Hinweis zur Hallenordnung

Playoffs in Essen - das ist schon etwas länger her. Daher wollen wir die aktuelle Situation nutzen um auf ein paar grundlegende Dinge aufmerksam zu machen:

Wir möchten an dieser Stelle noch mal auf unsere Hallenordnung hinweisen - die Fluchtwege sind zwingend frei zu halten (dies betrifft auch den Gang vor der Stehplatztribüne). Dies
ist eine Sicherheitsauflage der Feuerwehr und hat absolut nichts mit Schikane zu tun. Wir bitten Euch daran zu halten - Unsere Ordner sind angewiesen, diese Fluchtwege freizuhalten.

Auszug ergänzende Hallenordnung:
13. Der Durchgangsbereich im Steh-und Sitzplatzbereich ist während der gesamten Spielzeit freihalten. Dieser dient nur als Durchgang und nicht als Stehbereich. Im Sitzplatzbereich ist der Durchgang nur bei Spielunterbrechungen erlaubt.

Zudem möchten wir nochmals zum Ausdruck bringen, dass wir keinerlei politisch extreme Gruppen bei uns in der Halle zu Gast haben wollen. Politik hat beim Sport nichts zu suchen. Wir geben Politischen Gruppen keinerlei Bühne für Auftritte jeglicher Art. Gleichzeitig möchten wir nochmals anmerken, dass auch Gewalt unter Fans nicht geduldet wird. Auch hier ist unser Ordnungspersonal angewiesen, die Hallenordnung durchzuzsetzen.

Wir werden weiterhin alle Mittel nutzen um o.g. Verstöße zu verhindern.

Auszug ergänzende Hallenordnung:
 7. Es ist untersagt, Schriftstücke, Zeichnungen, Symbole oder Fahnen mit politischen, ideologischen oder werblichem Charakter sowie sämtliche Gegenstände, die kommerziellen Zielen dienen und von Dritten gesehen werden können, mitzubringen. Es ist weiterhin untersagt Fahnen und Banner die Anti Symbole oder Schriftzeichen gegen andere Sportvereine (Gegner) zieren zu präsentieren.

8.
Der ESC Moskitos Essen sprechen sich gegen fremdenfeindliche, rassistische, gewaltverherrlichende, diskriminierende, links- und rechtsextreme Tendenzen aus. Zur Wahrung ökonomischer Interessen und des öffentlichen Ansehens des Veranstalters sowie zur Vorbeugung der Gefährdung des Veranstaltungszwecks durch politische Meinungsäußerungen ist daher das nach außen erkennbare Mitführen und Verbreiten von rassistischem, fremdenfeindlichem, gewaltverherrlichendem, diskriminierendem sowie rechts- und / oder linksradikalem Propagandamaterial untersagt. Entsprechendes gilt für das nach außen erkennbare Tragen bzw. Mitführen von Kleidungsstücken, Fahnen, Aufnähern u. ä., die Schriftzüge oder Symbole mit eindeutiger fremdenfeindlicher, rassistischer, gewaltverherrlichender, diskriminierender, links- und / oder rechtsextremer Tendenz aufweisen. Hierzu zählen insbesondere auch solche themenbezogenen Schriftzeichen, bei denen verschiedenen Zahlen- bzw. Buchstabenkombinationen, die fremdenfeindliche, rassistische, gewaltverherrlichende, diskriminierende, links- und/oder rechtsextreme Haltung des Trägers deutlich machen und auch solche bestimmten Marken, die als Erkennungsmerkmal für eine solche Haltung dienen (z.B. „Thor Steinar“). Personen, die eine fremdenfeindliche, gewaltverherrlichende, diskriminierende, links- und / oder rechtsextreme Haltung, insbesondere durch ihr Verhalten oder äußeres Erscheinungsbild aufweisen, können daher auch von der Veranstaltung ausgeschlossen werden.

10. Gesänge die rassistisches, fremdenfeindliches, gewaltverherrlichendes, diskriminierendes sowie politisch radikales Gedankengut beinhalten sind verboten.

