Punktgewinn am Ende verschenkt

Lange haben die Wohnbau Moskitos gekämpft, gerungen um den Ausgleich, denn das Toreschießen ging den Spielern der Essener auch in Hamburg nicht gut vom Schläger. Wie schon gegen Herne fehlte die Finalität beim Abschluss, den andere Teams derzeit besser realisieren. Die Wohnbau Moskitos hatten über weite Strecken mehr vom Spiel, holten einen 2:0 Rückstand auf, doch am Ende verlor die Mannschaft von Cheftrainer Frank Gentges zumindest den einen Punkt knapp fünf Minuten vor dem Ende als Marcel Pfänder eine Strafzeit nehmen musste und Bradley McGowan seinen dritten Überzahltreffer erzielen konnte. Mit einer 3:2 (2:1, 0:0, 1:1) Niederlage und hängenden Köpfen musste das Team den Rückweg antreten.

Ein bisschen zeichnete sich das schon im ersten Abschnitt ab, direkt die erste Strafe gegen die Wohnbau Moskitos konnten die Crocodiles vor 1.660 Zuschauern im Eisland Farmsen nutzen. Josh Mitchell verteilte klug den Puck, stellte sich seine Mitspieler so lange bis McGowan freie Schussbahn hatte, der Pass, der Schuss, das Tor. Und die Moskitos? In der Folge wanderten die Hamburger Heinze und Marek in die Kühlbox, doch in der 5:3 Überzahlzeit wird flüssig kombiniert, doch die Finalität fehlte dann am Ende. Ein Umstand den auch Chefcoach Frank Gentges in der Pressekonferenz bemängelte. Hamburg mit seiner Paradereihe machte es da deutlich besser, wieder Strafe gegen Essen. Dieses Mal schießt Schubert von der blauen Linie, McGowan steht direkt vor Staudt und fälscht zum 2:0 ab. Doch endlich können auch die Moskitos mal ein Überzahlspiel nutzen, Marcel Pfänder zieht von der blauen Linie ab, Robin Slanina ist es, der den Puck dann ins Tor abfälscht.

Im zweiten Abschnitt nehmen die Moskitos mehr Fahrt auf, fahren einige schöne Angriffe, doch entweder zielen sie zu ungenau, oder Elmar Trautmann im Tor der Gastgeber ist im Wege. So gab es zwar wieder viele Chancen für die Wohnbau Moskitos aber der Ausgleich wollte nicht fallen. So ging es auch mit dem knappen Rückstand ins letzte Drittel und es sollte so weitergehen. Die Wohnbau Moskitos erspielten sich gute Chancen, machten das Tor aber nicht. Im Gegenzug musste die Mannschaft von Frank Gentges aber auch immer aufpassen, vor allem wenn die erste Hamburger Reihe auf dem Eis war. Bis zur 55. Spielminute, nach einem Fehler im Aufbauspiel der Crocodiles stürmen Jan Barta und Julian Lautenschlager auf das Hamburger Tor, Pass Barta und Julian Lautenschlager erzielt den längst fälligen Ausgleich. Und dann gab es eben diese Situation, wo Marcel Pfänder in die Kühlbox musste. Wieder ist es McGowan, der halbrechts vor dem Tor zocken konnte und schlussendlich hämmert er dann die kleine Scheibe Sebastian Staudt aus kurzer Distanz durch die Hosenträger.

Frank Gentges sprach in der Pressekonferenz von der mangelnden Finalität seiner Spieler, im Gegensatz zur ersten Hamburger Reihe. Auch die ein oder andere Strafzeit seiner Spieler hatte ihm nicht so gefallen.

