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Interview mit Cheftrainer Frank Gentges

Die Redaktion sprach mit Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges kurz vor Beginn der Meisterschaft…..

Herr Gentges,  bitte ein paar Worte zur Veränderung des Kaders.

Wir wollten 9 Spieler aus der Vorsaison weiter verpflichten, davon haben zwei Spieler wesentlich besser dotierte Angebote von anderen Vereinen bekommen und Oliver Granz, Julian Lautenschlager und Andrej Bires haben es sich verdient, in höhere Ligen zu wechseln, somit haben wir lediglich vier Spieler aus der Vorsaison im aktuellen Kader. Der aktuelle Kader ist somit fast komplett runderneuert.

Wie zufrieden sind Sie mit dem aktuellen Kader?

Qualitativ bin ich zufrieden, quantitativ dagegen nicht. Um meine Philosophie vom offensiven druckvollen Eishockey umzusetzen, brauchen wir 4 komplette Blöcke und auch im Training braucht man vier komplette Blöcke um entsprechend trainieren zu können. Die Saison ist lang und nach der Verletzung von Thomas Gauch, der mindestens mehrere Monate ausfällt, stehen lediglich 17 eigene Spieler zur Verfügung und verletzungs- und krankheitsbedingte Ausfälle gibt es immer.

Müssen Sie diesbezüglich Veränderungen vornehmen?

Wir müssen leider unser System ändern, um es mal so zu verdeutlichen, wenn man kraftstoffsparend fahren muss, darf man nicht durchgehend  Vollgas geben. Auch die Trainingsumfänge müssen entsprechend reduziert werden. Allrounder Thomas Richter und Raphael Grünholz müssen je nach Personalsituation immer wieder ihre Position wechseln. Dann müssen wir hoffen, dass wir von weiteren Verletzungen verschont bleiben.

Wie sieht es mit Förderlizenzspielern aus?

Die DNL-Spieler aus Düsseldorf  (DNL 1) und Iserlohn (DNL 2) haben mit ihren DNL-Teams selber volles Programm, stehen uns aber sobald sie selber nicht spielen, zur Verfügung. Zum Auffüllen unseres Kaders und zur Entlastung, ist das für uns sehr wichtig, für die Spitze, sprich um spielentscheidend zu sein, reicht das aber aktuell noch nicht. Ich hoffe aber hier und da auf den ein oder anderen jungen DEL-Spieler aus Iserlohn, der vielleicht dort mal überzählig ist und der sollte uns dann auch in der Spitze helfen können.

Wie sind Ihre Eindrücke aus der Vorbereitungsphase?

Die Mannschaft zieht von Beginn an sehr gut mit und wächst auch immer besser zusammen. Gegen die Düsseldorfer EG, die schon voll im Saft stand, haben wir uns nach nur vier Tagen Eis, sehr gut verkauft, danach haben wir alle 6 Spiele gegen Teams aus verschiedenen Ligen gewonnen. Zum Abschluss der Vorbereitungsphase kann ich sagen, alles lief rund, ich bin zufrieden, darauf können wir aufbauen.

Was sind die deutlichsten Unterschiede zwischen dem jetzigen Kader und dem Kader der Vorsaison?

Der jetzige Kader ist nicht so laufintensiv wie der letztjährige Kader, dafür routinierter und cleverer. Spieler wie Granz, Lautenschlager und Bires sind sehr schwer zu ersetzen, dafür haben wir jetzt Spieler mit anderen Qualitäten, die diese Spieler nicht hatten. Wichtig ist, dass wir eine verschworene Einheiten werden, wie auch in den letzten Jahren, dafür ist jeder einzelne Spieler und die Mannschaft verantwortlich, Ich-AG’s will ich hier nicht haben.

Wie ist der Stand bei den verletzten Spielern?

Thomas Gauch hat sich an der Schulter verletzt, die vor Jahren schon mal operiert wurde, letzte Saison war es die andere Schulter. Er fällt mindestens über Monate aus, alles andere bleibt abzuwarten. Von ihm habe ich mir insbesondere nach der starken zweiten Saisonhälfte in der letzten Saison, in dieser Saison einiges erhofft. Bei Yannis Walch (Gehirnerschütterung und Schädelprellung) und Veit Holzmann (Nackenprellung) gehe ich aktuell davon aus, dass sie wieder einsatzfähig sind.

Wer sind Ihre Favoriten?

Tilburg, Hannover Scorpions, Halle und Herne erwarte ich ganz oben.

Es war offensichtlich, dass Sie in letzter Zeit keine Fragen mehr zum Thema „Tilburg“ beantworten wollten, würden Sie uns sagen woran das liegt?

Ich habe wie viele andere auch, im Sinne meiner Position, zu diesem Thema nur Statements zu sportlichen Dingen, im Sinne des Sports und des deutschen Eishockeys, abgegeben. Bewusst gestreute Fake-News diesbezüglich von bestimmten Stellen, sind heutzutage nicht mehr einzufangen. Somit besteht dieses Thema für mich nicht mehr. Andere Zeiten andere Sitten, alles gut. Für meine private Glückseeligkeit spielte dieses Thema sowieso nie eine Rolle.

Haben Sie der Mannschaft eine Zielvorgabe gegeben?

Selbstverständlich erwarte ich von jedem Profi, dass er jedes Spiel unbedingt gewinnen will und Meister werden will. Die Zielvorgabe an die Mannschaft habe ich intern gegeben, die Umsetzung hängt auch immer von Faktoren ab, die man leider selber nicht beeinflussen kann und da muss man immer realistisch bleiben. Wir hoffen von Ausfällen verschont zu bleiben und wollen in die Play-Offs. Wichtig ist, dass jeder einzelne Spieler und die Mannschaft, immer alles gibt, was möglich ist.

Welche Ihrer Einzelspieler stehen besonders im Focus?

Torwart Cerveny zeigt in jungen Jahren schon extrem abgeklärte Leistungen, ihm sollte mittelfristig in höheren Ligen die Zukunft gehören. Verteidiger Marcel Pfänder müsste eigentlich schon DEL spielen, muss dafür aber dauerhaft professioneller werden. Mittelstürmer Aaron McLeod ist mein absoluter Wunschspieler auf der Import-Position. Außenstürmer Andre Gerartz ist ein Phänomen, der ist wie ein Phantom aber macht immer seine Tore, das ist Finalität, das ist das was zählt und das ist eine Kunst.

Welchen Wunsch haben Sie aktuell in Ihren Gedanken?

Ich wünsche mir dass die Unterstützung der Fans weiter so wächst wie in der unmittelbaren Vergangenheit und dass die Zuschauerzahlen und Sponsoren so wachsen, dass der Vorstand die Möglichkeit hat, finanzielle Mittel für die ein oder andere Verpflichtung frei zu geben, vorausgesetzt der Markt gibt dann Entsprechendes her.

Abschließend vielleicht Ihr Statement zu einem Spieler dessen Name immer wieder „rumgeistert“, Tyson Mulock?

Hier geistert ja immer einiges rum…..Tyson Mulock war Thema, weil zwei Sponsoren explizit Gelder für diesen Spieler geben wollten. Der Spieler und sein Agent haben von Beginn an ihre Untergrenze genannt. Ich war mit der Verpflichtung einverstanden, weil Tyson ein Profi ist und uns sportlich extrem geholfen hätte. Leider konnte seine finanzielle Untergrenze nicht aufgebracht werden.

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