In diesem Sinne - geile Playoffs - Wir sind alles Eishockeyfans

Die gesamte zusätzliche Hallenordnung (es gilt als Grundlage noch die Hallenordnung der Eishalle) findet ihr hier -> http://www.moskitos-essen.de/index.php/medien/downloads/category/2-vereinsdokumente

Die Ruhe ist vorbei, ab jetzt ist es ernst

Die Play Offs beginnen und die Wohnbau Moskitos starten sehr motiviert in die erste Runde gegen Leipzig. Vor dem Spiel gab unser Cheftrainer und Sportmanager einen Ausblick auf die Runde:

 Die Redaktion sprach mit Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges über die gerade beendete Meisterrunde und die anstehenden Play-Offs.

Platz 3 nach 44 Spieltagen, punktgleich mit dem Vizemeister, die zweitwenigsten Gegentore, die zweitwenigsten Strafminuten, die bete Auswärts-Mannschaft, das jüngste Team der Liga, stetig steigende Zuschauerzahlen und aktuell 12 Siege aus 14 Spielen der Meisterrunde. Alles Fakten, einer hervorragenden Saison, Sie dürften mehr als zufrieden sein.

Das ist richtig, wir haben das Optimale aus den uns zur Verfügung stehenden Mitteln gemacht und eine mehr als hervorragende Saison gespielt. Jeder einzelne Spieler und die Mannschaft haben sich enorm weiterentwickelt. Wie ich vor der Saison gesagt habe, bleiben wir von Verletzungen und Krankheiten größtenteils verschont und es passieren keine unvorhersehbaren Dinge, können wir oben mitspielen, dass wir so weit oben landen, hat natürlich auch damit zu tun, dass Favoriten mit wesentlich größeren Etats weit unter ihren Möglichkeiten blieben.

Die Saison-Leistung aller Mannschaften spiegelt die Tabelle nach 44 Spieltagen wieder. Beim Fußball wäre die Saison jetzt zu Ende. Die anstehenden Play-Offs sind ein eigener Wettbewerb.

Bitte konkretisieren Sie das ein Bisschen.

Die Play-Offs sind größtenteils Tagesform. Teams, die über die Saison hinter den Erwartungen zurück geblieben sind, können mit ein paar guten Tagen vieles wieder gut machen, das ist jetzt ein emotionaler Vorteil für sie, das zeigen oftmals schon die Pree-Play-Offs.

Für Teams, die aufsteigen wollen, ist die Saison wie ein 400-Meter-Lauf, da ist es vollkommen egal wo Du nach 100-, 200-, 300- oder jetzt nach 350-Metern stehst, wichtig ist, dass Du nach 400-Metern vorne bist und das kann man wenn man die richtigen Mittel hat größtenteils auch planen.

Die Moskitos gehören ja sicherlich nicht zu den Teams, die um den Aufstieg mitreden wollen bzw. müssen. Wie groß ist trotzdem Ihre Vorfreude?

In erster Linie freue ich mich für mein junges Team über eine Top-Saison und darüber, dass es jetzt weiter Erfahrung sammeln kann. Auch wenn wir von den finanziellen Möglichkeiten weder mitreden können und schon gar nicht müssen, werden wir gut vorbereitet und ambitioniert sein. Wir werden sehen, wie ein so junges Team die Play-Off Gegebenheiten händeln kann.

Irgendwie wollte in den Play-Offs keiner gegen die Icefighters Leipzig spielen. Auch Sie haben das in der Pressekonferenz in Leipzig geäußert. Jetzt haben Sie die Icefighters doch erwischt. Warum will keiner gegen Leipzig spielen?

Ganz einfach, weil auf dieser Mini-Eisfläche, warum auch immer sie erlaubt ist und die nur Vorteile für Leipzig bringt, keiner spielen will, das ist ein vollkommen anderes Eishockey. Dazu kommt die Lautstärke der unglaublich guten Fans in dem Zelt dort, die mehr als ein sechster Mann bedeutet und Schiedsrichter entsprechend beeinflusst. Duisburg hat das ja letzte Saison sehr leidvoll erlebt.

Was uns betrifft, wir haben uns immer als faire Sportler präsentiert, haben nie taktiert und sind immer in Bestbesetzung angetreten. Wir hoffen, dass sich das am Ende auszahlt.

Wer ist Ihr Favorit?

Vor der Saison sind Duisburg, Tilburg, Halle und Hamburg mit den besten Möglichkeiten in die Saison gestartet. Essen und Herne haben überragend gearbeitet, Hannover Indians und Leipzig haben alleine schon auf Grund ihres Fan-Volumens enorme Vorteile und sind im Aufwind und dann kommen die Süd-Clubs, alles ist offen.