Tore: 1:0 (3:54) McGowan (Mitchell, Schubert, PP1) 2:0 (9:47) McGowan (Schubert, Mitchell, PP1) 2:1 (12:58) Slanina (Pfänder, Ziolkowski, PP1) 2:2 (54:58) Lautenschlager (Barta, Velecky) 3:2 (57:02) McGowan (Zuravlev, Schubert) – Strafen: Hamburg: 12 – Essen: 14 plus 10 Granz – Schiedsrichter: Apel, Mischa (J. Meyer, F. Falten) – Zuschauer: 1.660 – Schüsse auf das Tor: 48 zu 49

Kein Scheibenglück, ein Drittel verschlafen, aber gekämpft

Drei einfache Aussagen mit denen man den Spielverlauf des Derbys der Wohnbau Moskitos gegen den Herner EV charakterisieren könnte. Denn bei der 2:4 (0:0, 0:3, 2:1) Niederlage vor 3.070 Zuschauern am Essener Westbahnhof begannen die Wohnbau Moskitos wie aufgezogen. Der Reihe nach scheiterten Velecky, Bires und Patocka am genauen Schuss auf das von Michel Weidekamp bestens gehütete Herner Tor. Bereits in der ersten Spielminute hatten die Wohnbau Moskitos direkt zwei Chancen und so sollte es weitergehen, einzig die Scheibe wollte nicht ins Tor. Sicherlich hatten die Gäste auch ihre Möglichkeiten, doch Sebastian Staudt im Gehäuse der Wohnbau Moskitos war stets erster Sieger gegen Snetsinger, McLeod und Co. Allerdings schafften es auch die Moskitos nicht in den ersten 20 Minuten den Puck an Weidekamp vorbei zu bringen und so ging es torlos in die erste Pause.

Und wie es manchmal in so Spielen dann ist, ungenutzte Chancen rächen sich irgendwann, so auch im Megaderby. Zunächst hatte Brad Snetsinger einen seiner unnachahmlichen Momente und erzielte in der 22. Spielminute die Gästeführung. Irgendwie verloren die Moskitos den Faden, bekamen den Schläger nicht mehr dazwischen und liefen hinterher, Herne nun mit mehr gefährlichen Szenen. Und die clevere Mannschaft wusste das auch zu nutzen, wieder Snetsinger, der die Scheibe viel zu lange im Essener Drittel behaupten darf, dann der kluge Pass zu Luft, der direkt vor Staudt steht. Dieser braucht nur noch den Pass ins Tor abfälschen und die Gäste führen mit 2:0. Das war bitter für die Wohnbau Moskitos, die so gut begonnen hatten und es sollte noch schlimmer kommen, 80 Sekunden nach dem 2:0 wird Hernes Kreuzmann an der blauen Linie nicht am Schuss gehindert und hämmert die Scheibe in die Maschen. Der Essener Chefcoach nimmt erst mal eine Auszeit und ordnet sein Team.

Doch diese Mannschaft der Wohnbau Moskitos scheint das Wort „Aufgabe“ aus dem Wortschatz gestrichen zu haben. Sie kämpfte im letzten Abschnitt um jeden Zentimeter Eis und findet auch wieder ins Spiel zurück. In der 46. Spielminute zeigte Michal Velecky einen seiner unnachahmlichen Spielzüge, bedient den mitgelaufenen Julian Lautenschlager und der Anschlusstreffer mobilisiert noch einmal Mannschaft und Fans. Die Moskitos drücken weiter, wollen es jetzt noch einmal wissen und vielleicht doch noch die Wende schaffen. Und sie schaffen es tatsächlich ihrem Ziel ganz nahe zu kommen, in der 53. Spielminute spielt sich Christoph Ziolkowski sehr schön im Herner Drittel durch, passt zurück Richtung blaue Linie und Oliver Granz erzielt mit einem satten Schuss das 2:3. Doch es sollte nicht sein, 55 Sekunden setzt Chefcoach Frank Gentges alles auf eine Karte, nimmt Staudt vom Eis. Die Moskitos erspielen sich auch zwei gute Möglichkeiten, erzielen aber kein Tor. Das sollte dann Michel Ackers 9 Sekunden vor dem Ende aus dem eigenen Drittel ins leere Essener Gehäuse gelingen.

