Penaltyschiessen bringt siebten Erfolg

Im Grunde machten sich die Wohnbau Moskitos im einzigen Spiel des Wochenendes in Leipzig das Leben am Ende selbst schwer. Die Hausherren fanden in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht so recht ins Spiel, zu oft gingen Pässe ins Leere. Die Wohnbau Moskitos spielten das geschickt, fingen die Pässe immer wieder ab und fuhren immer wieder Angriffe. Und kamen doch mal Pucks auf das Essener Tor, war Sebastian Staudt stets sicher zur Stelle.

In der 8. Spielminute durften sich die Moskitos zum ersten Mal in Überzahl versuchen, und es sollte auf Anhieb klappen. Flüssig lief die Scheibe durch das Drittel der Icefighter bis Dennis Thielsch einfach mal draufhielt und ins Tor traf. Die Führung der Moskitos brachte noch ein wenig mehr Unsicherheit in das Spiel der Essener. In der 18. Spielminute fängt Sebastian Staudt einen Leipziger Angriff ab, schiebt auf Niklas Hildebrand. Der stürmt gemeinsam mit Andrej Bires mit Druck gen Leipziger Tor und Bires kann den zweiten Essener Treffer erzielen.

Doch im der ersten Pause hatte Leipzigs Coach Sven Gerike wohl die rechten Worte gefunden. Leipzig mit mehr Druck und mit zunehmender Spielzeit kam auch mehr Sicherheit in das Spiel. Die Wohnbau Moskitos hätten jedoch in dieser Phase den berühmten Sack zu machen können. Der Hauptschiedsrichter verteilte in dieser Phase so einige Strafzeiten gegen beide Teams. Zwar gelangen den Icefightern keine Treffer gegen Staudt, auch die Abwehr stand ganz gut, doch auch die Moskitos hatten mehrere gute Möglichkeiten einen dritten oder gar vierten Treffer zu erzielen

So kam es wie es in solchen Spielen gerne kommt, Leipzig machte weiter viel Druck und in der 47. Spielminute kann Esbjörn Hofverberg einen Abpraller in die völlig freie Ecke des Tores donnern. Nun taten in der kleinen Halle die Zuschauer ihr Übrigens, witterten noch den Ausgleich. Und der sollte dann auch in der 57. Spielminute fallen. 59 Sekunden vor dem Ende hätte die Partie sogar noch komplett kippen können, Dennis Thielsch musste 2 Minuten auf die Strafbank, doch es ging in die Verlängerung. Hier hatten die Moskitos wiederum die Chance als Edward Gale 2 plus 2 Minuten absitzen musste.

Im Penaltyschiesssen trafen Veit Holzmann und Michal Velecky für die Moskitos. Für Leipzig konnte nur Nicholas Lazorko verwandeln und so ging der Zusatzpunkt am Ende an die Essener. Chefcoach Frank Gentges sagte in seinem Statement: „Es war ein intensives temporeiches Spiel mit einem verdienten Sieg für uns. Aufgrund der wesentlich mehr Chancen unsererseits mussten wir die drei Punkte eigentlich klar nach regulärer Spielzeit einfahren, der Gang bis ins Penaltschiessen war unnötig. Wie schwer es ist in Leipzig auf der Mini-Eisfläche zu gewinnen ist, haben wir wieder mal gesehen. Auch einzigartig wie die Leipziger Fans ihr Team über die gesamte Spielzeit nach vorne peitschen. Sieben Siege in Serie ist schon eine eindrucksvolle Serie.“

Tore: 0:1 (7:50) Tielsch (Slanina, Ehmann, PP1) 0:2 (17:08) Bires (Hildebrand, Staudt) 1:1 (46:21) Hofverberg (Lazorko, Gale) 2:2 (56:41) Martin (Gale) 2:3 (65:00) Veleck (Penalty) – Strafen: Leipzig: 22 – Essen: 18 – Schiedsrichter: Noeller, Göran (P. Methner, M. Preiß) – Zuschauer: 1.277

