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„Wir bringen den Teamgedanken nicht aufs Eis“

Frank Gentges, der Essener Cheftrainer und Sportmanager war in der Pressekonferenz nach der 2:4 Niederlage gegen Leipzig sehr ruhig, er bestätigte die Analyse seines Kollegen Sven Gerike. Der war natürlich hochzufrieden mit seinem dezimierten Team, denn das hatte den optisch leicht stärkeren Moskitos über 60 Minuten den Schneid abgekauft. Frank Gentges dagegen sagte: „Wir bringen den Teamgedanken im Moment nicht aufs Eis, jeder kennt mich, jeder weiß wie ich bin, ich hasse Gleichgültigkeit. Aber ich sehe manchmal Gleichgültigkeit, es ist nicht so wie in der letzten Saison. Da haben wir eine Mannschaft gesehen, die immer gefightet hat, immer alles gegeben hat, das ist in dieser Saison nicht immer so. Ich bin ein Typ, der immer ehrliche Arbeit haben will, aber das sehe ich nicht immer von allen, aber da kannst du reden wie du willst. Nichtsdestotrotz haben wir mehr Scheibenbesitz gehabt, wir haben 46 Schüsse aufs Tor gebracht, da musst du auch mal ein Tor machen. Es ist immer das Gleiche, wir rennen an, wir machen die Tore nicht. Auch in Hannover, du musst einfach auch mal das Tor machen. Wir haben Imports die machen sie dann auch nicht und wenn du wie heute 46 Schüsse aufs Tor bringst und machst dann nur die Tore wie heute, dann reicht das nicht.“ 

Bereits in der 4. Spielminute war der schöne Wunsch der Fans in Gefahr geraten, denn in einer 2 auf 1 Situation liefen Ryan Warttig und Antti Paavilainen auf Patrik Cerveny zu. Stoppen konnte die beiden niemand und am Ende vollendete Warttig zur Gästeführung. Die Wohnbau Moskitos versuchten zum Ausgleich zu kommen, doch es gab immer mal den einen oder anderen Abspielfehler, der auch den Gästen Möglichkeiten eröffnete. Die erst Topchance hatte Nicholas Miglio, der nach einem Bully einen schönen Schuss am Tor vorbei haute. In der 18. Minute dann doch der Ausgleich, Veit Holzmann mit dem Pass von der blauen Linie zum tief stehen Aaron McLeod und der haute die Scheibe hoch rein. Das 2. Drittel begann mit einem Top-Save von Patrik Cerveny gegen den frei vor ihm auftauchenden Ryan Warttig. In der Folge bot der zweite Abschnitt aber wenig Höhepunkte, bis kurz vor dem Ende. 23 Sekunden vor Drittelende hämmerte Stephan Tramm die Scheibe mit einem satten Schuss von der blauen Linie ins Tor. Die Zuschauer, die sich wegen des unspektakulären Spiels bereits abgewendet hatten, verpassten den Ausgleich. Denn Veit Holzmann traf eine Sekunde vor dem Ende zum 2:2.

Soweit waren die Moskitos, auch wenn die Qualität des Spiels dünn war, noch einigermaßen im Soll. Besser wurde es allerdings auch nicht in den letzten 20 Minuten. Die Moskitos versuchten das Spiel zu machen, erarbeiteten sich auch Chancen, ohne jedoch, dass sich das Ergebnis änderte. Als die meisten Zuschauer sich bereits mit einer Verlängerung auseinandersetzten, wurde es aus Sicht der Moskitos ganz bitter. Paavilainen mit zwei Treffern in der 57. Und 60. Spielminute machte den Erfolg der IceFighters perfekt.

Tore: 0:1 (3:16) Warttig (Paavilainen, Berger) 1:1 (17:49) McLeod (Holzmann, Richter, PP1) 1:2 (39:37) Tramm (Hirsch, Paavilainen) 2:2 (39:59) Holzmann (Gauch, Grözinger) 2:3 (56:41) Paavilainen (Tramm, Warttig) 2:4 (59:33) Paavilainen (Hildebrand, Eichelkraut, ENG) – Strafen: Essen: 6 – Leipzig: 6 – Schiedsrichter: Lajoie, Throsten (D. Kontny – P. Mylius) – Zuschauer: 1.085

Fotos: Uwe Schmitz

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