Frank Gentges, der Essener Cheftrainer war dann auch in der Pressekonferenz ein wenig angefressen: „Es war wieder ein enges Spiel, man muss die Zuschauer loben, super Atmosphäre heute, dass die Halle so voll ist haben wir uns alle hart erarbeitet. Zum ersten Drittel, da musst du mit eins, zwei Toren in die Pause gehen, wir machen die Sachen nicht, das hat man schon mal. In den letzten Spielen hatten wir Scheibenglück, dieses Glück hatten wir nicht. Im zweiten Drittel bin ich ein bisschen böse gewesen bei ein paar Situationen, das sprechen wir besser nicht an. Bei dem ein oder anderen schwirren aber auch 9 Siege in Serie im Kopf und da war die Niederlage vielleicht genau zur rechten Zeit.“

Tore: 0:1 (21:07) Snetsinger (Verelst, Ackers) 0:2 (26:58) Luft (Snetsinger, Verelst) 0:3 (28:18) Kreuzmann (Dreschmann, Hauptig) 1:3 (45:25) Lautenschlager (Velecky, Holzmann) 2:3 (52:40) Granz (Ziolkowski, Hartmann) 2:4 (59:51) Ackers (Verlst, ENG) – Strafen: Essen: 6 – Herne: 8 – Schiedsrichter: Sterkens, Ramon (N. Neutzer, J. van den Berg) – Zuschauer: 3.077 – Schüsse auf das Tor: 39 zu 26

Am Freitag steigt das Megaderby gegen Herne

Mit dem Megaderby gegen Herne (Freitag, 20 Uhr – Eishalle Essen-West) und dem Auswärtsspiel bei den Hamburg Crocodiles (Sonntag, 19 Uhr – Eisland Farmsen) biegt die Meisterrunde der Oberliga Nord so langsam auf die Zielgerade ein. Insgesamt noch fünf Spiele muss das Team von Cheftrainer Frank Gentges bestreiten, denn dann haben Spiele am Westbahnhof nicht nur Play Off Charakter, dann gibt es Play Offs auch zu sehen.

Der Tabellenführer der Oberliga Nord, der Herner EV, spielt in der Meisterrunde nicht mehr so souverän wie in der Hauptrunde. Von den bisherigen neun Spielen wurden fünf gewonnen, aber auch deren vier verloren. Am 27. Januar brachten die Wohnbau Moskitos dem Derbygegner auf eigenem Eis eine Niederlage bei, und das will das Team von Frank Gentges nach Möglichkeit auf eigenem Eis bestätigen. 18 Feldspieler und zwei Torhüter umfasst der aktuelle Kader von Trainer Frank Petrozza, und das Team spielt seit Saisonbeginn auf einem hohen sportlichen Niveau. Der Kader ist also nicht gerade groß, sodass auf den Schlüsselspielern ein enormer Druck lastet, je weiter die Saison voranschreitet. Möglicherweise also einer der Gründe warum es bei den Hernern nicht mehr so glatt läuft wie in der Hauptrunde. Den Wohnbau Moskitos kann dieser Umstand egal sein, die Mannschaft vom Westbahnhof kann mit breiter Brust ins Derby gehen. Neun Siege in Serie und eine zu erwartende große Kulisse, da werden wenig Gespräche zur Motivation notwendig sein. Und damit die große Kulisse am kommenden Freitag auch reibungslos einem hoffentlich guten Spiel mit einem Essener Sieg zusehen kann, haben die Wohnbau Moskitos noch ein paar kleine organisatorische Dinge geregelt. So wird es am Freitag bereits ab 17:30 Uhr möglich sein auf dem Vorplatz der Eissporthalle bei Bier und Bratwurst zu fachsimpeln, Bier- und Grillstand öffnen dann bereits. Wer nicht den Vorverkauf genutzt hat und am Abend noch eine Eintrittskarte benötigt, auch die Kassen öffnen bereits um 18 Uhr. Und damit der erwartete Ansturm auch reibungslos in die Halle kann, werden auch die Pforten der Eishalle eine halbe Stunde eher, also um 18:30 Uhr, öffnen.

