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Punkt verloren, Tabellenplatz gewonnen.

Das wäre ein einfaches, aber am Ende stimmiges Fazit eines zähen Spiels der Wohnbau Moskitos gegen insgesamt 16 aufopferungsvoll kämpfende Harzer Falken Spieler am Essener Westbahnhof. Bernd Wohlmann, der Trainer der Gäste aus dem Harz war am Ende auch sehr zufrieden mit dem einem Punkt. Frank Gentges, Cheftrainer der Essener Kufenflitzer, sprach von mangelnder Chancenverwertung, einem dummen Foul in den Schlussminuten und einem weiteren verschenkten Punkt gegen Braunlage.

58:25 Torschüsse war die Bilanz zugunsten der Essener Moskitos, doch entweder verfehlten die Essener Stürmer gleich reihenweise das von Dennis Korff gehütete Tor der Falken, oder er hatte Schoner oder Fanghand zwischen Puck und Netz, so dass es bereits im ersten Drittel lange Zeit sehr unbefriedigend für die Essener Zuschauer war. Die vier mitgereisten Fans aus dem Harz hatten dagegen ihren Spaß und feierten lautstark ihr Team. Bis zur 15. Spielminute mussten die gut 800 Zuschauer warten, bis zum ersten mal Jubeln durften. Den Chancen nach hätte es bereits hinter Korff einschlagen müssen, doch irgendetwas, oder irgendwer verhinderten die Essener Führung. Bereits nach 8 Minuten hatte Christoph Ziolkowski im Powerplay die gute Chance, verzog aber knapp. In der 15. Spielminute gelang im das deutlich besser, aus halbrechter Position bekommt der Stürmer von der Bande den Rückpass von Dominik Lascheit und versenkt zur Führung aus kurzer Distanz. Für den ersten Abschnitt war es das jedoch bereits, mit dem knappen Ergebnis geht es zur ersten Pause. 

22:4 Schüsse zeigt die Torschussstatistik der Moskitos für das zweite Drittel, das reine Drittelergebnis bleibt jedoch mit 1:1 weiterhin sehr mager. Und die Moskitos mussten nach der Hälfte der Gesamtspielzeit in eigener Überzahl sogar den Ausgleich fressen. Beste Chancen hatten die Essener in Überzahl, doch kein Treffer und dann fing Viktor Bjuhr den Puck vor dem eigenen Tor ab, lief wieselflink mit Christian Schock in Richtung Sebastian Staudt. Gegen zwei Essener Verteidiger brachte Bjuhr die Scheibe zu Schock und irgendwie trudelte sie dann an Staudt vorbei in Essener Tor. Auf den Rängen war es bereits sehr still geworden, doch Andrej Bires änderte das kurz vor Drittelende wieder. Nach mehreren Versuchen brachte er den Puck dann doch irgendwann vorbei an Korff zur erneuten Führung. Mit der Schlusssirene noch eine Topchance für die Moskitos, die am Tor vorbeisegelt.

Fiedler mit dem Versuch des Bauerntricks, scheiterte. Lautenschlager mit einer Topchance aus kurzer Distanz, scheiterte. Pfänder über das komplette Spielfeld bis kurz vor Korff, scheiterte am Schoner. Lascheit setzte sich gut durch bis kurz vorm Tor, im letzten Moment hatte ein Falke seinen Schläger dazwischen, so ging es im letzten Drittel weiter. Und dann kam das Unheil doch noch über die Moskitos, 3:43 Minuten bevor die Wohnbau Moskitos das Spiel vielleicht über die Zeit gerettet hätten, oder per Empty Net hätten gewinnen können, leistete sich Marvin Deske im Drittel der Falken einen Stockschlag, Schiedsrichter Naust befand, dass das 2 Minuten wert wäre und der Essener Stürmer durfte auf die Bank. Beim anschließenden Powerplay der Falken staubte am Ende Thomas Schmid ab, der völlig freigespielt die leere Ecke des Tores vor sich hatte. Quasi mit dem Schluss hatte Tom Fiedler noch die Topchance alleine vor Korff, doch auch hier blieb das Ergebnis auf der Anzeigetafel unverändert.

Overtime! Und nach einer Minute der Verlängerung musste Falken Kapitän Alexander Engel auf die Strafbank. Die Moskitos warteten auf die beste Position, die hatte dann Kyle De Coste. Den ersten Schuss setzte er noch an den Pfosten, doch den Rebound nahm der Kanadier auf und versenkte zum letztlich zähen, aber verdienten Essener Sieg. Wohnbau Moskitos Cheftrainer Frank Gentges sagte in der Pressekonferenz: „Chancen haben wir genügend gehabt um dieses Spiel, nicht problemlos zu gewinnen, aber zu gewinnen. Aber wir haben eine Mannschaft gegen uns gehabt, die aufopferungsvoll gekämpft hat, das haben wir in Braunlage auch gehabt, wir haben beide Spiele gewonnen, aber so Spiele musst du gewinnen. Und wenn es so Spiele sind und du vorne die Chancen nicht machst, dann darfst du nicht kurz vor Schluss 55 Meter vorm eigenen Tor einem so saudumm auf die Finger kloppen. Damit erweist du der Mannschaft einen Bärendienst. Ich bin froh, dass De Coste am Ende nachsetzt und den Abpraller nimmt, nicht die Verantwortung den Kollegen überlässt und das Spiel damit entscheidet“

Tore: 1:0 (14:35) Ziolkowski (Lascheit, Deske) 1:1 (30:23) Schock (Bjuhr, Franz, SH1) 2:1 (38:54) Bires (Lautenschlager, Pfänder) 2:2 (56:59) Schmid (Hendrikx, Bjuhr, PP1) 3:2 (62:00) De Coste (Pelletier, Staudt, PP1) – Strafen: Essen: 6 – Harzer Falken: 10 – Schiedsrichter: Naust, Marc-Andre (E. Berger, J. Schaefer) – Zuschauer: 816

Bilder: Uwe Schmitz und Sascha Lamozik/FEE

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