Moskitos treffen einfach das Tor nicht mehr

Am Ende standen die Cracks von Westbahnhof, wie schon am Freitag in Duisburg, mit leeren Händen da. Die Gäste vom Pferdeturm hatten ihr Tor geschickt verteidigt und die Mannschaft von Cheftrainer Frank Gentges hatte es nicht geschafft, trotz mehr Schüssen, Tore zu erzielen.

Wie schon in den letzten Spielen tasteten sich beide Teams erst einmal ab, keiner wollte den ersten Fehler machen, beide fingen ein wenig nervös an. Die Moskitos versuchten, die Niederlage vom Freitag wettzumachen, erspielten sich einige Chancen, scheiterten jedoch stets am Torhüter der Indians, Kevin Beech. Arbeitslos war Patrik Cerveny im Tor der Wohnbau Moskitos jedoch auch nicht, auch er musste ständig aufpassen, dass nicht doch einer der Vorstöße der Gäste den Weg auf sein Tor fand. Denn die Gäste spielten das clever, das eigene Tor sichern und abwarten auf die Gelegenheit. In der 6. Spielminute traf die erste Strafzeit direkt Nicholas Miglio für 2 + 2 Minuten nach einem hohen Stock gegen Branislav Pohanka. Die ersten beiden Strafminuten überstanden die Moskitos, doch dann nahte Unheil. Robert Peleikis zog von der blauen Linie ab und Lukas Valasek hielt den Schläger rein, Patrik Cerveny musste zum ersten Mal hinter sich greifen. Die Moskitos hatten im 1. Drittel mehr Schüsse auf des Gegners Tor, doch sie brachten die Scheibe auch in den verbleibenden Minuten nicht mehr im Tor der Indians unter, so dass es mit der hauchdünnen Gästeführung in die erste Pause ging.

Recht ausgeglichen verlief zunächst das Mitteldrittel. Beide Teams hatten ihre Chancen, beide Abwehrreihen machten ihren Job und beide Torhüter hielten ihren Kasten sauber. Dann musste Carsten Gosdeck auf die Strafbank und die Indians kamen recht schnell in die Aufstellung. Zunächst konnten die Moskitos noch die Angriffe der Gäste abwehren, als dann aber Thomas Ziolkowski von der blauen Linie schoss, hatte Patrik Cerveny so seine Probleme. Er konnte den Schuss nicht fangen, Brent Norris reagierte am schnellsten und schoss die Scheibe am Essener Torhüter vorbei zum 0:2. Auch nach der Hälfte des Spiels hatten die Moskitos zwar mehr Schüsse auf Beech gebracht, die Tore hatten die Gäste geschossen. In der 36. Und 37. Spielminute hatten die Moskitos die große Chance in doppelter Überzahl den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch auch das Überzahlspiel wollte an diesem Abend nicht funktionieren, mit 0:2 ging es in die letzte Pause.

16 zu 5 Schüsse brachten Miglio, McLeod und Co. alleine in den letzten zwanzig Minuten auf das Tor von Kevin Beech, doch die Scheibe wollte nicht über die Linie. Zwei Minuten vor dem Ende nahm Chefcoach Frank Gentges seine Auszeit und Cerveny vom Eis. Das Tor der Gäste war wie vernagelt, die Indians verteidigten mit Mann und Maus und es fand sich keine Lücke um den Puck doch noch ins Tor zu bringen. Veit Holzmann hatte die Chance aus kurzer Distanz und aus spitzem Winkel, aber es gab keine Lücke. So ging auch das zweite Spiel des Wochenendes an den Gegner.