Zdenek Kiklhorn wird Trainer bei den Young Moskitos

„Wir möchten gerne auch mehr für die Jugend tun. Unsere Jugendabteilung muss auch eine Perspektive haben sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Vielleicht gelingt es ja sogar den einen oder anderen Spieler an den Kader der ersten Mannschaft heranzuführen, deshalb haben wir Zdenek gebeten uns dabei zu helfen“, so Torsten Schumacher. Damit kehrt jemand an den Westbahnhof zurück, den vor allem die älteren Besucher der Moskitos noch aus Zeiten des EHC Essen und des EHC Essen West kennen werden. Denn Zdenek Kiklhorn war zwischen 1981 und 1987 mehrfach für die Essener sehr erfolgreich auf Torjagd. Allerdings spielte er in der Zeit auch für die Essener Erzrivalen Duisburg und Herne.

Nun soll Kiklhorn helfen der Jugend den nötigen Schub zu geben. Auch als Trainer war er bereits überwiegend in der näheren Umgebung tätig. Wesel, Dorsten, Dortmund, Grefrath um ein paar Stationen zu nennen. Zdenek Kiklhorn wurde am 04. März 1956 in Komotau/Tschechien geboren. Damit ist es den Moskitos gelungen einen ganz erfahrenen Fachmann für die Jugend zu gewinnen.

Gelungener Abend auf dem Kennedyplatz

Wie schon in den letzten Jahren waren die Cracks des Tabellenzweiten auf dem Kennedyplatz. Essen on Ice, die alljährliche Attraktion mit einer Eisfläche unter stimmungsvoller Beleuchtung lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher in die City. Auch die Moskitos sind in diesem Jahr wieder mit drei Showtrainings vertreten und zum ersten Training am vergangenen Montag kamen dann auch neben einigen Jugend- und Bambinispielern Cracks der ersten Mannschaft.

Von 18 bis 19 Uhr zockten Sebastian Eickmann, Julian Lautenschlager, Oliver Granz, Nico Ehmann, Dennis Thielsch und Dominik Patocka zunächst mit den ganz Jungen. Oliver Granz erklärte immer mal das was die Spieler dann machten. Kurz vor dem Ende spielten die Cracks dann drei gegen drei und am Ende gab es natürlich auch noch Zeit für den ein oder anderen Selfie und für ein Gespräch war auch noch Zeit.

Der sechste Sieg hat weh getan!

Der Heimsieg gegen eine starke Reihe der Hamburg Crocodiles hat am Ende weh getan, denn die Wohnbau Moskitos verloren nicht nur Dominik Patocka mit 5 plus Spieldauer. Auch Niklas Mannes musste mit der Trage vom Eis und Frank Gentges sprach nach ersten Informationen von einem Schien- und Wadenbeinbruch. Hauptschiedsrichter Eugen Berger hatte nur bei Patocka eine Attacke mit Verletzungsfolge ausgemacht, bei dem Angriff auf Mannes hatten die drei Spielleiter nichts gesehen.

Die Wohnbau Moskitos ohne Niklas Hildebrand, fanden nur schwer ins Spiel, mussten immer einem Rückstand hinterherlaufen und taten sich gegen kompakte Krokodile lange sehr schwer. Aber, das Team von Frank Gentges fand sich über die 65 Minuten. Und am Ende stehen die Wohnbau Moskitos nun auf dem zweiten Tabellenplatz, haben in Tilburg und in Duisburg und in Herne gewonnen, mit dem Heimsieg gegen Hamburg auch ein Spiel gewonnen, was man arbeitstechnisch gewinnen muss. Benedict Roßberg startete im Tor der Essener und er machte seine Sache sehr gut. Den ersten Punkt setzte der Top-Stürmer der Liga, Brad McGowan mit der Schlägerspitze zur Führung der Gäste. Doch die Moskitos bissen, im Powerplay packte Marius Erk den Hammer aus und das Spiel war wieder ausgeglichen.