Am Sonntag geht es dann für die Wohnbau Moskitos in die Hansestadt Hamburg, im Eisland Farmsen steht das Rückspiel der Meisterrunde gegen die Topscorer der Liga, Brad McGowan und Josh Mitchell an. Beide führen die aktuelle Liste der Oberliga Nord an und die Essener Defensive, inklusive Torhüter, müssen nach dem schweren Derby erneut hellwach sein. Ähnlich wie bei unserem Derbygegner Herne haben auch die Crocodiles keinen riesigen Kader. Die Last der Verantwortung auf dem Eis verteilt sich also überwiegend auf die Schultern von McGowan, Mitchell und Schubert. Das war in den bisherigen Spielen der Moskitos gegen die Farmsener auch manches Mal zu merken. Aufgrund der hohen Eiszeiten wirkte die Top Reihe des Gegners manchmal müde. Unterschätzen darf man die Crocodiles allerdings trotzdem nicht, Platz Fünf haben Schubert und Co. im Moment inne und so ein wenig stecken die Hanseaten auch in der Tabelle in einem Vakuum, nach unten zu den Pre-Play Off Plätzen geht es zwar rechnerisch noch, interessanter dürfte aber der Blick nach oben sein. Die Füchse Duisburg sind mit acht Punkten mehr noch auf einer möglichen Schlagdistanz. Wieder zwei Spiele bei denen das Team von Cheftrainer Frank Gentges hellwach sein muss um Erfolg zu haben, wer hätte allerdings den jungen Wilden bisher neun Siege in der Meisterrunde zugetraut?

Moskitos geben die Bewerbung für die DEL 2 ab

Auch die Wohnbau Moskitos haben fristgerecht die Bewerbung für die DEL 2 abgegeben. Doch gleichzeitig mit dieser Meldung muss man ein wenig auf die Euphorie Bremse treten. Angesichts von neun Siegen in Serie in der Meisterrunde ist die Bewerbung keinesfalls als aktuelles Ziel zu sehen, sie ist derzeit eine reine Option. Realistisch denkt man am Westbahnhof erst in zwei bis drei Jahren über die DEL 2 nach.

Vorsitzender Torsten Schumacher tritt dann auch klar einem Risiko entgegen: „Wir werden auf gar keinen Fall russisches Roulette spielen, wir machen das, weil wir uns sportlich diese Option offenhalten wollen. Unser Team spielt sportlich eine tolle Saison, wenn wir es wirklich schaffen sollten uns sportlich zu qualifizieren, dürfen wir es nicht versäumen die Voraussetzungen geschaffen zu haben. Aber wir würden diesen Sprung nur wagen, wenn wir uns sicher sein könnten, dass wir das auch finanziell und strukturell stemmen könnten. Wenn wir das nicht erreichen, werden wir das nicht um jeden Preis wahrnehmen.“

Onlineservierung ausgesetzt - Vorverkauf empfohlen

Ein organisatorischer Hinweis: Wir erhalten grad hunderte Anfragen über unsere Onlinereservierung für das Derby am Freitag gegen Herne. Diese Karten müssen, wie die normalen Karten auch, an der Aussenkasse abgeholt und bezahlt werden. Da die Onlinereservierung aber unverbindlich für den Käufer ist und auch keinerlei Entlastung der Abendkassen darstellt, haben wir uns für das Herne-Derby entschlossen, die Onlinereservierung offline zu nehmen. Alle bisherigen Reservierungen behalten natürlich ihre Gültigkeit und sind an der Abendkasse hinterlegt.

Daher noch mal die eindringliche Bitte - nutzt den Vorverkauf in der Geschäftsstelle der Wohnbau Moskitos. Diese ist heute (Dienstag) und Donnerstag ab 18 Uhr. Für die Herner Fans ist morgen ab 18 Uhr ein Vorverkauf im Battram-Pro Hockey Shop​.

Zusätzlich haben wir unsere Vorverkaufsstellen (Taback Eck Wichmann, pizzaboy, BluRay Merchandising) mit frischen Karten (Stehplatz) versorgt. Adressen und Öffnungszeiten findet Ihr hier -> http://www.moskitos-essen.de/index.php/tickets/vorverkaufsstellen

Die erfolgreiche Reise geht weiter!