Chefcoach Frank Gentges sagte in der Pressekonferenz: „Das Spiel ist schnell erzählt, die gleiche Platte wie am Freitag in Duisburg. Wir kriegen zwei Unterzahltore, obwohl wir normal stark in Unterzahl sind. Dann haben wir 51 zu 26 Schüsse für uns und machen da gar keinen Treffer. Hannover hat es sehr gut gemacht, sehr gut vor dem Tor gespielt, hart gespielt, alles weggenommen vor dem Tor. Wir haben alles gegeben heute, aber zurzeit haben wir diesen Lauf nicht.“

Tore: 0:1 (7:55) Valasek (Peleikis, Hein, PP1) 0:2 (29:11) Norris (Ziolkowski, PP1) – Strafen: Essen: 10 plus je 10 Kreuzmann und Holzmann – Indians: 8 plus je 10 Pohanka und Knaub – Schiedsrichter: Neutzer, Nikolas (J. Dietrich – P. Siebel) – Zuschauer: 1.241

Fotos: Sascha Lamozik und Uwe Schmitz

„Alles ins nächste Spiel investieren“

Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges war nach der zweiten Derbyniederlage in Folge etwas angefressen. Er haderte nicht nur in der Pressekonferenz damit, dass sein Team am Ende zu wenig aus den vorhandenen Chancen gemacht hatte. Vor allem im 2. Drittel hätte man in Führung gehen müssen. Am Ende fiel die 1:4 Niederlage in der Kenston Arena sicherlich etwas zu hoch aus, was auch Reemt Pyka, der Duisburger Chefcoach angab. Wehrmutstropfen vor dem wichtigen Spiel am Sonntag um 18:30 Uhr gegen die Hannover Indians, Fabio Frick zog sich gegen Duisburg eine Gehirnerschütterung zu und wird zunächst ausfallen. 

Am Sonntag geht es dann um Platz drei in der Tabelle, hier gilt es noch einmal alle Kräfte des Wochenendes zu mobilisieren und auch für die Zuschauer noch einmal alles zu geben. Davon ist auch Frank Gentges in seinem Statement nach dem Spiel in Duisburg überzeugt: "Wer so ein Übergewicht an Chancen nicht nutzen kann, kann trotz Überlegenheit auch kein Spiel gewinnen. Aktuell haben wir einen schweren Stand, die negativen Punkte sind unübersichtlich, um diese abzustellen bedarf es aber nicht nur diese immer wieder anzusprechen, damit ist es nicht getan. Der nächste Ausfall von Fabio Frick (Gehirnerschütterung) macht auch die Personalsituation nicht besser. Wir müssen jetzt alles ins nächste Spiel investieren.“

Foto: Sascha Lamozik - FEE

Moskitos im Fuchsbau unterlegen.

Die Wohnbau Moskitos mussten in Duisburg mit 1:4 die zweite Derbyniederlage in Folge einstecken. Gleichzeitig war es die erste Saisonniederlage gegen die Nachbarn. Alles in Allem war die Niederlage nicht unverdient, fiel allerdings ein wenig zu hoch aus. 

Beide Teams belauerten sich in den ersten Minuten. Die Füchse wollten nach zwei Niederlagen gegen die Wohnbau Moskitos nicht direkt wieder ins offene Messer laufen und die Moskitos wollten nach der Niederlage in Herne kontrolliert in die Begegnung starten. Das erste Tor erzielte der Fuchs, nach einer Hereingabe von der Seite wurde der Puck unglücklich für Patrik Cerveny ins Tor abgefälscht. Die Moskitos wurden stärker und setzten das Tor von Sebastian Staudt einige Male unter Druck. Allerdings musste die Mannschaft von Cheftrainer Frank Gentges auch immer wieder auf die Herren Huebscher, Verelst und Pisarik aufpassen, die zwischendurch brandgefährlich vor Cerveny auftauchten. Die beste Chance der Moskitos im 1. Drittel hatte wohl Carsten Gosdeck, der einen schönen Pass von Julian Airich abschloss, aber Staudt war auf dem Posten. Mit der knappen Führung gingen beide Mannschaften in die erste Pause.