Muss ich mich auf ein Team festlegen, sage ich, Tilburg steht im Finale und der zweite Finalteilnehmer ist damit sofort aufgestiegen, da Tilburg nicht aufsteigen darf.

Ein Wort noch an die Fans.

Die der Vergangenheit geschuldete depressive Grundstimmung, die vor drei Jahren herrschte, als ich nach Essen kam und trotz hervorragender sportlicher Erfolge lange Zeit spürbar war, muss endlich ein Ende finden und ich denke wir alle sind da gemeinsam auf einem guten Weg. Es entwickelt sich was und die Entwicklung muss noch nicht zu Ende sein. Die Fans sind da ein ganz wichtiger Bestandteil, für die Zukunft und insbesondere jetzt für die Play-Offs. Aktuell bin ich sehr stolz auf die Fan- und Zuschauerentwicklung und unser junges Team spürt die Unterstützung.

Bitte steht weiter so hinter unserem jungen Team, es liefert hervorragende Arbeit ab und braucht jegliche Hilfe.

Die Redaktion bedankt sich für das Interview

Baby, it´s Play Off Time und wir rollen mit dem Fan Bus

Viele Jahre haben sich die Moskitos Anhänger danach gesehnt! Ich kann es nicht beschreiben, es ist der Zusammenschluss vom Erfolg meines Vereins, es ist das Treffen mit Freunden, es ist das rauslassen was unter der Woche nicht ging, es ist meine zweite Familie, es ist Sport, es ist MEIN Sport, es ist das Treffen mit den Jungs, es ist einfach eine geile Zeit, Basta!

Und am 19. März gibt es mehr davon. Mit dem Bus nach Leipzig. Noch gibt es Plätze für die Tour nach Taucha und wer die Halle kennt weiß, wieviel Unterstützung die Mannschaft dort braucht. Klein, eng, viele Leipziger und es ist laut. Das können die Moskitos auch, oder?

Die Busfahrt kostet ca. 45 Euro inklusive des Stehplatzes. Anmeldungen sind noch möglich bei Zucky und Marco. Also, rocken wir Leipzig?

Am Donnerstag beginnt der Vorverkauf

Sowohl die Vorfreude wie auch der Vorverkauf auf die Play Offs steigen.

Nach dem Erreichen des dritten Tabellenplatzes und der damit verbundenen Play Off Teilnahme gegen die Icefighters Leipzig steigt rund um den Westbahnhof die Vorfreude. Bedingt durch die Pre-Play Offs haben die Wohnbau Moskitos bekanntlich am kommenden Wochenende spielfrei. Das bedeutet, es können sich alle Fans an drei entspannten Terminen mit Karten für beide Play Off Heimspiele gegen Leipzig eindecken. Sowohl am jetzigen Donnerstag, 09.03. aber auch in der kommenden Woche Dienstag und Donnerstag (14.03. und 16.03.) ist die Geschäftsstelle der Moskitos jeweils in der Zeit von 18 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.

Am jetzigen Donnerstag wird es auch möglich sein, eine Busfahrkarte für den geplanten Fan Bus am Sonntag, 19.03. nach Leipzig zu reservieren. Der Preis für die Busfahrt wird ca. bei 35 Euro liegen.

Neben aller Spannung und Freude auf die Spiele in der schönsten Zeit einer langen Eishockeysaison, entstehen aber natürlich aufgrund vieler Faktoren auch höhere Kosten. Daher haben sich die Wohnbau Moskitos nach einigen Diskussionen entschlossen, die bisher niedrigen Preise moderat anzuheben. Für alle Vollzahler im Bereich der Stehplätze, wie auch der Sitzplätze, wird die Karte für die Play Off Heimspiele einen Euro teurer, also:

  • Stehplatz Erwachsene 11 Euro
  • Sitzplatz Erwachsene 16 Euro

Alle anderen Karten bleiben preislich wie es bisher in dieser Saison war. Alle Dauerkarten sind mit dem Ende der Meisterrunde komplett entwertet, hier müssen neue Karten bezogen werden. VIP Karten sind Saisonkarten und behalten ihre Gültigkeit.