Wer gedacht hat, bei den Wohnbau Moskitos ist nach dem Knallersieg gegen Duisburg Schluss, weit gefehlt! Die erfolgreiche Reise geht auch bei den heimstarken Saale Bulls weiter, mit 5:3 (2:1, 2:1, 1:1) gewinnt das Team von Cheftrainer Frank Gentges auch an der Saale.

Führung der Wohnbau Moskitos und Ausgleich innerhalb von 10 Sekunden. Zunächst der Kapitän, Philipp Gejerhos im Powerplay, dann Philipp Gunkel mit dem Ausgleich. Doch Dennis Thielsch hatte etwas gegen diesen Ausgleich. In der sechsten Spielminute sorgte der Stürmer für die erneute Führung der Stechmücken. Hauchdünn ging es in die erste Pause, Vaclav Meidl machte es den Essenern dann in Überzahl wieder schwer. Benedict Roßberg im Essener Tor musste zum zweiten Mal hinter sich greifen. Die Mannschaft von Frank Gentges interessierte das alles nicht, sie spielte weiter und kurz vor dem Ende des Drittels sorgten Christoph Ziolkowski und Dominik Patocka mit einem Doppelschlag für die 4:2 Führung.

Erneut Patocka im Powerplay brachte die Wohnbau Moskitos dann endgültig auf die Siegesstraße. Auch wenn Vaclav Meidl mit seinem zweiten Treffer noch einmal verkürzen konnte, ließen sich die Essener den Sieg nicht mehr nehmen. Der Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges sagte in seinem Statement: „Eine ersatzgeschwächte Haller Mannschaft hat es uns heute leichtgemacht. Wir waren und mussten nicht ans Limit gehen. Der neunte Sieg in Serie war verdient und eigentlich nie in Gefahr.“

Tore: 0:1 (4:39) Gejerhos (Latenschlager, Hartmann, PP1) 1:1 (4:49) Gunkel (Tegkaev, Albrecht) 1:2 (Thielsch (Granz, Hartmann) 2:2 (26:35) Meidl (Bacek, Wartenberg, PP1) 2:3 (37:36) Ziolkowski (Thielsch, Hartmann) 2:4 (39:17) Patocka (Hildebrand, Bires) 2:5 (52:37) Patocka (Bires, Hildebrand, PP1) 3:5 (53:00) Meidl (Bacek, Ehemann) – Strafen: Halle: 14 – Essen: 12 – Schiedsrichter: Mond, Wolfgang (S. Kriebel, L. Stöber) – Zuschauer: 1.012

Und heute Abend, 18 bis 19 Uhr auf dem Kennedyplatz, unsere Spieler Huber, Hartmann, Granz, Lautenschlager und der Doppeltorschütze von gestern, Dominik Patocka

Toller Derbysieg gegen Duisburg

Das Team der „jungen Wilden“ kann einem langsam unheimlich werden, mit dem 4:1 (0:0, 2:1, 2:0) Derbysieg gegen Duisburg gewannen die Wohnbau Moskitos ihr achtes Spiel in Serie in der Meisterrunde. Und was für ein Spiel war das vor einer sehr guten Kulisse von 2.350 Zuschauern am Essener Westbahnhof. Dieses Spiel hatte alles was diese Sportart ausmacht, zwei schnelle, absolut zielstrebige Mannschaften auf Augenhöhe, die sich gegenseitig keinen Zentimeter Eis gönnten. Einen Faustkampf nach bester Manier, und zwei Fanlager, die dem Derby lautstark einen tollen Rahmen gaben. Am Ende wollten die Moskitos den Sieg ein bisschen mehr als die Füchse, wirkten am Ende wacher und ein bisschen weniger müde.

