsticht. Allerdings haben die Indians mit Andreas Morczinietz, Branislav Pohanka weitere brandgefährliche Torjäger in ihren Reihen. Alles andere als Tor reich waren die drei Spiele dieser Saison für die Moskitos, im 1. Spiel gelangen noch fünf Treffer, danach wurde es deutlich weniger, nur ein einziges Tor gelang noch gegen die Indianer. Dabei trafen Julian Airich und Kapitän Stephan Kreuzmann je zwei Mal.

Es ist also wieder für reichlich Spannung am Wochenende gesorgt, zunächst mit dem Derby gegen die Füchse und am Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei den starken Indians.

Foto: 11.01.2019 Spiel gegen Duisburg, Fotograf: Sascha Lamozik

Moskitos Essen gewinnen in Braunlage

Die Wohnbau Moskitos Essen haben auch das Spiel in Braunlage gewonnen und damit ein 6-Punkte Wochenende hingelegt. 

Die heimischen Falken waren im ersten Drittel eine harte Nuss. Die musste das Team von Cheftrainer Frank Gentges erst einmal knacken. Dennis Gulda brachte sein Team in Führung und die Moskitos mussten einem Rückstand hinterherlaufen. Thomas Zuravlev verwertete dann im 1. Drittel noch ein schönes Zuspiel von Nicolas Strodel zum Ausgleich.

Mit dem Treffer von Moritz Israel starteten die Wohnbau Moskitos ins 2. Drittel. Doch die heimischen Falken wollten ihren Wurmberg nicht kampflos hergeben. Kurz vor dem Ende des 2. Drittel war Patrik Cerveny, der sein Team im Spiel gehalten hatte, dann doch geschlagen. Gregor Kubail traf für die Falken zum Ausgleich. Das wiederum war nicht nach dem Geschmack der Moskitos, Nicholas Miglio überwand Fabian Hönkhaus zur erneuten Führung der Moskitos.

Im letzten Drittel legten die Wohnbau Moskitos direkt nach. Aaron Mc Leod machte im Grunde genommen den Sack endgültig zu mit deinem frühen Treffer zum 4:2. Das 5:2 durch Thomas Richter war der Sahnepunkt auf ein gutes Wochenende für die Wohnbau Moskitos.

Moskitos Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges in seinem Statement: "Es war das erwartet schwere Spiel vor dem ich gewarnt habe. Der Ist-Zustand der Harzer Falken hat nichts mit ihrem Tabellenstand zu tun. Auf Grund einiger dummen Strafminuten im zweiten Drittel hätte sich das Spiel auch drehen können, da hat Cerveny uns im Spiel gehalten. Hinten raus haben wir das Spiel dann verdient gewonnen und ein verdientes 6-Punkte Wochenende eingefahren."

Tore: 1:0 (11.35) Gulda (Zerbst, Morley) 1:1 (16:18) Zuravlev (Strodel, Lemmer) 1:2 (22:16) Israel (Zuravlev, Richter) 2:2 (38:35) Kubail (Bödefeld, Pipp) 2:3 (39:01) Miglio (Fern, Mc Leod) 2:4 (41:20) Mc Leod (Miglio, Airich) 2:5 (58:58) Richter) - Strafen: Braunlage: 8 – Essen: 6 – Schiedsrichter: Noeller, Goran (J. Meyer – T. Treitl) – Zuschauer: 645

Moskitos Essen am Ende souverän Derbysieger

Saisonrekord am Essener Westbahnhof, denn knapp 3.100 Zuschauer wollten das ewig junge Derby der Wohnbau Moskitos gegen den Herner EV sehen. Und selbst die vielen Herner Zuschauer dürften ihr Kommen trotz der am Ende verdienten Niederlage nicht bereut haben, denn es war ein tolles, schnelles, hochklassiges Oberliga Spiel. Hernes Coach Danny Albrecht haderte in der Pressekonferenz ein wenig mit seinem Team, seine Mannschaft wäre am Ende nicht geduldig genug gewesen, was dann gnadenlos bestraft wurde. Moskitos Cheftrainer Frank Gentges war mit allen Spielern und dem Spiel seiner Mannschaft sehr zufrieden.