Im zweiten Abschnitt ging es mühsam weiter, Hamburg mit der Topreihe immer präsent, doch die Moskitos schockte das wenig. Ein Schuss von Stefan Tillert rutscht Benedict Roßberg über die Fanghand, doch Dominik Patocka mit einem tollen Alleingang gleicht wieder aus. Dann musste der Torschütze duschen, bekam für eine Situation, von der Frank Gentges in der Pressekonferenz sagte: „Ich weiß nicht was der Schiedsrichter da gesehen hat, der Patocka hat den gar nicht berührt“, 5 plus Spieldauer. Hamburg mit der Topreihe ist wieder da. McGowan erzielt die erneute Führung

Und dann begannen die Velecky Festpiele, zunächst zockt er Schubert und Co. aus, lässt auch Kristian im Tor der Hanseaten keine Chance. Mit 4.4 geht es in die letzten 20 Minuten und die Moskitos beißen nun richtig. Unterstützt von knapp 1100 Zuschauern wird der Westbahnhof zur Festung. Wieder gehen die Gäste in Führung, wieder kämpfen sich die Stechmücken zurück, wieder Velecky . Hinter dem Tor der Gäste legt er sich den Keeper zurecht, dann von der rechten Seite guckt er ihn aus und macht den Ausgleich. Am Ende mussten beide Teams in die Overtime und ins Penaltyschiessen. Holzmann und Velecky trafen, für die Moskitos konnte Benny Roßberg den Sieg festhalten.

Leider musste Niklas Mannes nach einer Attacke mit Verdacht auf Schien- und Wadenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Tore: 0:1 (9:25) McGowan (Gerartz, Schubert) 1:1 (11:15) Erk (Mannes, Lautenschlager, PP1) 1:2 (20:34) Tillert (Mitchell, McGowan) 2:2 (27:28) Patocka (Velecky) 2:3 (30:02) McGowan (Gerartz, Mitchell, PP1) 3:3 (38:27) Velecky (Lautenschlager, Barta) 3:4 (43:44) Gerartz (McGowan, Mitchell) 4:4 (48:26) Velecky (Lautenschlager, Erk, PP1) 5:4 Velecky (P) – Strafen: Essen. 5 plus Spieldauer Patocka – Hamburg: 12 – Schiedsrichter: Berger, Eugen (L. Müller, W. Schmidt) – Zuschauer: 1.088 – Schüsse auf das Tor: 64 zu 40

Wohnbau Moskitos erklimmen auch „den Berg“

Fünftes Meisterrundenspiel, fünfter Sieg! „Was haben denn die Moskitos vor“, konnte man in den sozialen Medien nach dem Auswärtssieg der Wohnbau Moskitos am Herner Gysenberg lesen. Im dritten Derby der Saison dann auch der erste Sieg der Moskitos, und das beim Herner EV. Was das Team von Frank Gentges von Spieltag zu Spieltag abruft verdient aktuell allergrößten Respekt. Man kann sicherlich argumentieren, wer Meisterrunde spielen will, sollte Halle und Leipzig auf eigenem Eis schlagen. Man kann sicherlich auch mal an der Wedau gewinnen, zumal die Füchse den Wohnbau Moskitos in den letzten Jahren ganz gut lagen. Aber nach dem Sieg bei Meister Tilburg legten Velecky, Holzmann und Co. nun beim unangefochtenen Spitzenreiter in Herne nach.

Und das auch noch ohne Christoph Ziolkowski (Schulterverletzung nach Tilburg Spiel) und kurzfristig auch ohne Oliver Granz, der beim Warmlaufen passen musste. Dafür erstmals in dieser Saison wieder dabei Neuzugang Maik Klingsporn und aus Bad Nauheim Neu-U19 Nationalspieler Garret Pruden. Das Team von Frank Petrozza begann vor der Kulisse von 2.286 Zuschauern etwas wacher, setzte Sebastian Staudt unter Druck und wollte direkt für klare Verhältnisse sorgen. Doch wie schon in den letzten erfolgreichen Spielen bekamen die Spieler von Frank Gentges das Spiel recht schnell ganz gut in den Griff. Hauptschiedsrichter Schmidt, der bei einigen Entscheidungen etwas kleinlich wirkte, hatte Michal Velecky auf die Strafbank verbannt, da war die Essener Deckung nicht konsequent genug. Der Puck tropfte vor den Schläger von Dominik Luft, der schob kurz quer und Thomas Dreischer konnte sich die Ecke aussuchen. Doch die Moskitos schütteln sich nur kurz, fuhren ihrerseits ein paar Angriffe. Jan Barta kontrollierte die Scheibe hinter dem Tor von Weidekamp, der kluge Pass auf Robin Slanina und der Ausgleich war erzielt.

