Wohnbau Moskitos bei Essen on Ice

Zum traditionellen Einrodeln, der sportlichen Eröffnung der Eisfläche auf dem Kennedyplatz in der Essener Innenstadt, traten auch zwei Moskitos an. Niklas Hildebrand und Nico Ehmann hatten auf der Rampe neben der Eisbahn viel Spaß und machten die Gaudi schnell noch vor dem wichtigen Heimspiel gegen Leipzig mit. Doch mit der Eröffnung ist es auch in diesem Jahr nur ein Einstieg auf die „Eiszeit in der Fußgängerzone“, auch an drei weiteren Terminen werden die Spieler der ersten Mannschaft der Wohnbau Moskitos, gemischt mit Spielern aus dem Jugendbereich zu Showtrainings auf dem Kennedyplatz sein.

Und die folgenden Spieler werden jeweils an den Terminen auf dem Eis sein:

Montag, 30.01.2017 von 18 Uhr bis 19 Uhr:

  • Sebastian Eickmann, Philipp Gejerhos, Nico Ehmann, Oliver Granz, Julian Lautenschlager, Dennis Thielsch

Montag, 13.02.2017 von 18 Uhr bis 19 Uhr:

  • Josef Huber, Werner Hartmann, Oliver Granz, Julian Lautenschlager, Dominik Patocka

Montag, 06.03.2017 von 18 Uhr bis 19 Uhr:

  • Jan Barta, Andrej Bires, Dominik Patocka, Niklas Hildebrand, Christoph Ziolkowski

Wir werden allerdings auch jeweils vor den einzelnen Trainings noch einmal kurz informieren.

Und nun ein paar Impressionen vom Einrodeln mit Nico Ehmann und Niklas Hildebrand:

 

Alle Bilder mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung durch Stefanie Schwarzin / EMG

„Offensiv zu wenig, defensiv zu schwach“

Das waren die Einstiegsworte des Gästetrainers Sven Gerike auf der Pressekonferenz nach dem Spiel seiner Icefighters aus Leipzig bei den Wohnbau Moskitos Essen. Und er hatte Recht, mit 6:2 (1:0, 2:1, 3:1) und einer Schussstatistik von 46 zu 24 Schüssen hätten die Gäste sich über eine höhere Niederlage wahrlich nicht beschweren können. Bereits nach vier Minuten musste Kevin Beech im Gästetor das erste Mal hinter sich greifen. Dimitri Komnik saß auf der Strafbank und die Moskitos legten sich den Gegner zurecht. Veit Holzmann schob den Puck zu Michal Velecky, stellte sich selbst in den Slot, doch Velecky hatte anderes im Sinn, kurvte um das Tor und schob den scharfen Pass durch Freund und Feind hindurch zum langen Pfosten. Julian Lautenschlager hatte keinerlei Mühe den Puck im leeren Tor unterzubringen. Und die Essener wirbelten weiter, ein ums andere Mal hatten die Zuschauer bereits den Torschrei auf den Lippen, doch das Ergebnis hatte auch nach 20 Minuten noch Bestand.

Wie schon in vielen Spielen zuvor bringen die Wohnbau Moskitos den Puck trotz bester Chancen einfach nicht im Tor der Gegner unter, doch die Mannschaft bleibt heute geduldig und das wird belohnt. Robin Slanina schlägt mit der Scheibe am Schläger Haken quer durch das Leipziger Drittel, niemand kann ihn trennen, bis der Stürmer die richtige Position hat und den Puck zum erlösenden 2:0 in die Maschen schlenzt. Doch die Gäste haben noch nicht aufgegeben, knapp zwei Minuten später ist Edward Gale zwar bedrängt, hat aber immerhin noch Platz genug um den Puck hinter Staudt zu versenken. Fans und Mannschaft wachsen hier zusammen, und noch vor der Pausensirene steht wieder der alte Torabstand auf der Anzeigetafel. Michal Velecky schnapp sich an der blauen Linie die Scheibe, die ihm förmlich am Schläger klebt, lässt zwei Leipziger alt aussehen und gegen den platzierten Schuss hat auch Beech keine Chance.