In den ersten 20 Minuten wirkten die Gäste von der Wedau aggressiver, da mussten Gejerhos, Eickmann und ihre Mitspieler höllisch aufpassen um nicht in Rückstand zu geraten. So manche brenzlige Situation spielte sich vor Sebastian Staudt ab, der wieder einen Schokoladentag erwischt hatte. In der 15. Spielminute gerieten sich dann Veit Holzmann und Raphael Joly vor der Duisburger Bank in die Haare und lieferten sich einen handfesten Faustkampf. Beide mussten mit fünf plus Spieldauerstrafe duschen gehen. Auf die Zahl bei den Toren auf der Anzeigetafel hatte das zunächst erstmal bei beiden keinen Einfluss und so ging ein intensives erstes Drittel torlos in die erste Pause.

Mit dem Beginn der zweiten 20 Minuten sollte es laut werden, am Westbahnhof, denn Andrej Bires schlenzte ein Zuspiel von Niklas Hildebrand vorbei am Ex-Essener Justin Schrörs im Duisburger Tor. Lange währte die Freude beim Moskitos Anhang leider dann doch nicht, Robin Slanina musste auf die Strafbank und Andre Huebscher nahm im Powerplay seinen Platz direkt vor Sebastian Staudt ein. Von der linken Verteidigerposition zieht Mike Schmitz ab und Huebscher fälscht unhaltbar für Staudt zum Ausgleich ab. Doch so langsam ließ die Aggressivität der Duisburger etwas nach, Essen bekam das Spiel besser in den Griff und setzte nach, kämpfte um jeden Puck. Und die Fans auf der Tribüne gaben ihr Bestes. Julian Lautenschlager, der derzeit immer besser wird, konnte dann eine schöne Kombination zur erneuten Führung nutzen und mit dem hauchdünnen Vorsprung ging es zum zweiten Mal in die Pause.

Auch im letzten Drittel blieb das Spiel sehr intensiv, beide Teams hatten ihre Chancen, neutralisierten sich aber auch weitgehend. Bis zur 52. Spielminute, da sorgte Michal Velecky mit einem Traumtor für die Vorentscheidung. Ganz enge Scheibenführung, zunächst hinter dem Tor führte er die Scheibe so lange bis er in der richtigen Position war, um Schrörs mit einem satten Schuss keine Chance zu lassen. Die Halle tobte! Beide Teams hatten in der Folge noch die ein oder andere gute Chance, doch beide Torhüter waren stets auf dem Posten. Etwa 90 Sekunden Minuten vor dem Ende war dann zunächst Feierabend für Schrörs, die Duisburger wollten es noch einmal wissen, doch der Schuss ging nach hinten los. Robin Slanina erwischte die Scheibe im eigenen Drittel und sein Schuss landete im leeren Duisburger Tor, der Rest war Moskitos Jubel.

In der Pressekonferenz war ein Essener Chefcoach Frank Gentges natürlich sehr froh: „Was soll ich sagen, das war ein Spiel auf allerhöchstem Niveau, das war Play Off Charakter. Wir haben uns über 60 Minuten fast immer neutralisiert, das war sehr eng, aber ein paar Situationen haben das Spiel auf unsere Seite gebracht. Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft, ich habe immer gesagt, der Erfolg war eine Momentaufnahme, aus der ist jetzt eine kleine Serie geworden, mit acht Siegen in Serie. Jetzt kommen auch Zuschauer hier in Essen, da haben wir alle hart für gearbeitet und mich persönlich freut das sehr. Ein Extralob noch an Sebastian Staudt im Tor.“

Tore: 1:0 (21:42) Bires (Hildebrand, Kaisler) 1:1 (22:40) Huebscher (Schmitz, Walch, PP1) 2:1 (35:37) Lautenschlager (Gejerhos, Niederberger) 3:1 (51:02) Velecky (Lautenschlager, Barta) 4:1 (59:04) Slanina (Ziolkowski, Granz) – Strafen: Essen: 6 plus 5 plus 20 Holzmann – Duisburg: 8 plus 5 plus 20 Joly – Schiedsrichter: Klau (J. Dietrich, P. Leven) – Zuschauer: 2.350 – Schüsse auf das Tor: 23 zu 30

