Die erfolgreiche Reise geht weiter!

Wer gedacht hat, bei den Wohnbau Moskitos ist nach dem Knallersieg gegen Duisburg Schluss, weit gefehlt! Die erfolgreiche Reise geht auch bei den heimstarken Saale Bulls weiter, mit 5:3 (2:1, 2:1, 1:1) gewinnt das Team von Cheftrainer Frank Gentges auch an der Saale.

Führung der Wohnbau Moskitos und Ausgleich innerhalb von 10 Sekunden. Zunächst der Kapitän, Philipp Gejerhos im Powerplay, dann Philipp Gunkel mit dem Ausgleich. Doch Dennis Thielsch hatte etwas gegen diesen Ausgleich. In der sechsten Spielminute sorgte der Stürmer für die erneute Führung der Stechmücken. Hauchdünn ging es in die erste Pause, Vaclav Meidl machte es den Essenern dann in Überzahl wieder schwer. Benedict Roßberg im Essener Tor musste zum zweiten Mal hinter sich greifen. Die Mannschaft von Frank Gentges interessierte das alles nicht, sie spielte weiter und kurz vor dem Ende des Drittels sorgten Christoph Ziolkowski und Dominik Patocka mit einem Doppelschlag für die 4:2 Führung.

Erneut Patocka im Powerplay brachte die Wohnbau Moskitos dann endgültig auf die Siegesstraße. Auch wenn Vaclav Meidl mit seinem zweiten Treffer noch einmal verkürzen konnte, ließen sich die Essener den Sieg nicht mehr nehmen. Der Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges sagte in seinem Statement: „Eine ersatzgeschwächte Haller Mannschaft hat es uns heute leichtgemacht. Wir waren und mussten nicht ans Limit gehen. Der neunte Sieg in Serie war verdient und eigentlich nie in Gefahr.“

Tore: 0:1 (4:39) Gejerhos (Latenschlager, Hartmann, PP1) 1:1 (4:49) Gunkel (Tegkaev, Albrecht) 1:2 (Thielsch (Granz, Hartmann) 2:2 (26:35) Meidl (Bacek, Wartenberg, PP1) 2:3 (37:36) Ziolkowski (Thielsch, Hartmann) 2:4 (39:17) Patocka (Hildebrand, Bires) 2:5 (52:37) Patocka (Bires, Hildebrand, PP1) 3:5 (53:00) Meidl (Bacek, Ehemann) – Strafen: Halle: 14 – Essen: 12 – Schiedsrichter: Mond, Wolfgang (S. Kriebel, L. Stöber) – Zuschauer: 1.012

Und heute Abend, 18 bis 19 Uhr auf dem Kennedyplatz, unsere Spieler Huber, Hartmann, Granz, Lautenschlager und der Doppeltorschütze von gestern, Dominik Patocka

Toller Derbysieg gegen Duisburg

Das Team der „jungen Wilden“ kann einem langsam unheimlich werden, mit dem 4:1 (0:0, 2:1, 2:0) Derbysieg gegen Duisburg gewannen die Wohnbau Moskitos ihr achtes Spiel in Serie in der Meisterrunde. Und was für ein Spiel war das vor einer sehr guten Kulisse von 2.350 Zuschauern am Essener Westbahnhof. Dieses Spiel hatte alles was diese Sportart ausmacht, zwei schnelle, absolut zielstrebige Mannschaften auf Augenhöhe, die sich gegenseitig keinen Zentimeter Eis gönnten. Einen Faustkampf nach bester Manier, und zwei Fanlager, die dem Derby lautstark einen tollen Rahmen gaben. Am Ende wollten die Moskitos den Sieg ein bisschen mehr als die Füchse, wirkten am Ende wacher und ein bisschen weniger müde.

In den ersten 20 Minuten wirkten die Gäste von der Wedau aggressiver, da mussten Gejerhos, Eickmann und ihre Mitspieler höllisch aufpassen um nicht in Rückstand zu geraten. So manche brenzlige Situation spielte sich vor Sebastian Staudt ab, der wieder einen Schokoladentag erwischt hatte. In der 15. Spielminute gerieten sich dann Veit Holzmann und Raphael Joly vor der Duisburger Bank in die Haare und lieferten sich einen handfesten Faustkampf. Beide mussten mit fünf plus Spieldauerstrafe duschen gehen. Auf die Zahl bei den Toren auf der Anzeigetafel hatte das zunächst erstmal bei beiden keinen Einfluss und so ging ein intensives erstes Drittel torlos in die erste Pause.