Mit einem Doppelschlag machen die Wohnbau Moskitos dann zu Beginn des zweiten Drittels den Sack zu. Zunächst darf Robin Slanina wieder so lange im Drittel der Icefighters kurven bis der Weg zum Tor frei ist, der Puck zappelt zum vierten Mal in den Maschen. Dann dürfen Hildebrand und Patocka sich gegen Beech versuchen, den Treffer macht dann Andrej Bires, der den dritten Abpraller versenkt. Der kurzzeitige Anschlusstreffer, nachdem die Moskitos Defensive die Scheibe im eigenen Drittel nicht unter Kontrolle bekommt, nehmen die Jungs von Frank Gentges einfach so hin. Andrej Bires hat seinen zweiten Treffer auf dem Schläger, kurvt von links auf Beech zu, scheitert jedoch knapp, allerdings drückt Niklas Hildebrand den Abpraller dann doch über die Linie. Damit sind die Wohnbau Moskitos phänomenal mit drei Siegen und neun Punkten in die Meisterrunde gestartet. Die Fans haben dazu über 60 Minuten eine tolle Stimmung gemacht, von der Frank Gentges in der Pressekonferenz sagte: „Das war toll heute, das haben wir verdient, macht das bitte immer so“.

Zum Spiel sagte der Chefcoach in der Pressekonferenz: „Wir haben sehr viele Chancen gehabt, die haben wir gut rausgespielt, aber dann haben wir wieder gewartet und gespielt und gewartet wann die Tore dann fallen. Wir haben uns das alles viel zu schwer gemacht, 3-4 Mal leeres Tor gehabt, die haben wir nicht gemacht, aber da müssen wir draus lernen, das wissen wir, dass wir die Defizite haben. Aber wir bleiben von der Strafbank weg, wir sind Nummer Eins bei Gegentoren, das macht uns stark und wenn dann noch Tore abfallen, ohne Druck, dann bin ich sehr zufrieden damit. Das Spiel war sehr intensiv, ich habe das Spiel sehr stark empfunden, das war ein ganz starkes Oberliga Spiel.“

Tore: 1:0 (4:05) Lautenschlager (Velecky, Holzmann, PP1) 2:0 (35:45) Slanina (Thielsch, Granz, PP1) 2:1 (37:37) Gale (Raaf-Effertz, Weber, PP1) 3:1 (39:44) Velecky (Lautenschlager, Holzmann) 4:1 (42:33) Slanina (Ziolkowski, Pruden) 5:1 (43:24) Bires (Patocka, Hildebrand) 5:2 (44:35) Lazorko (Miethke) 6:2 (53:59) Hildebrand (Bires) – Strafen: Essen: 8 – Leipzig: 12 – Schiedsrichter: Kowert, Andreas (W. Gerth, P. Leven) – Zuschauer: 776 – Schüsse auf das Tor: 46 zu 24

Können die Moskitos den Traumstart ausbauen?

Nach dem Traumstart der Wohnbau Moskitos in die Meisterrunde der Oberliga Nord, geht es am kommenden Freitag (20 Uhr – Eissporthalle Essen-West) weiter mit dem Heimspiel der Moskitos gegen die Icefighters aus Leipzig. Am Sonntag geht es dann wieder in den Bus für das Team von Chefcoach Frank Gentges, Ziel ist die niederländische Provinz Nordbrabant. Um 19 Uhr startet dann das Spiel der Wohnbau Moskitos bei den Tilburg Trappers. Frank Gentges sagte es zuletzt bereits, es gibt jetzt nur noch starke Gegner, die Wohnbau Moskitos müssen also wie am Startwochenende der Meisterrunde mit einer starken kämpferischen und taktischen Leistung aufwarten um den Traumstart fortsetzen zu können.

Nach dem Heimspiel gegen die Saale Bulls Halle am letzten Sonntag geht es am kommenden Freitag mit einem weiteren Heimspiel weiter. Und damit es erfolgreich weitergeht braucht das Team der Moskitos jeden Zuschauer, jede Stimme und jede Unterstützung die es bekommen kann. Das jedenfalls war über die sozialen Medien aus der Mannschaft gekommen, und das wünschen sich auch Vorstand und Unterstützer der Stechmücken. Eine erfolgreiche Hauptrunde kann sicherlich mit diesem Team eine Fortsetzung finden, doch nur, wenn jetzt wirklich auch von den Rängen der Funke überspringt. Mit Euch! Für die Moskitos! Für Essen! Für die Playoffs!