Das 2. Drittel sollte eines der intensivsten Drittel werden, die die Oberliga in dieser Saison bisher erlebt hatte. Wieder mit dem besseren Start für die Hausherren, denn einen langen Pass von Brad Snetsinger nagelte Sam Verelst rechts oben in den Winkel, ganze 28 Sekunden war Drittel Zwei da alt. Und wieder schüttelten sich die jungen Wilden nur, setzten nun das Tor von Weidekamp so richtig unter Druck. Dominik Patocka schnappte sich an der Mittellinie einen Pass von Sebastian Eickmann, ließ die Herner Verteidiger alt aussehen und zockte auch noch Weidekamp aus, wieder war der Ausgleich gefallen. Doch damit nicht genug, nach einer Strafe gegen den Herner Kapitän Stephan Kreuzmann packte Sebastian Eickmann an der blauen Linie den Hammer aus und bringt die Moskitos erstmal in Führung. Lange wärte die Freude nicht, wieder hatten die Wohnbau Moskitos Überzahl, doch dieses Mal ist eines der Zuspiele im Herner Drittel zu ungenau, Aaron McLeod spritzte dazwischen, spurtete mit der Scheibe auf Staudt und schirmte diese gekonnt ab, den Rückpass haute Jan-Niklas Pietsch mit voller Wucht ins Essener Tor. Und es kam noch schlechter für die Moskitos, wieder war die Herner Paradereihe auf dem Eis, Strafe gegen Essen ist angezeigt, doch Snetsinger will nicht solange warten und brachte sein Team erneut in Front. Mit dem achten Tor in diesem Spiel geht das intensive Drittel dann zu Ende, Julian Lautenschlager setzte gut nach und spitzelte Weidekamp den Puck weg und ins Tor zum erneuten Ausgleich.

Der letzte Abschnitt begann etwas verhaltener, Essen war durchaus darauf bedacht nicht in gefährliche Spielzüge zu geraten, lauerte aber auf die eine Chance. Und die kam, ein Traumpass von Dominik Patocka nahm der durchstartende Niklas Hildebrand auf, ließ zwei Verteidiger stehen und zockte auch noch Weidekamp aus. Es wurden dann lange knapp sieben Minuten in denen Sebastian Staudt ein Turm in der Schlacht war. Doch auch die Essener Defensive verteidigte klug die blaue Linie und das Tor, selbst die Herausnahme von Weidekamp brachte keinen Erfolg mehr. Beide Trainer zeigten sich in der Pressekonferenz zufrieden, sahen ihre beiden Teams auf Augenhöhe und eben dieses Mal mit dem besseren Ende für die Moskitos. In seinem Statement sagte Cheftrainer Frank Gentges: „Es war ein hart umkämpftes Spitzenspiel mit zwei Top-Mannschaften. Wir waren der verdiente Sieger, mit dem Momentum, nach vier, bzw. fünf Siegen in Serie auf unserer Seite. Beachtenswert auch, dass wir ohne Christoph Ziolkowski, Oliver Granz, Philipp Gejerhos und Nico Ehmann spielen mussten. Wir können das alles sehr gut einschätzen und wissen wie viel wir immer wieder investieren müssen.“