Im 2. Drittel legten die Moskitos, die so gerade drei komplette Blöcke aufs Eis brachten, noch einmal zu. Die Hausherren blieben zwar weiterhin sehr gefährlich, aber alles was auf das Tor von Patrik Cerveny kam, war seine Beute. Auf der anderen Seite hatten Miglio, McLeod und Grözinger, auch Julian Airich die Chancen, doch die Scheibe wollte nicht rein. Auch Sebastian Staudt hatte wieder einmal einen seiner besten Tage erwischt und machte die Chancen, die auf sein Tor kamen, zunichte. Zwei Überzahlspiele, Spelleken und Hofland mussten auf die Strafbank, ließen die Moskitos ebenfalls ungenutzt und so hatte die knappe Führung auch in der zweiten Pause Bestand. 

Das letzte Drittel begann mit einem Paukenschlage, denn die Füchse zogen auf 2:0 davon. Huebscher und Verelst fanden Alexander Eckl und die Füchse gingen mit 2:0 in Führung. Die Moskitos spielten weiter geduldig auf das Tor von Sebastian Staudt, doch der Ex-Essener war zunächst nicht zu bezwingen. Erst in der 48. Spielminute musste Staudt zum ersten Mal hinter sich greifen. Marcel Pfänder hatte Julian Airich gefunden, der bediente Veit Holzmann und der Anschlusstreffer war gefallen. Die Moskitos rannten weiter an, fanden aber kein Mittel gegen disziplinierte Duisburger, mit einem sehr gut aufgelegten Staudt. So kam es, wie es kommen musste, 59. Spielminute, die Moskitos verloren im Duisburger Drittel die Scheibe und Pisarik ließ sich nicht zwei Mal bitten. Als Chefcoach Frank Gentges dann noch Patrik Cerveny zugunsten eines sechsten Feldspielers opferte, war es erneut Pisarik, der mit einem Empty Net Goal den Endstand herstellte.

Tore: 1:0 (4:22) Tegkaev (Verelst, Huescher) 2:0 (41:47) Eckl (Verelst, Huebscher) 2:1 (47:38) Holzmann (Airich, Pfänder) 3:1 (58:51) Pisarik (Hofland, Deeg) 4:1 (59:59) Pisarik (Hofland, Cespiva, ENG) – Strafen: Duisburg: 10 – Essen: 6 – Schiedsrichter: Berger, Eugen (M. Schrörs – D. Todam) – Zuschauer: 1.834

Fotos: Sascha Lamozik / FEE

Das zweite Derby und der direkte Tabellennachbar

Mit dem Spiel am kommenden Freitag um 19:30 Uhr im Sportpark Wedau in Duisburg, kommt es innerhalb weniger Tage zum zweiten Derby für die Wohnbau Moskitos. Am kommenden Sonntag gibt sich dann der aktuelle Tabellendritte, die Hannover Indians, um 18:30 Uhr in der Eishalle Essen-West die Ehre. Damit kommt es wieder zu zwei eminent wichtigen Begegnungen für die Wohnbau Moskitos im Kampf um einen der vorderen Plätze. 

Der Nachbar von der Wedau hat eine sehr wechselvolle Saison gespielt, zumindest bis zum jetzigen Zeitpunkt. Denkbar schlecht in die Saison gestartet, ging es dann für den EV Duisburg stets auf und ab mit den Ergebnissen. Oft folgte einem Sieg direkt wieder eine Niederlage und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Füchse lediglich auf dem zehnten Tabellenplatz zu finden sind, allerdings punktgleich mit dem Leipziger Icefightern. Vermutlich hat man sich das in Duisburg auch etwas anders vorgestellt und man hat mit Diego Hofland einen DEL und DEL2 erfahrenen Stürmer nachverpflichtet. An dem Wellental der Ergebnisse hat das bisher nicht viel geändert und das Team um den ehemaligen Moskitos Torhüter Sebastian Staudt kommt einfach nicht vom 10. Tabellenplatz weg. Die Moskitos tun allerdings gut daran die Füchse auf heimischem Eis nicht zu unterschätzen, denn mit Pisarik haben die Duisburger schon einen guten Torjäger in den eigenen Reihen. Überhaupt, die Füchse haben einige brandgefährliche Stürmer in ihren Reihen. Neben Pisarik sind hier sicher noch Tegkaev, Verelst und Deeg zu nennen. Auch André Huebscher und Diego Hofland wissen wo des Gegners Tor steht und mit Lasse Uusivirta haben die Duisburger einen starken Verteidiger an die Wedau lotsen können. Nachdem das Derby in Herne nur bedingt erfolgreich war, wird die Mannschaft von Cheftrainer Frank Gentges sicherlich alles in die Waagschale werfen um erfolgreich Duisburger Eis zu verlassen. 