Bei den Icefighters war der Start in die Meisterrunde durchwachsen. Bei den starken Crocodiles gab es zum Auftakt eine 5:2 Niederlage. Offenbar fand die Defensive der Leipziger zu keiner Zeit ein wirkliches Mittel gegen den Top-Scorer der Hanseaten, Brad McGowan. Gleich drei Treffer steuerte der Stürmer, der mittlerweile bei knapp 100 Punkten liegt, zum Erfolg der Farmsener bei. Am Sonntag machten es die Icefighter dann besser und bezwangen den Tabellenzweiten Tilburg mit 5:2. Nach einem torlosen ersten Drittel gelang den Leipzigern im zweiten Abschnitt die beruhigende Führung, um die Gäste am Ende in die Knie zu zwingen. Auf dem siebten Tabellenplatz, hat das Team von Sven Gerike zwar nach hinten (Wedemark) noch Luft, doch nach vorne sind es gerade zwei Punkte auf Halle, was natürlich eine gewisse Rivalität mit sich bringt.

Beim sportlichen Meister in Tilburg war für das Team von Frank Gentges bisher wenig zu holen. Durchaus Zeit also, dass auch hier einmal der Knoten platzen wird und die Wohnbau Moskitos auch hier einmal überraschen können. Die Niederländer sind in dieser Saison bisher auf heimischem Eis noch ungeschlagen, aber nicht unschlagbar wie das Spiel in Leipzig zeigt. Der Auftakt in die Meisterrunde war auch für Tilburg mehr als leicht. Im ersten Spiel rang das Team von Bohuslav Subr am Ende den Tabellenführer Herne mit 2:0 nieder. Für reichlich Spannung ist also gesorgt. Kann das Team vom Westbahnhof den guten Start in die Meisterrunde bestätigen und Platz Vier vor Hamburg verteidigen?

Einrodeln, wer bei den Events in Essen fit ist, kennt es vielleicht. Mit dem Einrodeln wird alljährlich die Eiszeit in der Essener Innenstadt auf dem Kennedyplatz eröffnet. Auch in diesem Jahr wird es im Herzen der City wieder eine Eisfläche geben auf der die vielfältigsten Aktivitäten stattfinden. Und auch in diesem Jahr werden die Moskitos an drei Terminen (ausführlicher Bericht folgt in den nächsten Tagen) mit Spielern der 1. Mannschaft und aus dem Jugendbereich vertreten sein. Zum morgigen Einrodeln werden zwei Spieler der 1. Mannschaft die Farben Grün/Lila vertreten. Wer also zwischen 12 und 12:30 Uhr sowieso in der Innenstadt ist sollte ein Auge auf den Kennedyplatz werfen, Niklas Hildebrand und Nico Ehmann werden mal vorbeischauen.

Sechs Punkt Auftakt in die Meisterrunde

Mit einem in dieser Höhe verdienten 4:2 (1:1, 2:0, 1:1) Sieg gegen die Saale Bulls Halle, gewannen die Wohnbau Moskitos auch das zweite Spiel der Meisterrunde. Sechs Punkte Auftakt also nach dem Sieg in Duisburg für das Team von Cheftrainer Frank Gentges.

Die Essener bekamen direkt den Druck der Gäste zu spüren und bereits in den ersten Minuten hatten Sebastian Staudt im Tor und die Essener Defensive so einiges zu tun. Es sah fast so aus als hätten sich die Gäste vorgenommen, nach ihrem glatten 6:0 Sieg vom Freitag auch die Moskitos auf eigenem Eis zu überrennen. Doch Staudt und seine Vorderleute bekamen das ganz gut hin, verteidigten ihr Gehäuse und Drittel geschickt, konzentriert und diszipliniert. Nach Vorne folgten immer wieder einzelne Stiche und einer dieser Stiche führte in der 19. Spielminute zum 1:0. Dennis Thielsch hatte an der blauen Linie gesehen, dass Robin Slanina in den Slot startete, der Pass, Slanina verlud auch noch geschickt Sebastian Albrecht und es stand 1:0. Leider währte die Freude nicht lange, denn bereits im Gegenzug übersah die Moskitos Defensive den völlig freistehenden Philipp Gunkel und mit 1:1 ging es in die erste Pause.