Die Wohnbau Moskitos würden sich auf zahlreiche Nutzung des Vorverkaufs, sowie über eine stimmungsvolle Kulisse in den wichtigsten Spielen des Jahres freuen.

Moskitos sichern in der Overtime dritten Platz

Mit dem hart umkämpften 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) Sieg gegen die Tilburg Trappers sicherten sich die Wohnbau Moskitos im letzten Spiel der Meisterrunde den 3. Tabellenplatz der Oberliga Nord und treffen nun im ersten Play Off Spiel auf die Icefighters Leipzig (Freitag, 17. März, 20 Uhr – Eishalle Essen-West)

1.433 Zuschauer gaben dem Spiel gegen Tilburg einen würdigen Rahmen, bei zwei Mannschaften die sich bei bestem Play Off Eishockey weitegehend neutralisierten. Bereits in den ersten 20 Minuten bekamen Sebastian Staudt im Tor der Wohnbau Moskitos, aber auch Ian Meierdres im Kasten der Trappers so einiges zu tun, beide hielten jedoch ihr Tor zunächst sauber. Die Trappers hatten optisch mehr vom Spiel, doch die Wohnbau Moskitos ihrerseits befreiten sich immer wieder, kamen auch selbst zu einigen guten Chancen. Zwei Mal verpassten die Moskitos, frei am langen Pfosten stehend eine gute Gelegenheit in Führung zu gehen.

Mit dem Beginn der zweiten 20 Minuten sollte es dann lauter werden am Essener Westbahnhof. Zunächst hatten die etwa 250 mitgereisten Fans der Niederländer Grund zum Jubeln. Tilburg wirbelte rund um das Essener Tor, zwei, drei Mal konnte Sebastian Staudt in höchster Not abwehren, dann bekam Mitch Bruijsten aus kurzer Distanz die Nachschusschance und netzte diese dann auch ein. Es stand 1:0 für die Gäste aus Holland. Doch die Moskitos gaben zu keinem Zeitpunkt des Spiels auf, alle hängten sich voll rein und sollten nur eine Minute später belohnt werden. Andrej Bires setzte sich am linken Flügel schön durch und sah seinen völlig freistehenden Sturmpartner Dominik Patocka vor dem Trappers Gehäuse stehen. Traumpass quer durch die Abwehr der Gäste und Patocka konnte sich quasi die Ecke aussuchen.

Beide Mannschaften schenkten sich im weiteren Verlauf des Spiels nichts. Mehrfach standen beide Abwehrreihen und die Torhüter im Fokus. Und der Blick aufs Smartphone war während des Spiels auch immer dabei, denn der dritte punktgleiche Konkurrent spielte zeitgleich in Halle. Am Ende neutralisierten sich beide Teams soweit, dass die Verlängerung ranmusste. Hier begannen beide Mannschaften zunächst äußerst vorsichtig, taktierten ganz kurz. Ja, bis sich die große Chance bot, einem Verteidiger war es vorbehalten den Weg auf Platz Drei freizumachen. Oliver Granz, fuhr seelenruhig mit Scheibe ins Drittel der Gäste, und fuhr, und fuhr, ohne dass er groß behindert wurde. Soweit bis er die richtige Position gefunden hatte, und dann hämmerte er die kleine schwarze Scheibe unter die Latte von Tilburgs Tor. Der Rest war Jubel in der Eissporthalle am Westbahnhof.

Frank Gentges, der Essener Cheftrainer sagte in der Pressekonferenz: „Wir haben gesehen, Tilburg hat alles dafür getan Vizemeister zu werden, und wir haben das auch. Das war Play Off Eishockey, das war überragendes Eishockey, das war Werbung fürs Eishockey. Man muss nichts darauf geben was manche Leute schreiben, das ist dummes Gerede, wir sind Sportsleute, wir wollen gewinnen. Wir sind nun Dritter punktgleich mit dem Zweiten, ich bin total Stolz auf meine Mannschaft, der Verein kann stolz auf diese Mannschaft sein.“

Tore: 0:1 (22:03) Bruijsten (Hagemeijer) 1:1 (23:04) Patocka (Bires, Hildebrand) 2:1 (62:18) Granz (Bires, Thielsch) – Strafen: Essen: 16 – Tilburg: 18 – Schiedsrichter: Schmidt, Eugen (J. Schäfer, M. Störmann) – Zuschauer: 1.433 – Schüsse auf das Tor: 27 zu 48