Tore: 1:0 (5:40) Dreischer (Luft, PP1) 1:1 (7:16) Slanina (Barta, Thielsch) 2:1 (20:32) Verelst (Snetsinger, Pietsch) 2:2 (25:10) Patocka (Eickmann, Kaisler) 2:3 (32:57) Eickmann (Bires, Hildebrand, PP1) 3:3 (37:10) Pietsch (McLeod, SH1) 4:3 (38:38) Snetsinger (McLeod, Dreschmann, 6) 4:4 (39:17) Lautenschlager (Velecky, Holzmann) 4:5 (53:14) Hildebrand (Patocka, Staudt) – Strafen: Herne: 6 – Essen: 12 – Schiedsrichter: Schmidt, Eugen (J. Dietrich, K. Jasik) – Zuschauer: 2.286 – Schüsse auf das Tor: 40 zu 31

Wohnbau Moskitos holen Maik Klingsporn zurück

Die Wohnbau Moskitos haben einen weiteren Transfer getätigt und einen alten Bekannten zurück an den Westbahnhof geholt. Von den Füchsen Duisburg kehrt Maik Klingsporn an seine alte Wirkungsstätte bei den Wohnbau Moskitos zurück. Der gebürtige Bocholter spielte von 2014 bis 2016 bereits im grün/lila Trikot und traf zwar in 63 Begegnungen nie ins Tor hinein, konnte aber immerhin 30 Vorlagen geben. Maik Klingsporn wird das Trikot mit der Nummer #57 tragen, er wurde am 22.06.1993 geboren ist 178 cm groß und wiegt 84 kg.

Sein neuer und alter Trainer Frank Gentges sagt zu seinem Transfer: „Wir haben nur sechs Verteidiger unter Vertrag, wovon Philipp Gejerhos und Nico Ehmann seit einiger Zeit gesundheitlich angeschlagen sind, da mussten wir reagieren. Maik konnte in Duisburg nicht die erhoffte Rolle spielen und war auf dem Markt. Er wird, was wichtig ist, nur eine geringe Eingewöhnungszeit benötigen und ich erwarte von ihm, dass er defensiv einen super Job macht.“

Die Wohnbau Moskitos heißen Maik an alter Wirkungsstelle Willkommen zurück und wünschen viel Erfolg bei den Moskitos.

Revanche am Gysenberg?

Mit den Spielen am Herner Gysenberg (Freitag, 20 Uhr – Eissporthalle am Gysenberg) und gegen die Hamburg Crocodiles (Sonntag, 18:30 Uhr – Eissporthalle Essen-West) geht es bei den Wohnbau Moskitos weiter. Nach dem Traumstart in die Meisterrunde mit vier Siegen, darunter unter anderem Siege im Fuchsbau in Duisburg und beim bis dahin zuhause ungeschlagenen Meister Tilburg, kommt auf das Team von Frank Gentges vor allem in Herne die nächste ganz schwere Aufgabe zu.

In dieser Saison konnten die Wohnbau Moskitos bisher noch nicht gegen Herne punkten. Zwar waren beide Spiele bisher äußerst enge Matches, doch am Ende hatte der alte Erzrivale immer leicht die Nase vorne. Nach dem Sieg in Tilburg ist den Wohnbau Moskitos im Moment aber alles zuzutrauen, und gerade das dürfte wieder einmal für eine volle Halle sorgen. Knapp 3.300 Zuschauer waren beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Halle am Gysenberg und sahen einen 4:2 Sieg der Petrozza Schützlinge. Frank Gentges, der Essener Chefcoach bemängelte nach dem Spiel, dass seine Kontingentspieler nicht träfen und das einen Unterschied ausgemacht habe. Mittlerweile treffen Velecky und Bires wieder, wie zum Beispiel in Tilburg, da dürfen die Fangemeinden beider Lager gespannt sein, welche Importspieler nach 60 Minuten das bessere Ende für sich haben werden. Die Herner starteten zwar mit einer 0:2 Niederlage in Tilburg in die Meisterrunde, danach gab es aber drei Siege. Unter Mitnahme der Punkte aus der Hauptrunde macht das satte 13 Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten, den Füchsen aus Duisburg. Nur einen Punkt dahinter folgt aber schon das Team vom Westbahnhof, was für zusätzliche Brisanz sorgt. Sollte Duisburg daheim gegen Leipzig Federn lassen und die Moskitos in Herne überraschen, es wäre ein großer Erfolg.