Das Niveau der ersten 20 Minuten konnten die Gäste im 2. Drittel nicht halten, die Moskitos ihrerseits begannen nun zu drücken und bekamen das Spiel in den Griff. Bereits in der 27. Spielminute hatte Christoph Ziolkowski eine sehr gute Gelegenheit, doch er verzog knapp. Nun begannen die Wohnbau Moskitos zu drücken, und endlich half mal das Powerplay. Michal Velecky mutterseelenalleine am langen Pfosten, beim Pass von Veit Holzmann war das Tor dann quasi leer und es stand 2:1. Mit der knappen Führung ging es in die zweite Pause.

Der letzte Abschnitt war 41 Sekunden alt, da schlägt es erneut hinter Albrecht ein, ein kluges Zuspiel von Andrej Bires schlenzt Dominik Patocka an Albrecht vorbei. Die Gäste wackeln nun, die Wohnbau Moskitos haben weitere Chancen, doch das Tor machen die Gäste dann doch. Mehrere Male kurven die Bulls um das Tor der Moskitos, einen tollen Schuss fischt Staudt noch am Pfosten weg, doch nach einem Abpraller ist es Artur Tegkaev, der den Anschlusstreffer erzielen kann. Die Antwort folgt sofort, gut eine Minute später startet Niklas Hildebrand von links ins Gästedrittel. Das starke Zuspiel von Andrej Bires nagelt Hildebrand dann auch ins Tor der Gäste. Die restlichen gut acht Minuten verteidigt das Team von Frank Gentges geschickt das eigene Drittel, hat bei einer kurzzeitigen Herausnahme von Albrecht die Chance, doch Halle kann das 5:2 durch ein Foul verhindern. Damit laufen die letzten Minuten runter, ohne dass noch etwas anbrennt.

In der Pressekonferenz sagte Frank Gentges. „Ich weiß gar nicht wie oft wir im 2. Drittel vorbeigeschossen haben, wir sind ganz klar der verdiente Sieger, da haben wir genau fortgesetzt was wir am Freitag in Duisburg gemacht haben. Wir sind von der Strafbank runtergeblieben, wir haben versucht jedes Gegentor zu vermeiden. Wir haben jetzt nur noch Top-Gegner, aber wenn wir komplett sind haben wir Chancen das ein oder andere Pünktchen einzufahren. Wir haben leider zwei Spieler mit Bandscheibenvorfall verloren, Eickmann musste schon vor dem Spiel passen, Gejerhos während des Spiels. Das zu kompensieren wird sehr schwer, aber für meine Mannschaft war der Start mit sechs Punkten optimal.“

Tore: 1:0 (18:05) Slanina (Thielsch, Erk) 1:1 (18:29) Gunkel (G. Albrecht, Zille) 2:1 (31:18) Velecky (Holzmann, Granz, PP1) 3:1 (40:41) Patocka (Bires, Ehmann) 3:2 (50:27) Tegkaev (Bacek, D. Albrecht) 4:2 (51:51) Hildebrand (Bires) – Strafen: Essen: 4 – Halle: 8 – Schiedsrichter: Weiss, Ramona (H. Pernt, M. Störmann) – Zuschauer: 663 – Schüsse auf das Tor: 32 zu 28

Mit einem Paukenschlag in die Meisterrunde

Wahrlich mit einem Paukenschlag starten die Wohnbau Moskitos in die Meisterrunde und gewinnen am Ende völlig verdient bei Favorit Füchse Duisburg mit 2:1 (1:0, 0:0, 1:1) Insgesamt wirkten die Füchse in den ersten acht bis zehn Minuten optisch wacher, doch das Team von Cheftrainer Frank Gentges bekam die Begegnung an der Wedau mit zunehmender Spieldauer immer besser in den Griff. Am Ende gewannen die Wohnbau Moskito mit einer taktischen, disziplinierten und vor allem kämpferischen Top-Leistung verdient an der Wedau.

Wie es manchmal so ist, begann auch das erste Meisterrunden Derby leicht nervös. Nach ganzen 25 Sekunden wanderte Duisburgs Raphael Joly wegen eines Ellbogen-Checks bereits in die Kühlbox. In der zweiten Spielminute gerieten sich Duisburgs Manuel Neumann und Essens Veit Holzmann in die Jahre, beide durften dann für 2 + 2 + 10 Minuten nachdenken. Gestützt auf einen bestens aufgelegten Sebastian Staudt im Tor der Moskitos überstanden die Gäste die ersten 10 Minuten ohne Gegentor. War es zu diesem frühen Zeitpunkt des Spiels schon ein wenig Resignation im Duisburger Spiel, dass der frühe Treffer nicht gelingen wollte? Das Team von Lance Nethery verlor irgendwie den Faden und die Wohnbau Moskitos wurden stärker. Die Belohnung folgte in der 11. Spielminute, als Werner Hartmann nach einem Pass aus der Ecke die Führung für die Gäste erzielen konnte.