Eine Hiobsbotschaft traf unseren Verteidiger Thomas Richter. Wie am gestrigen Dienstag bekannt wurde, wird Verteidiger Thomas Richter auf Grund eines Todesfalls in der Familie gegen Duisburg höchstwahrscheinlich nicht spielen. Er reist Donnerstag zur Beerdigung nach Garmisch. Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges: "Das ist für uns ein herber Verlust, aber so etwas hat absoluten Vorrang." 

Und am Sonntag kommt der direkte Tabellennachbar, die Hannover Indians an den Westbahnhof. Das Team vom Pferdeturm ist immer schon ein ganz schwerer Brocken gewesen, so auch in den beiden bisherigen Saisonspielen der Moskitos. Im ersten Spiel am Westbahnhof siegten die Moskitos ganz knapp in der Overtime mit 6:5. Das Rückspiel am Pferdeturm ging dann recht glatt mit 1:4 verloren, so dass man durchaus sagen kann, die Moskitos haben noch eine Rechnung offen mit den Indianern. Einem Team, das sehr viel mehr Tiefe im Kader hat, nicht zu Unrecht ganz oben mitspielt. Brent Norris, Andreas Morczinietz, Branislav Pohanka, Roman Pfennings, Igor Bacek und auch Robby Hein, sie alle wissen wie man einen gegnerischen Torhüter überwindet. Auch wenn die Indians die bisherige Saison sehr erfolgreich gestalten konnten, so ganz konnten sie das Tempo der benachbarten Scorpions nicht mitgehen. Immer wieder gab es zwischendurch Niederlagen, die wahrscheinlich so nicht eingeplant waren. Dabei erwiesen sich vor allem die Crocodiles aus Hamburg als Angstgegner, denn nur eine Begegnung konnten die Indianer gewinnen, die beiden bisherigen anderen Spiele nahmen sich die Hanseaten. Zuletzt mussten Norris und Co gegen Duisburg einstecken, auch das dürfte anders gewollt gewesen sein. So muss man gespannt sein, wie die Mannschaft von Cheftrainer Frank Gentges das schwere Derby in Duisburg wegsteckt, ob die Kraft dann noch reicht um vor hoffentlich wieder guter Kulisse am Westbahnhof den Angriff auf Platz Drei anzugehen, denn den haben die Indians aktuell.

Doch nicht nur die Spiele stehen an, der Ordnungsdienst der Moskitos sucht einmal mehr Verstärkung. Wer also Lust hat sich im Verein einzubringen, in einem Team mit anderen Ordnern bei den Spielen die Aufgaben des Ordnungsdienstes, und damit die Aufgaben des Vereins mitzutragen, der meldet sich bitte bei Daniel Struyken unter: +49 (0)172 – 9758053 oder bei Sven Kruse unter: +49 (0)174 – 1308667, oder per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Foto: Sascha Lamozik aus dem Spiel am 25.11.2018 gegen die Indians

Moskitos können Moritz Israel verpflichten

Die Moskitos Essen füllen Kader mit Stürmer Moritz Israel von den Crocodiles Hamburg auf. 