Beide Teams kamen mit Dampf aus der Kabine, Herne hatte den besseren Start für sich und machte sofort Druck auf das von Patrik Cerveny gehütete Tor der Wohnbau Moskitos. In den ersten fünf Minuten hatten die Gäste ein leichtes optisches Übergewicht, ohne jedoch ernsthaften Schaden für die Moskitos anrichten zu können. Dann kamen die Moskitos so langsam ins Spiel und hatten auch ihre Chancen. Zunächst scheiterte Thomas Zuravlev, der gegen seine alten Mitspieler wirklich ein gutes Spiel machte. Dann hatte Aaron Mc Leod die Führung auf dem Schläger, doch Linda war zur Stelle. Der HEV in dieser Phase mit einigen Abspielfehlern, allerdings vermochten die Wohnbau Moskitos keinen Vorteil daraus zu ziehen. Einen schönen Schuss von Aaron Mc Leod fischte Linda kurz vor der Sirene noch mit dem Schoner aus dem langen Eck, dann war torlos Pause. 

Auch zu Beginn des 2. Drittels hatten die Moskitos das Spiel eigentlich im Griff und warteten geduldig auf den Herner Fehler. Ein schöner Schlagschuss von Yannis Walch rauschte am Herner Kasten vorbei. Und dann kam es zunächst wie es oft si ist, einen Abpraller nutzte Brad Snetsinger zur Führung der Gäste. Die Wohnbau Moskitos antworteten mit wütenden Angriffen, doch Linda blieb erst Mal Turm in der Schlacht. Dann gerieten sich Julian Airich und Michel Ackers vor dem Herner Tor in die Wolle, beide mussten erst mal in die Kühlbox, beide kassierten 2 plus 2 Minuten. Zu den beiden gesellte sich Tom Schmitz und die Moskitos kamen in die Überzahl Formation. Geburtstagskind Arthur Lemmer, der mit Moritz Israel und Thomas Zuravlev in einer Reihe eine gute Leistung zeigte, hämmerte die Scheibe zum Ausgleich in die Maschen. Die Wohnbau Moskitos hatten nun die Fährte aufgenommen, Thomas Gauch mit einer schönen Energieleistung aus dem eigenen Drittel vor das Tor von Linda. Er ließ liegen für Julian Airich und der traf zum 2:1 für die Essener. Ein Pfostentreffer von Aaron Mc Leod schloss das Mitteldrittel dann ab.

Im letzten Abschnitt sollten die gut 3.000 Zuschauer dann noch einmal auf ihre Kosten kommen. Eine wunderschöne Kombination der neuen Reihe Lemmer/Israel/Zuravlev. Arthur Lemmer sah Moritz Israel halbrechts, der legte quer durch zu Thomas Zuravlev und der Neuzugang traf zum 1. Mal für die Moskitos. 61 Sekunden später die nächste Traumkombination, Nicholas Miglio setzte sich halblinks schön durch, passte zu Sturmpartner Aaron Mc Leod und er ließ Linda keine Chance, der Westbahnhof stand Kopf. Dann gerieten sich Moritz Israel und Vojtech Suchomer in die Wolle, beide bekamen 2 plus 2 plus 10 und konnten daher direkt duschen gehen. Die Moskitos waren von all dem unbeeindruckt, Schlagschuss Marcel Pfänder, Veit Holzmann hielt den Schläger rein und der fünfte Treffer zappelte im Netz. Die Gäste trafen ein weiteres Mal nach einem gelungenen Spielzug durch Brad Snetsinger. Als Danny Albrecht dann gut 2 Minuten vor dem Ende Björn Linda zugunsten eines sechsten Feldspielers opferte, traf Marcel Pfänder mit einem schönen Schuss vom eigenen Tor weg zum Empty Net Goal. 