Am kommenden Sonntag geht es dann für das junge Team von Frank Gentges gegen die Krokodile aus Hamburg. Schubert, McGowan und Co. geben zum zweiten Mal ihre Visitenkarte am Westbahnhof ab. Das erste Spiel am Anfang der Saison war eine klare Angelegenheit für die Moskitos, 9:2 hieß es im zweiten Heimspiel der Saison gegen hochgehandelte Hanseaten. Doch das Team aus der Hansestadt fand sich im Laufe der Saison immer besser und festigte seinen Platz in der oberen Tabellenhälfte um am Ende sicher die Meisterrunde zu erreichen. Beim Rückspiel in Farmsen sah es da schon ganz anders aus, zwar waren die Essener der starke Gegner für Hamburg, am Ende gewannen die Hamburger aber in der Overtime. Gleichgültig, wie das Spiel am Freitag am Gysenberg ausgeht, das Spiel gegen Hamburg ist am Ende ein Sechs-Punkte Spiel gegen einen direkten Konkurrenten, wenn man, wie von Frank Gentges bereits geäußert, die Pre-Play-Offs irgendwie umgehen möchte. Zwei Punkte sind die Hanseaten hinter den Moskitos in der Tabelle, und läuft das Spiel am Freitag in Herne gegen die Moskitos, kann alles wieder komplett anders aussehen. Auch die Crocodiles verloren in der Meisterrunde bisher nur ein Spiel, und das beim torreichen 6:9 in Herne.

Für Spannung ist also auch vor dem kommenden Wochenende wieder reichlich gesorgt. Zum Klassiker nach Herne werden sicherlich viele Essener Fans mitfahren. Und nach dem tollen Abend beim Spiel gegen Leipzig mit toller Stimmung und am Ende einem sicheren Sieg wünschen sich Mannschaft und Vorstand eine Wiederholung.

Wohnbau Moskitos entzaubern auch den Meister

Eindrucksvoll, was das junge Team von Chefcoach Frank Gentges derzeit zu leisten im Stande ist. Wenn man Heimsiege in einer Meisterrunde gegen Mannschaften wie Halle oder Leipzig noch als Pflicht empfinden mag, so setzten Velcky und Co. im Eissportzentrum Stappegoor in Tilburg ein echtes Ausrufezeichen. Mit 1:5 (1:0, 0:3, 0:2) entzauberten die Wohnbau Moskitos die Trappers auf deren eigenem Eis, und das völlig verdient. Mit dem vierten Sieg im vierten Meisterrundenspiel darf man fast schon davon träumen, sogar die Pre-Playoffs vermeiden zu können.

Druckvoll und diszipliniert begann der erste Abschnitt, die Mannschaft von Bo Subr wollte auf heimischem Eis das Heft in der Hand behalten. Das Team von Frank Gentges rechnete sich nach drei Siegen in Folge in der Meisterrunde auch beim Meister Chancen aus. Pascal Grosse stand wieder für die Wohnbau Moskitos auf dem Eis und Sebastian Eickmann war Kapitän, für den immer noch verletzten Philipp Gejerhos. Die Wohnbau Moskitos spielten in den ersten Minuten intensiv mit, beide Seiten hatten Chancen, doch Tore waren zunächst Mangelware. Bis knapp drei Minuten vor der ersten Pause, in einer Phase, in der die Trappers sehr viel Druck auf das von Sebastian Staudt gehütete Tor ausübten, konnte Levi Houkes dann die Führung für die Niederländer erzielen, mit der es auch in die erste Pause ging.