Wohnbau Moskitos drehen Spiel in Wedemark

Es war ein Spiel der Gegensätze im Ice House in Mellendorf. Am Ende gewannen die Wohnbau Moskitos aufgrund eines ganz starken Comebacks und eines starken letzten Drittel mit 7:4 (2:2, 0:2, 5:0)

Engagiert begannen beide Mannschaften, allerdings mit einer Verspätung von etwa 15 Minuten. Den ersten Stich im Duell der Stacheltiere setzten nach gut vier Minuten die heimischen Skorpione, Charlie Adams nutzte eine Chance. Doch quasi im Gegenzug die direkte Antwort der Wohnbau Moskitos, Niklas Hildebrand steht halbrechts völlig frei und haut die kleine Scheibe ins lange Eck. Und nur 19 Sekunden später können die etwa 70 mitgereisten Moskitos Fans zum zweiten Mal jubeln, denn auch Christoph Ziolkowski hat reichlich Platz vor dem Tor der Scorpions und kann sich die Ecke aussuchen. Wedemark nun wieder konzentrierter und mit ein paar guten Chancen, Marcel Pfänder musste leider nach einem Check erst mal passen. Vor allem im Powerplay sind die Scorpions mit ihrer Paradereihe dann auch immer brandgefährlich und Sebastian Staudt muss einige Male retten. Bis zur 17. Minute, Oliver Granz hat gerade auf der Strafbank Platz genommen, da trifft André Reiß mit einem Schlagschuss durch die Schoner von Sebastian Staudt.

Der zweite Abschnitt war nicht das Drittel der Moskitos, nichts ging zusammen. Kaum Pässe fanden den Mitspieler, Überzahlspiele verpufften oft ohne zwingend zu sein. Und die Scorpions nutzten das. Zunächst beginnt das Drittel zwar mit einer Top Chance für die Moskitos, doch im Gegenzug hämmert Dennis Schütt die Scheibe aus recht spitzem Winkel ins lange Eck. Die Moskitos probieren es, doch irgendwie will es nicht klappen, passend dazu dann auch, dass ein Treffer wegen Torraumabseits nicht gegeben wird. Und es kommt noch schlimmer, einen Penalty verwandelt Wedemarks Top Scorer Michael Budd zur 4:2 Führung mit der es dann auch in die letzten 20 Minuten geht.

Und das letzte Drittel sollte ein eindrucksvolles Comeback der Wohnbau Moskitos werden. Zunächst tankt sich Robin Slanina in seiner unnachahmlichen Weise durch und überwindet Dennis Korff im Kasten der Scorpions zum Anschlusstreffer. Dann gelingt es Andrej Bires in einer Druckphase der Moskitos irgendwie die Scheibe im Tor unterzubringen. Dennis Thielsch mit zwei starken Auftritten und jedes Mal krönt er seine gute Leistung damit, den Puck ins Tor zu hämmern, die Moskitos liegen plötzlich 6:4 vorne. Wedemark akzeptiert die drohende Niederlage noch nicht, setzt Staudt unter Druck und der Keeper der Essener zeigt einige ganz starke Paraden. Dann gehen André Reiß die Nerven durch, für einen Stockschlag erhält er fünf Minuten plus Spieldauerstrafe. Im anschließenden Getümmel bekommen sich auch noch Thomas Pape und Maik Klingsporn in die Wolle. Pape legt sich dann auch noch handgreiflich mit dem Schiedsrichter an, was ihm eine Matchstrafe einbringt. Eishockey wurde aber auch in den letzten Minuten noch gespielt, die Moskitos in den letzten Minuten in doppelter Überzahl, durch einen Schlagschuss von Kapitän Philipp Gejerhos noch mit dem 7:4 Endstand.