Moskitos Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges hatte es ja in der Pressekonferenz nach dem Spiel der Moskitos gegen die Harzer Falken schon gesagt. Durch Sponsoren und Gönner wurde es möglich, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden und damit auf die Verletzung von Nicolas Strodel zu reagieren. Von der Elbe an die Ruhr, von den Crocodiles zu den Moskitos, Moritz Israel wird ab dem 14. Januar ins Team der Moskitos wechseln. Der 22-jährige Stürmer wurde am 09. Januar 1996 in Zittau geboren. Seine Jugend im Eishockey verbrachte er in Johnsdorf, von dort ging es dann nach Weißwasser, wo er von 2011 bis 2014 in der U16 und U18 Mannschaft spielte. 2015 zog es Israel dann nach Hamburg in die DNL, bzw. später auch in die Oberliga. In den letzten Jahren nahm der linke Außenstürmer im Team der Crocodiles eine sehr gute Entwicklung und soll nun den Moskitos weiterhelfen. Israel wiegt bei einer Größe von 189 cm 94 kg und wird am Westbahnhof das Trikot mit der Rückennummer #26 tragen. Moritz Israel wird am 14.01. in Essen erwartet, bis dahin spielt er weiterhin für seinen aktuellen Club in Hamburg.

Chefcoach und Sportmanager Frank Gentges über seinen neuen Stürmer: "Wir müssen unseren Kader mit gerade mal 17 Feldspielern dringend auffüllen, insbesondere da Nico Strodel seit Anfang Dezember verletzt ist und auf Grund der schweren Verletzung leider auch noch länger ausfallen wird. Nur auf Grund der finanziellen Probleme in Hamburg ist dieser Transfer möglich, ansonsten ist der Spielermarkt weiter wie leergefegt, alle Vereine aus allen Ligen suchen und niemand kann aktuell mangels Alternativen jemanden abgeben. Moritz Israel ist ein Spieler, der gute körperliche Voraussetzungen und auch gewisse Scorerqualitäten mitbringt. Moritz war zu Saisonbeginn wegen einer Handverletzung längere Zeit nicht einsatzfähig, ist aber seit vielen Wochen auf einem guten Weg. Ich möchte mich nochmal recht herzlich bei den beiden Sponsoren bedanken, die diesen Transfer extern und somit außerhalb des Etats, ermöglicht haben."

Die Moskitos heißen Moritz Israel herzlich Willkommen im Mückenschwarm und wünschen viel Erfolg und Glück am Westbahnhof.

Fotos: Sascha Lamozik - FEE

Moskitos verlieren Derby knapp in der Overtime

Die Wohnbau Moskitos haben das Derby am Herner Gysenberg am Ende denkbar knapp mit 5:4 in der Overtime verloren. Dabei war vor allem der erste Abschnitt aus Sicht der Stechmücken alles andere als erfolgreich, doch am Ende drehten Kreuzmann und Co. Die Begegnung und mussten in die Overtime. Dennis Thielsch gelang hier der Treffer und der Zusatzpunkt für den Herner EV.

Bereits im ersten Drittel war es ein ordentliches Spektakel am Herner Gysenberg, leider nicht mit dem besseren Ende für die Wohnbau Moskitos. Die letzten Wochen hatten Kraft gekostet und in manchen Szenen war das durchaus spürbar. Dabei hätte es besser losgehen können, denn die Moskitos hatten Überzahl. Das Tor machte dann jedoch Herne, Maik Klingsporn traf zur 1:0 Führung für den Herner EV. Die Moskitos fanden etwas besser ins Spiel doch der letztjährige Kapitän machte den kurzen Aufschwung wieder zunichte. In der 12. Spielminute traf Dennis Thielsch zum 2:0, bevor Veit Holzmann den Moskitos wieder Hoffnung machte. Auf Zuspiel von Thomas Gauch und Julian Airich markierte Holzmann den Anschlusstreffer. Und als dann auch noch eine doppelte Überzahl für die heimischen Herner hinzukam war es wieder Dennis Thielsch der zum 3:1 Pausenstand traf.