Für die Füchse entwickelte sich das Spiel zu einem Spiel wie an einem Freitag, den 13. So recht ging nichts mehr zusammen, Angriffe fanden nicht den Mitspieler, nicht den finalen Pass. Was dennoch durch die gut gestaffelte Moskitos Defensive kam, fand einen Meister in Sebastian Staudt. Je sechs Strafminuten auf beiden Seiten gaben beiden Teams Chancen im zweiten Drittel, doch Tore fielen keine. So ging es mit der knappen Führung der Wohnbau Moskitos bis weit in den letzten Abschnitt. Die mitgereisten Fans der Wohnbau Moskitos hofften auf den Auswärtserfolg im Derby und die Fans der Füchse hofften immer noch auf den Ausgleich. Doch der Ausgleich sollte nicht mehr fallen, zu gut standen die Wohnbau Moskitos, verteidigten ihr Tor, waren von Frank Gentges gut auf das Spiel vorbereitet worden und setzten ihrerseits immer wieder ihre Stiche.

Dann wurde es noch einmal turbulent, in der 57. Spielminute brachte einer dieser Stiche den Wohnbau Moskitos die 2:0 Führung. Michal Velecky, der für Nardo Nagtzaam stürmte und bereits am ersten Essener Treffer beteiligt war, legte für Julian Lautenschlager auf, Peter Holmgren musste zum zweiten Mal hinter sich greifen. Die Freude hielt nur 30 Sekunden, da war auch Sebastian Staudt zum ersten Mal bezwungen, Tom Schmitz erzielte das Tor für die Füchse. Der übliche Ablauf folgte, Lance Nethery nahm gut eineinhalb Minuten vor dem Spielende die Auszeit und seinen Keeper vom Eis. Doch auch das brachte an diesem Abend nicht mehr den Erfolg.

Tore: 0:1 (10:28) Hartmann (Niederberger, Velecky) 0:2 (56:50) Lautenschlager (Velecky, Holzmann) 1:2 (57:20) Schmitz (Beck) – Strafen: Duisburg: 16 plus 10 Neumann – Essen: 16 plus 10 Holzmann – Schiedsrichter: Finknen, Thorsten (D. Kyei-Nimako, P. Leven) – Zuschauer: 2.065 – Schüsse auf das Tor: 36 zu 32

Für die Bilder bedanken wir uns für die freundliche Unterstützung von: http://www.feenstaub-entertainment.de/

Interview von und mit Cheftrainer Frank Gentges

Wir sprachen mit Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges über die gerade beendete Hauptrunde und die anstehende Meisterrunde.

Herr Gentges, Sie sind mit der jüngsten Mannschaft der Liga und der Saisonzielsetzung, nach der Hauptrunde irgendwie unter die Top-8 Mannschaften zu kommen, in die Saison gestartet. Gratulation, dass Ihnen dies sehr eindrucksvoll gelungen ist. Was waren die Hauptgründe dafür?

Wir haben sportlich hervorragend gearbeitet, sind größtenteils von Verletzungen und Krankheiten verschont geblieben und haben zur Auffüllung unseres quantitativ kleinen Kaders entsprechende Förderlizenzspieler abgestellt bekommen. Spieler wie Erk, Niederberger, usw. gehören uns nicht und werden von uns auch nicht bezahlt. Somit konnten wir uns mit einem Punkteschnitt von 2,03 unter den Top-Teams der Liga, mit erheblich höheren Etats und viel erfahreneren Kadern, etablieren und einige davon noch deutlich hinter uns lassen.

Selbstverständlich ist auch bei uns absolute Priorität zu punkten, aber wir dürfen unsere Philosophie, junge deutschen Spieler für höhere Ligen auszubilden, nie aus den Augen verlieren und die Weiterentwicklung dieser Spieler ist vergleichbar optimal. Während bei anderen Teams diese Spieler neben den 15 Ü-Spielern meist nur Beiwerk sind und kaum Eiszeit bekommen, besetzen sie bei uns Führungs- uns Schlüsselpositionen mit enormer Eiszeit.