Moskitos Cheftrainer Frank Gentges sagte in seinem Statement: "Wie bei allen Derbys gegen Herne war es eine hervorragende Kulisse. Das Spiel war von beiden Seiten stark und äußerst fair, wir waren aber letztendlich klar der verdiente Sieger. Es war unser vierter Derbysieg in dieser Saison, das freut mich besonders für unsere Fans."

Tore: 0:1 (23:36) Snetsinger (Bauermeister, Marsall) 1:1 (30:29) Lemmer (Zuravlev, Pfänder, PP1) 2:1 (33:34)) Airich (Gauch, Grözinger) 3:1 (46:19) Zuravlev (Israel, Lemmer) 4:1 (47:20) Mc Leod (Miglio, Pfänder) 5:1 (54:11) Holzmann (Airich, Pfänder, PP1) 5:2 (56:44) Snetsinger (Ackers, Marsall) 6:2 (58:25) Pfänder (Airich, Holzmann, ENG) – Strafen: Essen: 10 plus 10 Israel – Herne: 20 plus 10 Suchomer – Schiedsrichter: Schmidt, Eugen (D. Kiefer – H. Van) – Zuschauer: 3.086

Fotos: Uwe Schmitz

Moskitos bei Meister Tilburg unterlegen

Zum vorerst letzten Spiel ging es am Mittwoch, 06.02. wieder einmal nach Tilburg wo im Ijssportcentrum Stappegoor die Tilburg Trappers warteten. Am Ende gewannen die Trappers mit 6:4, waren über die gesamten 60 Minuten wachsam und ließen nicht locker. Für die Moskitos war das natürlich ein Rückschlag im Rennen um den 4. Tabellenplatz.

Tilburg startete mit viel Druck in die Partie, doch die Moskitos verteidigten das gut. Nach gut 4 Minuten dann die Führung für die Wohnbau Moskitos, Lars Grözinger tankte sich von links durch und verlud direkt vor dem Tor dann auch noch Meierdres. Tilburg danach mit wütenden Angriffen, doch zunächst konnten die Essener ihr Gehäuse verteidigen. Stempher scheiterte gleich drei Mal an Cerveny. Im vierten Anlauf war es dann doch so weit, Cerveny konnte nur abwehren und im Nachschuss fiel der verdiente Ausgleich. Direkt im Anschluss musste Marcel Pfänder 2 Minuten wegen Behinderung hinnehmen, die Trappers stark. Doch auch die Wohnbau Moskitos hatten zwei gute Chancen durch Veit Holzmann und Aaron Mc Leod. Kurz vor Drittelende hatten die Moskitos die Chance im Powerplay, doch Tilburg fuhr einen Break, Cerveny konnten den ersten Schuss nur abwehren und Mitch Bruijsten stocherte die Scheibe unter ihm durch. Mit einer 2:1 Führung für Tilburg ging es in die 1. Pause.

Dass die Trappers stets brandgefährlich sind, zeigten sie auch gleich zu Beginn des Mitteldrittels. Sie setzten die Moskitos unter Druck und die Gäste kamen nur zu gelegentlichen Entlastungsangriffen. Ab der 28. Spielminute begann dann ein recht munteres Tore schießen. Kevin Bruijsten mit dem 3:1 für die Trappers, Aaron Mc Leod schlug mit dem Anschlusstreffer zurück. Dann Sars aus dem Halbfeld mit einem Schlagschuss und der rutschte Cerveny erneut durch zur 4:2 Führung für Tilburg. Kurz vor dem Ende des Drittels musste Nicolas Strodel nochmal auf die Strafbank und die Trappers wollten es erzwingen, hatten einen Pfostentreffer. Im Gegenzug hatte Miglio aber auch einen schönen Break, den er leider nicht versenken konnte.

