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Irre Aufholjagd gegen Leipzig wird belohnt

„Andere Mannschaften sind so stark? Wir stehen jetzt vor Duisburg und wir stehen vor Leipzig, so viel können wir nicht falsch gemacht haben“, sagte ein sichtlich entspannter Cheftrainer Frank Gentges in der Pressekonferenz nach dem Spiel seiner Moskitos gegen die Gäste aus Leipzig. 5:3 (0:1, 0:1, 5:1) hieß es am Ende, wobei es nach 40 Minuten nach einer Heimniederlage gegen die Icefighters aussah. Unter der vergangenen Woche war bei den Moskitos an einen geordneten Trainingsbetrieb kaum zu denken, denn immer wieder fehlten Spieler, die sich allesamt mit einem Grippevirus infiziert hatten und es war teilweise wirklich recht leer auf dem Eis. In den ersten 40 Minuten war das aus Sicht der Essener Moskitos dann auch recht zäh, man merkte, dass keine Reihe das auf die Eisfläche brachte, was sie bringen kann. Umso höher ist es zu bewerten, dass diese Mannschaft in den letzten 20 Minuten noch mal über die Grenze ging und am Ende das Spiel komplett drehte.

Leipzig begann konzentriert, hatte in den ersten Minuten mehr vom Spiel und scheiterte nach knapp vier Minuten an der Latte des Essener Tores, in dem Basti Staudt stand. Nach knappen 10 Minuten war es dann geschehen, Michal Velecky, dessen Spielweise in Essen bestens bekannt ist, spazierte in seiner unnachahmlichen Art durch die Essener Defensive und ließ auch Basti Staudt im Tor keine Chance. Die Moskitos kaum mit zwingenden Spielzügen, Leipzig machte gegen die wenigen Angriffe gut dicht und wenn etwas durch kam war Benedict Rossberg da. Erst etwa vier Minuten vor der Pause eine gute Torchance der Moskitos, doch es blieb beim 0:1. Fast sogar noch der zweite Gästetreffer, doch der Pfosten half den Moskitos.

Ähnliches Bild im 2. Drittel, die Moskitos mühten sich, überhaupt gefährlich zu sein, Leipzig blockte die Angriffe der Moskitos gut und drückte selbst auf das Essener Tor. Zwar hatte Dennis Thielsch zu Beginn eine gute Chance, doch Rossberg passte auf. Auch das Powerplay half in dieser Phase nicht, als Velecky saß blieben die Moskitos harmlos. Besser machten es auch hier die Gäste. Paavilainen konnte ungehindert vor dem Essener Tor kreuzen, die Verteidiger wurden gut geblockt und als er seine beste Position gefunden hatte, haute er die Scheibe halbhoch ins lange Eck.

Was dann passierte kann man schwer beschreiben, in der 45. Spielminute drückten die Moskitos auf das Leipziger Tor, Julian Lautenschlager probierte es von halbrechts und der abgefälschte Schuss rutschte unter dem Jubel der gut 1.100 Fans ins Tor der Gäste. Von nun an hatten die Gäste ihre Mühe mit den Wohnbau Moskitos, denn diese gaben noch einmal alles um doch noch zu punkten. Gut zwei Minuten nach Treffer Eins fuhren wieder Lautenschlager mit dem Puck, Pfänder und Gauch einen Konter gegen Rossberg und einen Leipziger Defender. Und Lautenschlager machte das clever, täuschte den Pass an und hämmerte die Scheibe dann links oben in den Winkel. Und aus Sicht der Essener Fans sollte es noch besser kommen, Bires und Lautenschlager beschäftigten die Leipziger Defensive hinter und neben dem Tor von Rossberg. So lange, bis Denis Fominych vor dem Tor in der besten Position war, seine Abnahme passte perfekt. Spiel gedreht!

Eine schöne Einzelaktion von Antti Paavilainen brachte noch einmal den Ausgleich, doch nun hatten die Moskitos auch das bisschen Glück, was in den ersten 40 Minuten nicht erarbeitet wurde. Schlagschuss Ochmann, der knallte hinter die Scheibe von Rossbergs Tor und Bires spitzelte den Rebound am Leipziger Torwart vorbei zur erneuten Führung des Essener Teams. Dem dreifachen Torschützen blieb der letzte Treffer vorbehalten. An Leipzigs blauer Linie spitzelte er dem Verteidiger der Gäste den Puck vom Schläger, fuhr ein paar Meter auf Rossberg zu und ließ dem Gästetorwart keine Chance. Frank Gentges in der Pressekonferenz: „Wir wissen wie laufstark beide Mannschaften sind, dieses Jahr ist Leipzig etwas laufstärker als letztes Jahr. Ist klar, jetzt haben sie einige Spieler von uns. Kämpferisch beide Mannschaften sehr gut, wir haben jeder drei Blöcke aufs Eis gebracht. Nach zwei Dritteln haben wir auch gesagt, wollen wir die Reihen nochmal ändern, wir hatten unsere Chancen. Wir haben’s nicht gemacht, sind einfach so geblieben. Haben konstant weitergespielt, haben an uns geglaubt und die fünf Tore gemacht. Am Ende geht der Sieg dann auch so in Ordnung.“

Tore: 0:1 (9:55) Velecky (Eichelkraut, Tramm) 0:2 (33:12) Paavilainen (Velecky, Eichelkraut) 1:2 (44:27) Lautenschlager (Bires, Pfänder) 2:2 (46:56) Lautenschlager (Pfänder, Gauch) 3:2 (51:45) Fominych (Lautenschlager, Bires) 3:3 (52:32) Paavilainen (Eichelkraut) 4:3 (56:00) Bires (Ochmann, Thielsch) 5:3 (58:31) Lautenschlager – Strafen: Essen: 6 – Leipzig: 8 – Schiedsrichter: Engelmann, Tony (H. Pernt – M. Stoermann) – Zuschauer: 1.123

Bilder: Uwe Vogt

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