Was erwarten Sie von der Meisterrunde?

Wir haben unser Saisonziel mehr als erreicht. Was jetzt kommt ist Zubrot. Für unsere junge Mannschaft ist es eine optimale Möglichkeit sich gegen die Top-Teams zu zeigen und weiterzuentwickeln. Jedenfalls gehen wir in kein Spiel als Favorit.

Wir im sportlichen Bereich können das alles sehr gut einschätzen. Alle anderen sollten nie vergessen wo die Moskitos herkommen und wie ich immer sage, man hat nur eine positive Zukunft, wenn man die Vergangenheit versteht. Leider ist das bei gewissen ahnungslosen  Leuten nicht der Fall.

Können Sie das konkretisieren?

Als ich vor drei Jahren nach Essen kam, standen die Moskitos in der Oberliga-West, die nicht ansatzweise das Niveau der jetzigen Oberliga-Nord hatte, unter ferner Liefen, ganz zu schweigen von der wirtschaftlichen Situation. In meiner ersten Saison haben wir dann in dieser Oberliga-West hinter Duisburg den zweiten Platz erreicht. Nach dieser Saison haben sich neben uns nur Herne und Duisburg für die neue Oberliga-Nord qualifiziert, alle anderen spielen jetzt unterklassig. In der letzten Saison haben wir dann auf Grund der finanziellen Situation eine vollkommen alternativlose Philosophie, mit der jüngsten Mannschaft der Liga und der Weiterentwicklung junger deutscher Perspektivspieler in Verbindung mit unseren Kooperationspartnern aus der DEL und DEL 2, entwickelt und eine starke Saison gespielt. In dieser Saison haben wir uns um weitere 4 Plätze verbessert. Somit haben wir uns in den letzten drei Jahren sportlich kontinuierlich verbessert und genau das ist der Grund, warum sich die Moskitos auch wirtschaftlich stabilisiert haben, ohne natürlich mit den Möglichkeiten der Konkurrenz mithalten zu können. Das Preis-Leistungsverhältnis ist vollkommen ausgereizt, somit geht jede weitere sportliche Steigerung nur einher mit einer wirtschaftlichen Steigerung. Gewisse Leute meinen aber noch mehr Stufen auf der Leiter nach oben überspringen zu müssen als wir das ohnehin schon tun und wo das insbesondere in Essen hinführt ist ja aus der Vergangenheit hinlänglich bekannt. Diese ahnungslosen Leute haben jedenfalls nichts aus der Vergangenheit gelernt und leben in einer vollkommen unrealistischen Welt. Eigentlich sollte man auf Grund der Moskitos Vergangenheit, überaus glücklich sein, dass es hier überhaupt noch Eishockey auf diesem Niveau gibt.

Die Pree-Play-Offs sind mit Erreichen der Meisterrunde schon gesichert, was eine gewisse Sicherheit gibt. Gibt es Möglichkeiten das interne Niveau noch zu steigern?

Die jungen Spieler machen alle einen hervorragenden Job mit einem super Preis-Leistungsverhältnis. Dies gilt bis auf 2 bis 3 Spieler auch für die erfahreneren Spieler. Und diese 2-3 Spieler, die alleine schon auf Grund ihres Gehalts Top-Scorer sein müssten und die Mannschaft führen müssten, sind unser Problem. Eishockey ist ein Statistik-Sport und deren Zahlen stimmen weder offensiv noch defensiv. Während bei anderen Teams diese Führungsspieler als „Scorer-Monster“ ihren Job machen und die gesamte Mannschaft mitreißen, treffen diese Spieler bei uns nichts und kassieren noch die meisten Gegentore. Trotzdem haben wir die drittwenigsten Tore der Liga kassiert, daran sieht man mal wie gut wir gearbeitet haben. Aber eine interne Steigerung ist nur Möglich wenn die Zahlen dieser entsprechenden Spieler im Verhältnis zur Konkurrenz endlich mal wenigstens ansatzweise stimmen. Genügend Chancen dafür kreieren wir jedes Spiel und genügend Eiszeit dafür haben sie alleine schon auf Grund unseres kleinen Kaders sowieso. Es kann doch nicht sein dass bei uns dies die 21-jährigen Bires und Hildebrand oder bei den Verteidigern ein 20-jähriger Kaisler oder ein 19-jähriger Granz übernehmen müssen. Jedenfalls ist von uns weder ein Stürmer noch ein Verteidiger unter den Top-20 der Liga vertreten, diese Tore fehlen uns enorm zur Konkurrenz.