Nach gut fünf Minuten im letzten Drittel machten die Trappers im Grunde den Sack zu. Einen schönen Angriff vollendete wieder Kevin Bruijsten zum 5:2 für Tilburg. Dabei waren die Wohnbau Moskitos gar nichts schlecht ins Drittel gestartet, hatten gute Chancen und setzten die Heimmannschaft unter Druck. 7:15 vor dem Ende war es dann endgültig vorbei mit der Hoffnung der Essener Fans. Tilburgs Mitch Bruijsten kurvte in Unterzahl ohne Gegenwehr hinter Cervenys Tor und vor dem Tor hatte die Essener Defensive auch Nardo Nagtzaam vergessen. Der Tilburger Stürmer war mutterseelenalleine und schoss ein. Doch so ganz wollten die Moskitos sich noch nicht geschlagen geben, 39 Sekunden später war es Valentin Pfeifer, der in Überzahl traf. Drei Tore in sieben Minuten, manchmal geht das im Eishockey, bei wachsamen Tilburgern ging das nicht. Nicholas Miglio traf zwar in der 59. Spielminute noch zum 6:4, doch dabei blieb es auch.

Moskitos Cheftrainer Frank Gentges in der Pressekonferenz: „Glückwunsch an Tilburg, Ergebnis 6:4. Ich bin mit diesem Ergebnis zufrieden. Der Unterschied zwischen beiden Mannschatften war aber größer. Tilburg hat eine gute Mannschaft, wir haben auf unserem Level alles gegeben, aber die Differenz war sichtbar.“

Tore: 0:1 (4:01) Grözinger (Frick, Holzmann) 1:1 (5:20) De Ruijter (Sars, Nagtzaam) 2:1 (17:20) Mitch Bruijsten (Nagtzaam, Loginov, SH1) 3:1 (27:37) Kevin Bruijsten (Nagtzaam, Vogelaar) 3:2 (30:28) Mc Leod (Miglio) 4:2 (30:58) Sars (Hessels, Verkiel) 5:2 (45:25) Kevin Bruijsten (Mitch Bruijsten, Montgomery) 6:2 (52:45) Nagtzaam (Mitch Bruijsten, van Gorp, SH1) 6:3 (53:24) Pfeifer (Kreuzmann, Mc Leod, PP1) 6:4 (58:22) Miglio (Kreuzmann, Gauch) – Strafen: Tilburg: 4 – Essen: 6 – Schiedsrichter: Naust, Marc André (M. Grewe – S. Küper) – Zuschauer: 2.501

Fotos: Sascha Lamozik / FEE

Hammerspiele für die Moskitos

Wohnbau Moskitos Chefcoach Frank Gentges sagte es in der Pressekonferenz nach dem 4:1 Sieg gegen Hamburg schon: „Das werden ganz, ganz andere Spiele“. Gemeint sind die nächsten Begegnungen, die die Wohnbau Moskitos zu bestreiten haben, denn bereits am Mittwoch (20 Uhr – Ijssportcentrum Stappegoor) geht es für die Wohnbau Moskitos bei Meister Tilburg weiter. Und am kommenden Freitag kommt es dann am Westbahnhof zum Hammerderby gegen den Herner EV (20 Uhr) Abgeschlossen wird diese Woche dann mit dem, von der Papierform, leichtesten Spiel bei den Harzer Falken in Braunlage.

In den letzten Jahren wurden die Tilburger zwar mehrmals Meister der Oberliga, doch die Partien gegen die Wohnbau Moskitos waren einige Male sehr spannend. Mal mit dem besseren Ende für die Trappers, doch auch einige Male mit dem besseren Ende für das Team von Cheftrainer Frank Gentges. Den erfahrenen Coach der Wohnbau Moskitos ist es in den letzten Spielzeiten einige Male gelungen sein Team so vorzubereiten, dass die Mannschaft der Moskitos sowohl in Tilburg, wie auch am heimischen Westbahnhof gegen die Trappers gewinnen konnte. Damit ist die Favoritenrolle für das Spiel am Mittwoch zwar klar, doch chancenlos fahren die Moskitos keineswegs über die Grenze ins Nachbarland. Zumal die Wohnbau Moskitos aufgrund der recht geringen Entfernung doch auch immer von einigen Fans und Anhängern begleitet werden. Bei den noch ausstehenden Meisterschaftsspielen bis zum 03. März ist den Trappers die Hauptrunden-Meisterschaft kaum noch zu nehmen. Sieben Punkte Vorsprung hat das Team von Trainer Bo Subr bereits erspielt und wird sicherlich auch im Heimspiel gegen die Moskitos nicht lockerlassen, damit der Vorsprung so bleibt oder gar wächst.