Die nächsten „Brocken“ stehen an

Mit den Füchsen Duisburg am kommenden Freitag (20 Uhr, Eissporthalle Essen-West) und beim einzigen Oberligisten in Sachsen-Anhalt, den Saale Bulls (Sonntag, 18:15 Uhr – Sparkassen Eisdom) geht es für die Wohnbau Moskitos in das nächste Wochenende. Nach sieben Siegen in Serie sind beide Teams am kommenden Wochenende ganz schwere Hürden, die Serie eventuell noch ausbauen zu können. Die Füchse, der nächste Heimgegner der Wohnbau Moskitos ist eines von drei Teams in der Tabelle der Oberliga Nord mit 80 Punkten auf dem Konto. Neben Tilburg und den Wohnbau Moskitos brachte es das Team von Lance Nethery und Reemt Pyka ebenfalls auf 80 Zähler in der Tabelle.

Doch was bei den Moskitos mit Wohlwollen gesehen wird, das wird bei den Gästen eher kritisch gesehen. Beide Vereine sind auch in diese Saison mit anderen Zielen gestartet, denn die Gäste von der Wedau machen seit geraumer Zeit wenig Hehl daraus, dass sie gerne Mitglied der DEL 2 werden möchten. Sportlich hat das aber bisher nie geklappt und so durften sich die Fans beider Vereine weiter über Derbys freuen, bei denen auch mal die Fetzen fliegen. In den letzten Jahren konnten die Moskitos außerdem den Konkurrenten einige Male ganz schön ärgern. Unvergessen wird der fantastische 9:2 Sieg vom 30.11.2015 bleiben, als die weitaus höher angesiedelten Füchse förmlich aus der Essener Halle geschossen wurden. Doch auch der Sieg an der Wedau, zu Beginn der jetzigen Meisterrunde, als die Wohnbau Moskitos den Füchsen auf heimischem Eis eine empfindliche Niederlage beibrachten wird den Essener Fans in Erinnerung bleiben.

Am Freitag nun steht das nächste Event an! Die Füchse sind erneut Derbygegner am Westbahnhof, es wird jedoch nicht nur ein Eishockeyspiel, es soll auch für die Zuschauer ein Event werden. König Pilsener, seit langen Jahren Partner der Moskitos wird dieses Spiel, und damit die Essener unterstützen. Zahlreiche Aktionen erwarten die Zuschauer und Fans sowohl in den Pausen, wie auch vor und nach dem Spiel. So werden neben Promotion Aktionen des Partners der Moskitos auch Fan-Spiele für beide Fanlager stattfinden, denn es soll ein Event für beide Vereine, für beide Fanlager werden. Neben den ganzen Aktionen rund um das Event, werden auch Grill- und Bierstände vor der Halle, deren Einnahmen alleine den Moskitos zugutekommen, während des kompletten Spiels geöffnet sein. Doch neben allem Eventcharakter, am Ende wäre Sieg Nummer Acht in der Meisterrunde für die Moskitos auch ein Event.

Am kommenden Sonntag geht es dann zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ein Stück weit Richtung Osten. Die Saale Bulls Halle sind der Gegner der Wohnbau Moskitos und in eigener Halle eine echte Macht. Zwar hat das Team um den Ex-Moskito Danny Albrecht aktuell 15 Punkte Rückstand auf die Moskitos, doch unterschätzen sollten die jungen Wilden das Spiel nicht. Zwar hatte man sich an der Saale den Saisonverlauf anders vorgestellt, denn zwischen den Ergebnissen auf fremdem Eis und im heimischen Eisdom klaffen derzeit Welten. Da die Moskitos allerdings in Halle antreten müssen, mit einem Derby in Duisburg in den Knochen, dürfte das ein weiterer ganz schwerer Gang werden. Rein sportlich ist derzeit nichts von Ausfällen bekannt, Marius Erk wird wohl wieder für Bad Nauheim zum Schläger greifen, doch bereits in Leipzig waren Kapitän Gejerhos und Nico Ehmann wieder an Bord. Einzig Christoph Ziolkowski scheint derzeit weiter an seiner Schulterverletzung zu laborieren.

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