Das zweite Drittel ging zwar an die Moskitos, doch mit Rückstand ging es auch in die zweite Pause. Zunächst traf Nicholas Miglio zum Anschlusstreffer, doch die Freude währte nicht lange. Vojtech Suchomer stellte in der 27. Spielminute den alten Abstand wieder her und die Moskitos mussten wieder einem Zwei-Tore Rückstand hinterherlaufen. Hoffnung dann jedoch, als wieder Veit Holzmann in Unterzahl mit dem Shorthander auf 4:3 verkürzen konnte. In der Folge hatten beide Teams die Möglichkeit den Spielstand zu verändern denn es hagelte Strafzeiten auf beiden Seiten. Mit 4:3 ging es jedoch dann in die zweite Pause.

Der letzte Abschnitt begann doch sehr viel verhaltener, beide Teams belauerten sich und wollten keine Fehler machen. Für die 2.667 Derby-Zuschauer war es sicherlich nicht mehr das ganz große Derbyspektakel, aber wer den nächsten Treffer erzielen würde, der könnte am Ende als Sieger vom Eis fahren. Veit Holzmann erzielte den nächsten und einzigen Treffer in diesem Drittel und die Begegnung musste damit in die Verlängerung. Die Moskitos hatten über zwei Minuten optisch die besseren Möglichkeiten, den Treffer erzielten die Herner. Wieder war es Dennis Thielsch, der in der 63. Spielminute zum 5:4 für sein Team traf.

Cheftrainer Frank Gentges zum Spiel: "Im ersten Drittel waren einige defensiv mental nicht entsprechend im Thema, diese Unaufmerksamkeiten haben uns letztendlich dann den Sieg gekostet. Im zweiten und dritten Drittel waren wir die bessere Mannschaft und hatten nachdem wir den Ausgleich zum 4:4 gemacht haben, Möglichkeiten das Spiel für uns zu entscheiden. In Unterzahl waren wir wieder sehr stark im Powerplay hatten wir dagegen überhaupt keine Schussqualitat von der blauen Linie. Schlussendlich müssen wir auf Grund des ersten Drittels mit dem Punkt zufrieden sein."

Tore: 1:0 (7:47) Klingsporn (Asselin, Thielsch, SH1) 2:0 (11:24) Thielsch (Asselin, Mike Schmitz) 2:1 (13:30) Holzmann (Gauch, Airich 3:1 (16:16) Thielsch (Ackers, Asselin, PP1) 3:2 (23:56) Miglio (Airich, Grözinger) 4:2 (26:42) Suchomer (Spitzner, Fominych) 4:3 (32:57) Holzmann (Lemmer, SH1) 4:4 (54:33) Holzmann (Pfänder, Grözinger, PP1) 5:4 (62:27) Thielsch (Asselin, Mike Schmitz) – Strafen: Herne: 18 – Essen: 18 plus 10 Gosdeck – Schiedsrichter: Engelmann, Tony (D. Kiefer – D. Kyei-Nimako) – Zuschauer: 2.667

Fotos: Sascha Lamozik - FEE

Moskitos schossen sich warm für das Derby

Zehn Tore standen am Ende auf der Anzeigetafel für die Wohnbau Moskitos gegen die Harzer Falken aus Braunlage. Damit hatten sich die Moskitos eindrucksvoll zurückgemeldet und gleichzeitig warm geschossen für das Derby am Sonntag in Herne.