Also könnte man mit der diesjährigen Mannschaft größtenteils in die neue Saison starten?

Mit dem Austausch von 2 Spielern und der Verpflichtung von 3 Spitzenspielern, absolut, aber die Spieler haben Angebote aus der DEL 2 und von der Konkurrenz zu wesentlich besseren Konditionen. Das Preis-Leistungsverhältnis bei uns ist jedenfalls vollkommen ausgereizt. Da gewisse ahnungslose Leute aber immer wieder von diesen gewissen Top-Spielern träumen und sprechen, können sie jetzt ja mal zeigen was sie können. Die Spieler dafür habe ich, aber sie wollen auch wie bei der Konkurrenz bezahlt werden. Ich lass mich überraschen ob der Gönner auf dem weißen Schimmel bei uns einreitet…….wenn nicht, einfach mal den Mund halten und der Realität ins Auge schauen.

Sie haben neben Andrej Bires und Michal Velecky mit Nardo Nagtzaam einen weiteren Import Spieler verpflichtet, wie verfahren Sie da?

Wir sind im Leistungssport und damit nach dem Leistungsprinzip, das heißt wenn alle gesund sind, spielen die besten beiden und besten Beiden sind die, die für die Mannschaft am Besten sind und nicht am auffälligsten für die Galerie. Des Weiteren sind wir im Profisport, das heißt, jeder bekommt seine Bezahlung und zwar pünktlich, also erwarten wir auch die entsprechende Gegenleistung, kein Vertrag ist eine Einbahnstraße und Importspieler müssen sich genau wie Deutsche der Konkurrenz stellen, es sei denn sie funktionieren ohne entsprechende Konkurrenz. Michal Velecky haben wir 8 Vorbereitungsspiele und 22 Meisterschaftsspiele, als die halbe Saison, die Chance gegeben und ich kann Statistiken lesen. Er hat in Tilburg eine weitere Chance bekommen und wird auch am Wochenende wieder seine Chance bekommen und ich wünsche mir sehnlichst, dass er sie nutzt, damit er dem Team entsprechend helfen kann.

Wie sieht es mit der Verletzung von Veit Holzmann aus und sind weitere Neuzugänge zu erwarten?

Veit ist in guter ärztlicher Behandlung. Arzt und Spieler bestätigen das in den Griff zu bekommen. Wie gesagt, der Arzt weiß was er tut und Veit ist ein harter Hund, da warten wir mal genau ab.

Spektakuläre Dinge wird es bei uns nicht geben, der Markt ist leer und wenn für uns wirtschaftlich nicht erschwinglich. Wir hoffen weiter auf Förderlizenzspieler und gehen damit unseren Weg.

Dieser Weg wird von Nachwuchs-Experten aus dem DNL-Bereich sehr gelobt, die eine enorme Weiterentwicklung ihrer ehemaligen DNL-Spieler sehen.

Sehen Sie, ich bin jemand der fürs Deutsche Eishockey denkt. Für mich ist die Oberliga eine reine Ausbildungsliga, wo sollen den DNL-Spieler, die nicht direkt zum Stammpersonal der DEL oder DEL 2 gehören, ausgebildet werden, wenn nicht in der Oberliga. Selbstverständlich muss man den jungen Spielern auch erfahrenere Spieler und Importspieler alleine schon als Orientierung an die Hand geben.

Wenn man aufsteigen will muss man natürlich mit routinierten Top-Spielern arbeiten, das können sie mit vielen jungen Spielern, die einfach noch nicht soweit sind, nicht erreichen. Aber alle anderen müssten eigentlich auf junge Spieler setzen um noch was fürs Deutsche Eishockey zu tun. Da man aber selbst in der Oberliga wirtschaftliche Zwänge hat und Entscheidungsträgern und Zuschauern wichtiger ist, einige Plätze in der Tabelle höher zu stehen als deutsche junge Spieler auszubilden, bleibt es wohl unrealisierbar.

Die Moskitos-Dauerkarte für die Meisterrunde

Sieben Spiele bezahlen, acht gucken - wollt Ihr das? Die Wohnbau Moskitos bieten die sogenannte ‚Dauerkarte light‘ speziell für die sieben Heimspiele in der Meisterrunde an. D.h. Ihr bezahlt sieben Heimspiele und seht das erste Play Off- ODER Pre Play Off-Spiel umsonst.