Ähnlich intensiv ging es in die zweiten 20 Minuten, Tilburg immer gefährlich, doch die Moskitos setzten immer wieder brandgefährliche Stiche. Zunächst fuhren zwei Moskitos auf Ian Meierdres, doch der niederländische Keeper entschärfte den Angriff mit einem Top-Save. Dann schnappte sich Dennis Thielsch im eigenen Drittel den Puck, ließ Freund und Feind stehen und schob die Scheibe vorbei am Tilburger Keeper. Und die Wohnbau Moskitos ließen nicht nach, setzten immer wieder nach und machten den optisch besseren Eindruck. Michal Velecky, der wieder den Vorzug vor Nardo Nagtzaam bekommen hatte, brachte die Wohnbau Moskitos dann in Führung, wartete ganz lange bis Meierdres lag um den Puck dann hoch ins Tor zu schlenzen, ein Traumtor. Und damit nicht genug, bei den Trappers machte sich wohl etwas Frust breit, Jordy Verkiel saß gerade auf der Strafbank, da traf Andrej Bires im Powerplay mit einem ebenso schönen Tor gar zur 3:1 Führung der Wohnbau Moskitos.

Mit einer 5-3 Überzahl konnten die Wohnbau Moskitos in die letzten 20 Minuten starten, und sie starteten furios. Robin Slanina durfte gar den vierten Essener Treffer erzielen, Veit Holzmann hatte sehr schön aufgelegt. In den letzten Spielen in Stappegoor hatten die Moskitos oft kein Mittel gegen die starken Niederländer gefunden, ganz anders in diesem Spiel. Die Wohnbau Moskitos hatten den Kampf angenommen und spielten einen guten Spielzug nach dem anderen. Und sie hielten dagegen, Punktsieger bei einem Faustkampf zwischen Werner Hartmann und Nick de Ruijter war eindeutig der Essener Verteidiger. Beide wanderten für 2 + 2  + 10 Minuten zum Abkühlen auf die Strafbank. Die letzte Strafzeit gegen die Trappers wussten die Wohnbau Moskitos wieder zu nutzen, Hagen Kaisler mit einem satten Schuss von der blauen Linie und auf der Anzeigetafel stand ein 1:5. Tilburg bemühte sich noch um Ergebniskosmetik, doch alles was die Mannschaft von Bo Subr zustande brachte landete beim gut aufgelegten Sebastian Staudt. In der aktuellen Tabelle klettern die Wohnbau Moskitos auf Platz Drei und verdrängen die Trappers von einem der ersten drei Plätze.

Chefcoach Frank Gentges war dann auch in seinem Statement sehr zufrieden: "Vier Siege in Serie in der Meisterrunde, gegen vier Top Mannschaften ist eine hervorragende Momentaufnahme. Für Tilburg war es die erste Heimniederlage. Die Jungs sollen das genießen aber 100 Prozent fokussiert bleiben. 18 Punkte vor den Pre-Play-Offs ist ein gutes Polster, aber noch keine Gewissheit. Sollte es uns gelingen, die Pre-Play-Offs zu vermeiden, wäre es für uns eine Riesen Sache. Die beiden DNL Spieler Pascal Grosse und Geret Pruden haben unsere beiden erkrankten Verteidiger Philipp Gejerhos und Nico Ehmann gut vertreten. Gratulation auch an unseren jungen Torwart Benedict Roßberg, der beim 2:1 von Bad Nauheim die kompletten 60 Minuten im Tor stand. So stelle ich mir Kooperation vor, alle jungen deutschen Spieler profitieren davon und auch die Vereine."

Tore: 1:0 (17:15) Houkes (de Bonth, Colier) 1:1 (31:30) Thielsch (Slanina, Ziolkowski) 1:2 (37:07) Velecky (Eickmann, Patocka) 1:3 (37:44) Bires (Hildebrand, Erk, PP1) 1:4 (41:05) Slanina (Holzmann, Granz, PP2) 1:5 (52:32) Kaisler (Thielsch, Slanina, PP1) – Strafen: Tilburg: 14 plus 10 Willemse plus 10 de Ruijter – Essen: 6 plus 10 Hartmann – Schiedsrichter: Razvan Gavrilas (J. Leermakers, D. Kyei-Nimako, Denis) – Zuschauer: 2.000 – Schüsse auf das Tor: 43 zu 38

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