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Rückblick und Vorschau

Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges blickt auf die angelaufene Saison zurück und gibt auch einen kleinen Ausblick was die Fans in der nächsten Saison in Essen erwartet:

Herr Gentges, Gratulation an Sie und die Mannschaft zu einer tollen Saison und ganz starken Play-Offs zum Ende.

Vielen Dank, das sehe ich genau so und als erstes möchte ich mich bei meiner Mannschaft sowie unserem Betreuer- und Ärzte Team für eine wieder Mals tolle Saison bedanken. Meine Meinung die ich vor den Play-Off’s deutlich geäußert habe, bleibt bestehen und diese wurde auch bestätigt, dennoch haben wir das Optimale herausgeholt, mehr geht nicht. Großen Dank auch an unsere Fans, die uns insbesondere in den Play-Offs hervorragend unterstützt haben.

Sie wären dennoch gerne ins Halbfinale gegen Tilburg eingezogen!?

Selbstverständlich, ich will immer gewinnen und ich tue auch ALLES dafür. Leider können das einige, aus den unterschiedlichen Bereichen, nicht von sich behaupten. Und auch deren „alles“ reicht nicht für dieses Niveau.

Nach einer sehr starken Serie und einem verdienten 3:1 gegen Landshut waren Sie auch gegen den Ersten der Oberliga Süd nahe an einer Überraschung. Woran lag es am Ende?

Gegen den Traditions-Club aus Landshut, die Erster der Hauptrunde waren und über eine sehr starke Mannschaft verfügen, waren wir in einer hochklassigen Serie der verdiente Sieger. Gegen Deggendorf waren wir auch nahe dran. Die Entscheidung lag im Vergleich der beiden Top-Reihen. Die Deggendorfer Top-Reihe Leinweber/Gibbons/Röthke hat den Vergleich gegen unsere Top-Reihe mit Thielsch/DeCoste/Pelletier überdeutlich mit 13:2 Toren gewonnen. In allen anderen Bereichen waren wir besser, aber diese Diskrepanz war nicht zu kompensieren. In den Heimspielen wo wir das Recht auf den letzten Wechsel haben, haben wir immer unsere zweite oder dritte Reihe gegen die Deggendorfer Top-Reihe gestellt, die sie größtenteils neutralisiert haben. In den Auswärtsspielen hat die Heimmannschaft dieses Recht und dort hat Deggendorf immer ihre Top-Reihe gegen unsere Top-Reihe gestellt, mit dem Ergebnis, dass deren Top-Reihe unserer Top-Reihe offensiv und defensiv vollkommen überlegen war. Top-Spieler gewinnen Top-Spiele und diese Spieler hatte Deggendorf.

Auffällig war in beiden Serien, dass auf dem Eis alles denkbare ausgereizt wurde, aber sowohl auf als auch neben dem Eis immer fair mit einander umgegangen wurde.

Ich tue immer alles und zwar im Rahmen der Fairness, um zu gewinnen. Darüber hinaus bin ich immer ein fairer Verlierer und auch ein fairer Gewinner. Mit Landshut und Deggendorf auf diesem Niveau zu kommunizieren ist für mich einfach. Auch sie sind professionell, besitzen entsprechendes Niveau und Reputation, dadurch besteht natürlich eine entsprechende gegenseitige Achtung. Profis kommen mit Profis immer entsprechend klar.

In den Play-Offs wurden allerorts auch deutlich die schlechten Schiedsrichter Leistungen angeprangert. Wie stehen Sie dazu?

Von anderen Orten habe ich einiges Video-Material an Fehlentscheidungen gesichtet und einiges über das weitere Drumherum berichtet bekommen. Was uns betrifft, war die Schiedsrichter Leistung im zweiten Spiel in Landshut vollkommen inakzeptabel und dem Niveau auf dem Eis nicht würdig. In den 5 Spielen gegen Deggendorf war sie in den ersten vier Spielen mehr als schwach, im letzten Spiel war sie in Ordnung. Alles in allem entsprachen die Schiedsrichter Leistungen absolut nicht dem gestiegenen Niveau der Oberliga. Warum die aktuell nicht mehr benötigten höherklassigen Schiedsrichter nicht für die Oberliga-Finals eingeteilt werden, ist absolut nicht nachvollziehbar.

Ihre Worte „nach der Saison, ist vor der Saison“, jetzt geht es darum Spieler zu verabschieden und eine neue Mannschaft zu bauen. Wie ist da der Stand der Dinge?

Ja, so ist das Geschäft, Abgänge und Neuzugänge gehen einher, selbstverständlich laufen die Planungen schon seit Langem. So lange trotz steigender Zuschauerzahlen im Etat der Mannschaft nichts hängen bleibt, müssen wir uns leider jedes Jahr neu erfinden. Eine Mannschaft, die eine starke Saison spielt, bekommst Du in der folgenden Saison nicht mehr fürs gleiche Geld, das gilt auch für jeden einzelnen Spieler. Und wenn Du nicht mehr Geld zur Verfügung hast, musst Du wieder alles umbauen und so sieht es leider auch wieder für die kommende Saison aus. Dazu kommt noch, dass die Oberliga, auf Grund der neuen U-Regelung in der DEL 2 und DEL und dadurch folglich auf Grund des dünnen Spielermarktes, natürlich um einiges teurer wird. Selbstverständlich erhält die Oberliga durch die älteren Spieler die aus höheren Ligen folglich in der Oberliga anheuern müssen, nochmals ein wesentlich höheres Niveau, aber diese Spieler sind auch wesentlich teurer.

Und die jungen Perspektivspieler, die hier hervorragend ausgebildet werden, wechseln in höhere Ligen.