Kosten? Ja sicher kostet das auch etwas. Ihr zahlt den regulären Preis für sieben Heimspiele (Steh- oder Sitzplatz, Familienkarte ausgenommen) und habt das erste Highlight umsonst. Wenn Ihr das möchtet, schlagt schnell zu. Die Karten sind bis Freitagabend online über unser Ticketreservierungssystem bestellbar.

Abgeholt werden kann die Dauerkarte light am Sonntag, wenn wir uns zum ersten Knaller gegen Halle sehen, an der Hauptkasse. Aufgrund der Kürze der Zeit bis zum ersten Spiel ist nur eine Barzahlung bei Kartenabholung möglich.

Wichtiger Hinweis: Für Inhaber der regulären Saison-Dauerkarte besteht kein Handlungsbedarf, darin sind ALLE Heimspiele der Meisterrunde enthalten!

Moskitos nur 2. Sieger in Herne

Wohnbau Moskitos Cheftrainer Frank Gentges bemängelte in der Pressekonferenz die fehlende Finalität bei seinem Team. In der Tat waren die Herner in einem guten Derby die wachere Mannschaft mit etwas größerem Torinstinkt. Bereits nach gut zwei Minuten musste Sebastian Staudt zum ersten Mal hinter sich greifen. Sam Verelst stand mutterseelenalleine vor dem Essener Tor, die Herner hatten bei angezeigter Strafe gegen die Moskitos den sechsten Feldspieler gebracht, und gegen den platzierten Schuss war der Essener Keeper machtlos. Es entwickelte sich vor der guten Derbykulisse von 3.287 Zuschauern ein offenes Spiel bei dem die Herner optisch etwas mehr vom Spiel hatten. Kurz bevor es dann zur ersten Pausen ging setzt sich Christoph Ziolkowski jedoch schön durch, passt zu Julian Lautenschlager und dieses Mal ist Michel Weidekamp geschlagen.

Allerdings bleibt den Wohnbau Moskitos nicht ganz so lange Grund zur Freude. In der 23. Minute ist erneut in Herner Überzahl Aaron McLeod zur Stelle und bringt seine Farben erneut in Führung. Die nächste Zeit war nicht unbedingt die Zeit der Torhüter, zunächst lässt Michel Weidekamp einen vergleichsweise leichten Schuss von Jan Barta zum erneuten Ausgleich reinrutschen. Dann, etwa drei Minuten später, ist es Sebastian Staudt der bei einem Schuss von Christian Nieberle nicht so gut aussieht. 50 Sekunden vor der zweiten Pause machte Herne im Grunde dann den Sack zu, Brad Snetsinger schaltete am Schnellsten und erhöhte auf 4:2.

Die Wohnbau Moskitos hatten auch in den letzten 20 Minuten durchaus ihre Chancen. Gut dreieinhalb Minuten vor dem Ende der Begegnung nahm Frank Gentges dann seinen Keeper vom Eis, wollte so versuchen noch das Blatt zu wenden, aber es blieb beim 4:2. In seinem Statement sagte der Cheftrainer der Wohnbau Moskitos: „Es war ein gutes und enges Derby vor großer Kulisse. Im ersten und letzten Drittel war das Spiel ausgeglichen, im zweiten Drittel haben wir defensiv zwei Fehler und zwei Strafen zu viel gemacht. Wir hatten ausreichend Möglichkeiten das Spiel zu drehen, leider jedoch ohne Finalität. Bei Herne haben die Top-Spieler eben die Tore und damit den Unterschied gemacht.“

Tore: 1:0 (2:36) Verelst (Ackers, Snetsinger, 6) 1:1 (18:11) Lautenschlager (Ziolkowski, Niederberger) 2:1 (22:42) McLeod (Snetsinger, Kreuzmann, PP1) 2:2 (29:10) Barta (Bires, Hildebrand) 3:2 (32:17) Nieberle (Schneider, Maas) 4:2 (39:10) Snetsinger (Richter) – Strafen: Herne: 10 – Essen: 6 – Schiedsrichter: Kowert, Andreas (K. Jürgens, D. Kontny) – Zuschauer: 3.287 – Schüsse auf das Tor: 41 zu 33

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