Am kommenden Freitag wird es dann hoffentlich und auch vermutlich wieder voll am Essener Westbahnhof, denn das Hammerderby gegen den Herner EV steht an. Das Team von Danny Albrecht hat eine leicht wechselhafte Saison hinter sich, zunächst starteten die Gysenberger recht gut. Zeitweilig war die Mannschaft ganz weit oben mit dabei, doch ab Mitte November lief nicht mehr viel zusammen. Einige Verletzte kamen hinzu und es setzte plötzlich mehr Niederlagen, als den Verantwortlichen lieb war, um die Weihnachtszeit musste man am Gysenberg gar vier Niederlagen in Folge verkraften. Doch das Team um den ehemaligen Kapitän der Wohnbau Moskitos, Dennis Thielsch fing sich wieder. Seit dem 04. Januar des neuen Jahres holte die Mannschaft sieben Siege aus neun Meisterschaftsspielen. Nur in der Overtime musste man sich bei den beiden Niederlagen gegen die Indians und die Duisburger Füchse geschlagen geben. Mit 53 Scorerpunkten ist Dennis Thielsch auch am Gysenberg ganz oben zu finden, dabei traf er beachtliche 27 Mal und liegt sogar vor Brad Snetsinger, der nur 15 Mal traf, jedoch dafür 32 Beihilfen lieferte. Vor dem Mittwochsspieltag liegen beide Teams so gut wie gleichauf, einen Punkt sind die Moskitos vorne, die Moskitos mit 69 Punkten auf Rang Vier, Herne mit 68 Zählern auf dem sechsten Tabellenplatz. Beide Teams haben am Mittwoch keine leichten Spiele, Herne muss in Leipzig antreten, die Moskitos bekanntlich bei Meister Tilburg. Egal wie diese beiden Spiele ausgehen, es ist alles angerichtet für ein heißes Derby, dass vom Hauptsponsor der Moskitos, der WAZ, auch als Spieltags Sponsor mit einigen Aktionen begleitet wird.

Am kommenden Sonntag geht es dann in den derzeit verschneiten Harz, wo in Braunlage die Harzer Falken warten. Drei Siege nach regulärer Spielzeit, ein Sieg in der Overtime und vier Spiele in der Nachspielzeit verloren. Das ist die bisherige Ausbeute der Falken, macht 15 Punkte und Platz 12 vor den Berliner Preussen, die bisher nur 10 Punkte sammeln konnten. Das sieht zunächst nach einer klaren Sache aus, doch auch solche Spiele sind nach zwei ganz schweren Spielen in Tilburg und gegen Herne kein reiner Selbstläufer. Vielleicht ist es von der Motivation sogar schwerer, als die beiden vorherigen Spiele der Wohnbau Moskitos. Dass es gegen die Harzer Falken mit der nötigen Einstellung am Ende klar sein sollte, zeigen die drei bisherigen Saisonspiele. 24:5 lautet das Torverhältnis aus den drei Spielen der Saison gegen die Harzer Falken, am Wurmberg gab es dabei einen 8:1 Sieg der Moskitos, den Team und Trainer sicherlich auch dieses Mal wieder gerne mitnehmen würden. Überhaupt war der Essener Cheftrainer in der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Hamburg am vergangenen Sonntag ganz angetan von den Optionen, die er nun wieder hat und bedankte sich noch einmal bei allen Sponsoren, Gönnern und den Fans, die es möglich gemacht hatten die Stürmer Moritz Israel und Thomas Zuravlev an den Westbahnhof zu holen.

Es kommen also einige intensive Tage auf Mannschaft, Trainer und Fans zu, nach denen die Moskitos immer noch auf dem vierten Tabellenplatz stehen wollen.