Genau so ist es. Wir holen sie für kleines Geld, entwickeln sie mit optimalem Training, viel Eiszeit und Vertrauen in optimaler Form und dann gehen sie für mehr Geld in höhere Ligen. Das ist für uns eine enorme Auszeichnung und Signal für neue junge Perspektivspieler. Wir waren in den letzten vier Jahren ein reiner Ausbildungsbetrieb und haben dennoch ganz oben mitgespielt, also haben wir immer wesentlich mehr als das Optimale aus den zur Verfügung stehenden Mitteln gemacht. Da ist es doch klar, dass höherklassige Vereine gezielt auf unsere Arbeit und unsere jungen Spieler schauen und das wollen wir doch auch. Allein nach dieser Saison haben mit Andrej Bires, Marcel Pfänder, Oliver Granz, Julian Lautenschlager, Thomas Gauch, Leon Fern und Julien Pelletier sieben Spieler Angebote aus höheren Ligen vorliegen.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die DNL die Jahrgänge einfiert, sprich jetzt keine Spieler in den Seniorenbereich gespült werden, da sind Sie bei der neuen Kaderzusammenstellung alles andere als zu beneiden.

Unsere jetzt top ausgebildeten jungen Spieler gehen in höhere Ligen, aus der DNL wird auf Grund des Einfrierens der Jahrgänge nichts Adäquates in den Seniorenbereich gespült und die Spieler die aus höheren Ligen auf Grund der neuen U-Regelungen in die Oberliga müssen, kosten entsprechendes Geld was wir nicht haben. Es wird eine brutale Aufgabe, aus diesem hochexplosiven Gemisch und mit unseren finanziellen Mitteln noch ein schlagkräftiges Team zu stellen. Not macht erfinderisch, aber das mache ich jetzt schon seit vier Jahren und bei unserem ganzen sportlichen Erfolg muss im Kaderetat auch endlich mal was hängen bleiben. Die Oberliga wird jedenfalls sportlich immer besser und professioneller, um da noch mitzuhalten brauchen wir einen höheren Kaderetat, unser Preis-Leistungsverhältnis ist seit langem vollkommen ausgereizt.

Stand jetzt können wir folgenden Stand bekannt geben:

Marcel Pfänder und Thomas Gauch haben erfreulicherweise verlängert. Beide brauchen aus unterschiedlichen Gründen noch eine Saison bei uns, mit optimalem Training, viel Spielpraxis und somit höchstem Vertrauen des Trainers, damit sie danach als gestandene Spieler und nicht als U-Spieler und somit Quotenspieler höherklassig wechseln können.

Mit Leon Fern sind wir noch in Verhandlungen. Auch er hat Angebote aus höheren Ligen. Aber was bringt es ihm als Verteidiger Nr. 7/8 die Bank warm zu halten. Bei uns hat er viel Eiszeit, Vertrauen und Top-Training, da entwickelt er sich doch viel besser. Ich denke noch eine Saison bei uns und dann sollte er höherklassig gehen.

Marvin Deske, Marko Babic, Denis Fominych, Wener Hartmann, Enrico Salvarani, Lucas Topfstedt und Christoph Ziolkowski erhalten keine neuen Verträge.

Andrej Bires geht selbstverständlich in höhere Ligen. Er hat das Niveau dafür und die richtige professionelle Einstellung, er ist mit uns den richtigen und für beide Seiten sehr erfolgreichen Weg gegangen.

Julian Lautenschlager und Oliver Granz würden wir natürlich liebend gerne behalten, aber sie müssen jetzt in höhere Ligen. Beide haben das Potential und die Zeit ist jetzt reif für sie. Genau für solche Spieler machen wir das hier in Essen.

Bei Dennis Thielsch konnten wir leider nicht mit dem Angebot der Konkurrenz mitgehen, insbesondere die gewünschte Vertragslaufzeit wollten wir dann nicht eingehen.

Sebastian Staudt hatte unser Vertragsangebot aus finanziellen Gründen über mehrere Wochen nicht akzeptiert, als er es annehmen wollte, hatten wir dann schon einen neuen Torwart verpflichtet. Er wird problemlos einen neuen Verein finden.

Dominik Ochmann zieht es in seine Heimat Süddeutschland zurück, insbesondere auch weil er im August sein Studium beendet hat und sich dann dort beruflich gewisse Möglichkeiten ergeben. Ihn hätten wir gerne behalten und ihn kann ich jedem Oberliga-Süd Club empfehlen.

Import-Spieler Kyle DeCoste wird Stand jetzt in seine Heimat Kanada zurückkehren und dort in die Schiedsrichter-Branche einsteigen. Unser zweiter Import Julien Pelletier ist erst 21 Jahre alt und mit hohen Ambitionen nach Europa gekommen. Er beabsichtigt in höhere Ligen zu wechseln, des Weiteren hat er Oberliga-Angebote für enormes Geld, das eine können und das andere wollen wir ihm nicht bieten.

Mit den jungen Spielern Christian Schmidt (18 Jahre) und Raphael Grünholz (20 Jahre) werden in den nächsten Tagen noch Gespräche stattfinden.

Routinier Tom Fiedler und Dominik Lascheit, den es auch in seine Heimat Norddeutschland zurück zieht, sprengen mit ihren finanziellen Vorstellungen, für die von uns für sie angedachten Positionen, unseren finanziellen Rahmen.

Allen Abgängen wünschen wir für die Zukunft alles Gute.

Über die Kader-Zusammenstellung bzw. Neuzugänge für die Saison 2018/2019 werden wir regelmäßig berichten.

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