Cheftrainer Frank Gentges, der auch nicht wirklich einen ruhigen Abend an der Bande erlebte in seinem Statement: „Vier unserer Spieler haben aufgrund von Stockschlägen Handverletzungen davongetragen. Ein Stadionsprecher, der verbal über Lautsprecher ins Spiel eingreift. Ein Zeitnehmer, der mehrfach die Uhr nicht laufen lässt. Ein Spieler, der den Schiedsrichter umhaut. Ein Spiel, das ohne Angabe von Gründen 15 Minuten verspätet beginnt. Weder wir, noch die Schiedsrichter wurden in Kenntnis gesetzt. Eine sehr unwürdige Geschichte. Nur gut, dass wir das Spiel verdient gewonnen haben.“

Damit biegen die Wohnbau Moskitos sensationell vor dem letzten Spieltag am morgigen Sonntag (18:30 Uhr – Eishalle Essen-West) punktgleich mit Duisburg und Tilburg auf die Zielgerade der Meisterrunde. Gegen Gegner Tilburg gibt es dann morgen Abend ein echtes Endspiel um eine gute Ausgangsposition für die Play Offs.

Tore: 1:0 (4:14) Adams (Morczinietz, Spelleken) 1:1 (4:58) Hildebrand (Bires, Patocka) 1:2 (5:17) Ziolkowski (Thielsch, Slanina) 2:2 (16:44) Reiß (Adams, Schütt, PP1) 3:2 (21:13) Schütt (Budd, Morczinietz) 4:2 (37:39) Budd (PS) 4:3 (42:08) Slanina (Ziolkowski, Thielsch) 4:4 (49:47) Bires (Gejerhos, Velecky) 4:5 (53:34) Thielsch (Slanina, Hartmann) 4:6 (58:11) Thielsch (Ziolkowsi, Hartmann) 4:7 (59:07) Gejerhos (Bires, Eickmann, PP2) – Strafen: Wedemark: 18 plus 10 Pape, plus 5 plus 20 Reiß, plus 25 Pape – Essen: 14 plus 10 Klingsporn – Schiedsrichter: Korb, Jan (M. Fendt, A. Soguksu) – Zuschauer: 602

Knapper Sieg macht Platz Vier klar

Mit dem äußerst knappen 4:3 (1:1, 2:0, 1:2) Sieg gegen die Wedemark Scorpions machten die Wohnbau Moskitos am einzigen Spiel des Karnevalswochenendes das Heimrecht in der ersten Play Off Runde klar. Doch es war vor 733 Zuschauern eine äußerst zähe Angelegenheit in der Eissporthalle am Westbahnhof. Die Gäste waren nur mit 12 Feldspielern und 2 Torhütern angereist, erwiesen sich aber wie schon in der Hauptrunde als unangenehmer Gegner. Und in den ersten 20 Minuten hatten die Scorpions sogar leichte optische Vorteile, das erste Tor schossen jedoch die Wohnbau Moskitos. Werner Hartmann passte an der blauen Linie auf, schiebt den Puck auf die linke Seite zu Dennis Thielsch, der legt quer zum völlig frei am langen Pfosten stehenden Jan Barta, und dieser braucht die Scheibe nur noch über die Linie drücken. Dennis Korff im Kasten der Gäste zeigte in der Folge einige gute Saves und die Gäste waren dann auch schnell wieder im Spiel. Björn Bombis nutzt einen Fehler der Moskitos an der blauen Linie und spitzelt den Puck auch an Sebastian Staudt vorbei.

Das zweite Drittel sollte vom Ergebnis das Drittel der Wohnbau Moskitos werden. Zwar blieb das Spiel insgesamt zäh, doch die Essener kamen besser ins Spiel, setzten Wedemark ein wenig mehr unter Druck. Und in der 26. Spielminute brachte das dann auch die erneute Führung. In Überzahl kombinierten die Moskitos ganz gefällig, Oliver Granz legt vor dem Tor quer und Michal Velecky kann dieses Mal den Puck über die Linie drücken. Und es sollte so weitergehen, wieder Überzahl der Moskitos, dieses Mal lässt Marcel Pfänder einen Schuss von der blauen Linie ab, Dominik Patocka, der direkt vor Korff steht, fälscht unhaltbar ab. Mit dem doppelten Tore Vorsprung geht es im Anschluss in die letzten 20 Minuten, und hier sollte es noch einmal eng werden.