13 Spieler konnte Falken Trainer Arno Lörsch mit an den Westbahnhof bringen, davon zwei gelernte Verteidiger. Und das machte sich im 1. Drittel direkt bemerkbar, ganze vier Minuten war das Spiel alt da eroberte Aaron McLeod in der neutralen Zone die Scheibe, schob zu Nicholas Miglio. Von halblinks zog der Stürmer in das Drittel der Falken, gegen seinen trockenen Schuss war Falken Keeper Hönkhaus machtlos. Und das ging munter so weiter, Julian Airich von links ins Drittel des Gegners, vor Hönkhaus stand Carsten Gosdeck alleine und brauchte nur noch den Schläger zum 2:0 hinhalten. In Spielminute neun probierten es zunächst Julian Airch, dann Marcel Pfänder, Lars Grözinger traf per Bauerntrick zum 3:0. Das muntere einschießen auf das Derby ging so weiter. Wieder McLeod, fing in Unterzahl die Scheibe im Essener Drittel ab, Pass zu Miglio und der Stürmer traf per Shorthander. Spätestens als sich Marcel Pfänder und Lars Grözinger in Überzahl den Gegner förmlich zurechtlegten, Veit Holzmann zum 5:0 im 1. Drittel traf, da war es wohl um den Wiederstand der Falken geschehen. Daran änderte auch der Treffer von Trattner in der 19. Spielminute eher nichts mehr.

Abschnitt Zwei hatte nicht mehr die absolute Intensität wie das erste Drittel. Die Wohnbau Moskitos hatten den Gegner im Griff und spielten geduldig ihr Spiel. Lars Grözinger traf in der 28. Spielminute erneut per Bauerntrick. Dann war André Gerartz dran, nach einem schönen Spielzug über Stephan Kreuzmann und Nicholas Miglio, stand der Essener Stürmer alleine am linken Pfosten und schoss ein. Nur knapp eine Minute später kreiste Veit Holzmann hinter das Tor, passte zu Arthur Lemmer, der frei vor Hönkhaus stand, Lemmer guckte den Torhüter der Falken dann zum 8:1 aus.

Im letzten Drittel brachte Wohnbau Moskitos Cheftrainer Frank Gentges dann Christian Wendler für Patrik Cerveny. Veit Holzmann nahm einen Rebound aus recht spitzem Winkel und die Scheibe lag zum neunten Mal hinter Hönkhaus. Dann stellte Hauptschiedsrichter Müller zunächst Stephan Kreuzmann vom Eis, 10 Sekunden später musste Veit Holzmann raus. Die Falken brauchten jedoch einen Penalty für ihr 2. Tor. Müller sah ein absichtliches Handspiel von Thomas Richter und Trattner traf per Penalty. Danach hatte Müller noch bei Cheftrainer Frank Gentges eine Strafe gesehen, verhängte erneut 2 Minuten, die von André Gerartz abgesessen wurden. Doch auch die Gäste wanderten in diesem Abschnitt noch öfters auf die Strafbank und wieder nutze Nicholas Miglio ein Überzahlspiel zum erhofften zehnten Treffer.

In der Pressekonferenz sagte der Chefcoach: „Die Jungs aus Braunlage haben heute im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch alles gegeben. Aber wir waren heute im 1. Drittel sehr, sehr gut und final. Wir hätten auch viel höher führen müssen, das muss ich anprangern. Nach dem 5:0 haben wir den Gegner ein bisschen angefüttert, da musst du noch 3-4 Tore mehr machen, dann ist alles in Ordnung. Aber wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, waren heiß. Ich konnte nochmal alle spielen lassen, auch Wendler im letzten Drittel“.