Foto: Vom 6:1 Derbysieg gegen Herne am 30.11.2018 - Fotograf: Sascha Lamozik

Moskitos machen es spannend gegen Hamburg

In der Pressekonferenz machte Wohnbau Moskitos Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges es deutlich: „Wir haben geduldig gespielt, sind nicht nervös geworden. Hamburg hat das gut verteidigt, war immer vor dem eigenen Tor präsent und hat die Räume eng gemacht. Wir hatten die Geduld und haben unsere Chance am Ende genutzt:“ In der Tat war es über weite Strecken kein Torfestival, was die 1.165 Zuschauer gegen die Hamburg Crocodiles sahen. 

In den ersten 40 Minuten waren die Moskitos optisch das bessere Team, erspielten sich Torchancen, doch die Treffer, die hätten fallen können, vereitelten Kai Kristian und seine Vorderleute. Die Gäste aus Hamburg setzten jedoch von Anfang an kleine, gezielte Nadelstiche. Bereits in der 4. Spielminute hätte es ernst werden können, als die Hamburger nach einem schönen Spielzug den Pfosten des Essener Tores trafen. Im Gegenzug erspielten sich die Essener so einige Chancen, aber es war wie schon so oft in dieser Saison, der Puck landete am Brustschutz oder Schoner von Kai Kristian, oder er ging am Tor vorbei.

Auch im 2. Drittel ging dieses Spiel weiter. Die Wohnbau Moskitos kamen mit Druck aus der Pause und versuchten schnell den Erfolg zu erzwingen, doch wieder fiel kein Treffer trotz bester Chancen. Wie so oft im Sport, war es dann auch in diesem Spiel so. Hamburgs Tuukka Laakso fuhr von links ins Essener Drittel und zog ab, die Gäste führten plötzlich mit 1:0. Doch die Wohnbau Moskitos hatten eine Antwort parat, und geht es nicht bei 5 gegen 5 und gar bei Überzahl, dann muss manchmal auch eine Einzelaktion in Unterzahl helfen. Zwei Minuten nach der Gästeführung hatten diese die einmalige Chance in Überzahl nachzulegen, Aaron Mc Leod saß draußen. Doch plötzlich schob Marcel Pfänder den Puck zu Julian Airich, der war dann frei durch und verlud auch noch Kristian mit der Rückhand. Wieder ging es mit einem unentschiedenen Ergebnis in die Pause.

Im Grunde fiel die Entscheidung dann innerhalb von zwei Minuten. In der ersten Situation war es Aaronn Mc Leod, der mit seinem unnachahmlichen Antritt bis vor das Hamburg Gehäuse fuhr, selbst brachte er die Scheibe noch nicht unter, doch Thomas Richter traf im Nachfassen zur 2:1 Führung. In der zweiten Situation wollte es Marcel Pfänder aus der Halbdistanz wissen, doch auch er durfte sich nur über einen Assist freuen, denn das Tor machte dieses Mal Veit Holzmann beim nachsetzen. Damit hatten die Moskitos das Spiel gedreht und nun auch vollends im Griff. Drei Minuten vor Spielende nahm Crocodiels Coach Jacek Plachta seine Auszeit und seinen Torhüter Kai Kristian vom Eis. Die erste Chance auf das Empty Net Goal hatte Moskitos Neuzugang Thomas Zuravlev, der jedoch, gestört von zwei Hamburgern, scheiterte. Dafür traf Veit Holzmann zum zweiten Mal und markierte den 4:1 Endstand.

Tore: 0:1 (28:26) Laakso (Saggau, Bölke) 1:1 (31:32) Airich (Pfänder, Grözinger, SH1) 2:1 (42:52) Richter (Mc Leod, Strodel) 3:1 (44:54) Holzmann (Pfänder, Airich) 4:1 (58:42) Holzmann (Pfänder, Airich, ENG) – Strafen: Essen: 8 – Hamburg: 10 – Schiedsrichter: Engelmann, Tony (D. Kiefer – C. Solbach) – Zuschauer: 1.165

Fotos: Sascha Lamozik / Uwe Schmitz

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