Nicht einmal zwei Minuten sind gespielt, da rutscht ein Schuss von Thomas Herklotz irgendwie an Sebastian Staudt vorbei, wieder ist das Ergebnis eng. Robin Slanina bekommt die Chance recht ungehindert auf Korff zuzugehen, und dann zockt er den Keeper der Gäste auch noch aus und schiebt die Scheibe ins Tor. Doch das Spiel war bei weitem noch nicht gewonnen, Platz Vier noch nicht festgezurrt. Denn Charlie Adams machte es noch einmal spannend, er angelte sich die Scheibe und behauptete sich gegen alle Essener Verteidiger, und irgendwie schaffte er es auch, den Puck an Staudt vorbeizubringen. Knapp Vier Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen, und Dieter Reiss zog alle üblichen Optionen, nahm eine Auszeit, nahm Korff wo es möglich war vom Eis, machte Druck, doch am Ende blieb das 4:3 auf der Anzeigetafel stehen.

Zur Pressekonferenz war der Coach der Gäste nicht aufzufinden, Frank Gentges, der Chefcoach der Moskitos stellte trotzdem seine Sicht der Dinge dar: „Ich denke mal mein Kollege hätte mir gratuliert zum Sieg, dann mache ich das für ihn. Ich sage Danke. Ich denke, unsere physische Mentalität hat uns wieder geholfen, da sind wir dem Gegner weit überlegen. Wir haben gekämpft und alles aufs Tor gebracht was wir aufs Tor bringen konnten. Wedemark war der einzige Verein gegen den wir in dieser Saison noch nicht gewonnen hatten, heute können wir sagen, wir haben gegen alle Oberligisten gewonnen, das ist schon eine super Sache.  Zehn Spiele gewonnen von zwölf in der Meisterrunde, Supersache, und wir haben immer noch die Chance Vizemeister zu werden.“

Tore: 1:0 (15:32) Barta (Thielsch, Hartmann) 1:1 (16:42) Bombis 2:1 (25:36) Velecky (Granz, Lautenschlager, PP1) 3:1 (36:38) Patocka (Pfänder, Bires, PP1) 3:2 (41:49) Herklotz (Bombis, Knauf) 4:2 (47:24) Slanina (Ziolkowski, Thielsch) 4:3 (56:05) Adams (Berblinger, Korff) – Strafen: Essen: 12 – Wedemark: 12 – Schiedsrichter: Schrader, André (K. Jasik, K. Jürgens) – Zuschauer: 733 – Schüsse auf das Tor: 45 zu 42

Nur ein Spiel am Karnevals Wochenende

Zum Ende der Meisterrunde brauchen die Wohnbau Moskitos noch zwei Punkte um ganz sicher das Heimrecht für die Play Offs zu sichern. Dazu bietet sich nach dem vergangenen Wochenende wo die Moskitos leer ausgegangen sind, am morgigen Freitag die einzige Möglichkeit am kommenden Wochenende. Um 20:00 Uhr stellt sich in der Eissporthalle am Westbahnhof das Team der Wedemark Scorpions vor. Der Sonntag ist dann an diesem Wochenende wieder spielfrei, bevor die Meisterrunde in der kommenden Woche mit dem Auswärtsspiel in Wedemark und dem Heimspiel gegen Tilburg endet.

Das Team aus der Nähe von Hannover kann in den restlichen Spielen nicht mehr erreichen als den jetzigen achten Platz. Damit muss man in der Wedemark in die Pre Play Offs um die verbleibenden beiden Plätze in den Play Offs. Mit den beiden Kontingentspielern Michael Budd und Charlie Adams haben die Niedersachsen zwei Spieler in ihren Reihen, die durchaus in der Lage sind Spiele zu entscheiden. Diesen Umstand bewies die Mannschaft schon eindrucksvoll im Spiel am 18. November gegen die Moskitos, als den Essenern in der Wedemark fünf Tore nicht zum Punktgewinn reichten und Michael Budd alleine vier Treffer erzielen konnte. Andreas Morczinietz und Björn Bombis vervollständigen ein starkes Grundgerüst der Mannschaft.

Für die Wohnbau Moskitos also der erste Matchball um den Rivalen um Platz vier, die Hamburg Crocodiles, auf Abstand zu halten, zumal die Hamburger am Freitag Meister Herne zu Gast haben. Doch auch nach oben darf man am Westbahnhof noch ein bisschen schielen, denn die beiden Rivalen Duisburg und Tilburg müssen am Samstag gegeneinander antreten, nehmen sich also gegenseitig Punkte weg.

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