Tore: 1:0 (4:08) Miglio (McLeod) 2:0 (5:47) Gosdeck (Airich, Gauch) 3:0 (8:24) Grözinger (Pfänder, Airich) 4:0 (10:02) Miglio (McLeod, SH1) 5:0 (16:03) Holzmann (Grözinger, Pfänder, PP1) 5:1 18:16) Trattner (Gulda, Kubail) 6:1 (27:09) Grözinger (Pfänder, Gauch) 7:1 (38:30) Gerartz (Miglio, Kreuzmann) 8:1 (39:17) Lemmer (Holzmann, Pfeifer) 9:1 (49:11) Holzmann (Lemmer, Walch) 9:2 (51:22) Trattner (PS) 10:2 (56:25) Miglio (Pfänder, Kreuzmann, PP1) – Strafen: Essen: 20 – Harzer Falken: 14 plus 10 Zerbst – Schiedsrichter: Müller, Lars (T. Bergmann – P. Mylius) – Zuschauer: 1.446

Fotos: Uwe Schmitz und Sascha Lamozik

Moskitos unterliegen auch in Hamburg

Die Wohnbau Moskitos haben das zweite Spiel hintereinander verloren. Auch in Hamburg bei den Crocodiles konnte die Mannschaft über weite Strecken nicht überzeugen und verlor am Ende mit 4:6.

Die Crocodiles kamen besser in die Startphase und drängten auf die Führung. Bis zur 6. Spielminute konnten die Moskitos dem trotzen, doch dann war es vorbei. Brian-Justin Bölke brachte die Crocodiles Fans zum Jubeln und traf zum 1:0. Etwas besser fanden die Spieler von Cheftrainer Frank Gentges in der Folgezeit in die Begegnung, jedoch zunächst ohne Torerfolg. Julian Airich traf in der 13. Spielminute dann auf Zuspiel von Carsten Gosdeck und Lars Grözinger. Dieser Spielstand sollte auch bis zur 1. Drittelpause bestand haben.

Leider kam auf Seiten der Wohnbau Moskitos auch im 2. Drittel kein besserer Spielfluss zustande. Die logische Konsequenz daraus war die erneute Führung der Hanseaten. 24. Spielminute, der ehemalige Moskitos Stürmer Dominik Lascheit traf zur 2:1 Führung für sein Team. Als Hamburgs Tobias Bruns dann kurz vor der Hälfte der Spielzeit gar zum 3:1 für die Crocodiles traf, wurde es schwierig für die Mannen vom Westbahnhof. André Gerartz machte dann den Anhängern der Moskitos doch noch einmal Hoffnung. Sein Treffer zum 3:2 in der in der 34. Spielminute brachte dem Mückenschwarm aber nur kurze Freude. Erneut Dominik Lascheit stellte in der 36. Spielminute den alten Abstand wieder her und brachte die Crocodiles mit 4:2 in Front.

Den Hoffnungsschimmer, den die Moskitos Fans noch hatten, zerstörte der Torjäger der Crocodiles. Brad Mc Gowan traf in der 53. Minute zum 5:2 und in der 55. Spielminute machte er mit dem 6:2 endgültig den Sack zu. Thomas Richter ließ zwar dann mit dem 6:3 in der 56. Minute noch einmal wenigstens ein wenig Hoffnung aufkeimen. Doch sein zweiter Treffer zum 6:4 in der 59. Spielminute kam zu spät. Letztlich fehlte der Essener Mannschaft an diesem Tag die Kraft und der Wille um das Spiel noch einmal zu kippen.

Tore: 1:0 (5:15) Bölke (Mc Gowan, Bruns) 1:1 (12:50) Airich (Gosdeck, Grözinger) 2:1 (23:56) Lascheit (Balla, Warttig) 3:1 (28:38) Bruns (Bölke) 3:2 (33:47) Gerartz (Kreuzmann, Fern) 4:2 (35:20) Lascheit (Mc Gowan, Calovi) 5:2 (52:09) Mc Gowan (Mitchell, Israel) 6:2 (54:56) Mc Gowan (Israel, Synowiec) 6:3 (55:12) Richter (McLeod, Gosdeck) 6:4 (58:12) Richter (McLeod, Kreuzmann, PP1) – Strafen: Hamburg: 6 – Essen: 8 – Schiedsrichter: Fendt, Michael (M. Ritter – P. Siebel) – Zuschauer: 1.308

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