Mit dem Beginn der zweiten 20 Minuten sollte es laut werden, am Westbahnhof, denn Andrej Bires schlenzte ein Zuspiel von Niklas Hildebrand vorbei am Ex-Essener Justin Schrörs im Duisburger Tor. Lange währte die Freude beim Moskitos Anhang leider dann doch nicht, Robin Slanina musste auf die Strafbank und Andre Huebscher nahm im Powerplay seinen Platz direkt vor Sebastian Staudt ein. Von der linken Verteidigerposition zieht Mike Schmitz ab und Huebscher fälscht unhaltbar für Staudt zum Ausgleich ab. Doch so langsam ließ die Aggressivität der Duisburger etwas nach, Essen bekam das Spiel besser in den Griff und setzte nach, kämpfte um jeden Puck. Und die Fans auf der Tribüne gaben ihr Bestes. Julian Lautenschlager, der derzeit immer besser wird, konnte dann eine schöne Kombination zur erneuten Führung nutzen und mit dem hauchdünnen Vorsprung ging es zum zweiten Mal in die Pause.

Auch im letzten Drittel blieb das Spiel sehr intensiv, beide Teams hatten ihre Chancen, neutralisierten sich aber auch weitgehend. Bis zur 52. Spielminute, da sorgte Michal Velecky mit einem Traumtor für die Vorentscheidung. Ganz enge Scheibenführung, zunächst hinter dem Tor führte er die Scheibe so lange bis er in der richtigen Position war, um Schrörs mit einem satten Schuss keine Chance zu lassen. Die Halle tobte! Beide Teams hatten in der Folge noch die ein oder andere gute Chance, doch beide Torhüter waren stets auf dem Posten. Etwa 90 Sekunden Minuten vor dem Ende war dann zunächst Feierabend für Schrörs, die Duisburger wollten es noch einmal wissen, doch der Schuss ging nach hinten los. Robin Slanina erwischte die Scheibe im eigenen Drittel und sein Schuss landete im leeren Duisburger Tor, der Rest war Moskitos Jubel.

In der Pressekonferenz war ein Essener Chefcoach Frank Gentges natürlich sehr froh: „Was soll ich sagen, das war ein Spiel auf allerhöchstem Niveau, das war Play Off Charakter. Wir haben uns über 60 Minuten fast immer neutralisiert, das war sehr eng, aber ein paar Situationen haben das Spiel auf unsere Seite gebracht. Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft, ich habe immer gesagt, der Erfolg war eine Momentaufnahme, aus der ist jetzt eine kleine Serie geworden, mit acht Siegen in Serie. Jetzt kommen auch Zuschauer hier in Essen, da haben wir alle hart für gearbeitet und mich persönlich freut das sehr. Ein Extralob noch an Sebastian Staudt im Tor.“

Tore: 1:0 (21:42) Bires (Hildebrand, Kaisler) 1:1 (22:40) Huebscher (Schmitz, Walch, PP1) 2:1 (35:37) Lautenschlager (Gejerhos, Niederberger) 3:1 (51:02) Velecky (Lautenschlager, Barta) 4:1 (59:04) Slanina (Ziolkowski, Granz) – Strafen: Essen: 6 plus 5 plus 20 Holzmann – Duisburg: 8 plus 5 plus 20 Joly – Schiedsrichter: Klau (J. Dietrich, P. Leven) – Zuschauer: 2.350 – Schüsse auf das Tor: 23 zu 30

Die nächsten „Brocken“ stehen an

Mit den Füchsen Duisburg am kommenden Freitag (20 Uhr, Eissporthalle Essen-West) und beim einzigen Oberligisten in Sachsen-Anhalt, den Saale Bulls (Sonntag, 18:15 Uhr – Sparkassen Eisdom) geht es für die Wohnbau Moskitos in das nächste Wochenende. Nach sieben Siegen in Serie sind beide Teams am kommenden Wochenende ganz schwere Hürden, die Serie eventuell noch ausbauen zu können. Die Füchse, der nächste Heimgegner der Wohnbau Moskitos ist eines von drei Teams in der Tabelle der Oberliga Nord mit 80 Punkten auf dem Konto. Neben Tilburg und den Wohnbau Moskitos brachte es das Team von Lance Nethery und Reemt Pyka ebenfalls auf 80 Zähler in der Tabelle.

Doch was bei den Moskitos mit Wohlwollen gesehen wird, das wird bei den Gästen eher kritisch gesehen. Beide Vereine sind auch in diese Saison mit anderen Zielen gestartet, denn die Gäste von der Wedau machen seit geraumer Zeit wenig Hehl daraus, dass sie gerne Mitglied der DEL 2 werden möchten. Sportlich hat das aber bisher nie geklappt und so durften sich die Fans beider Vereine weiter über Derbys freuen, bei denen auch mal die Fetzen fliegen. In den letzten Jahren konnten die Moskitos außerdem den Konkurrenten einige Male ganz schön ärgern. Unvergessen wird der fantastische 9:2 Sieg vom 30.11.2015 bleiben, als die weitaus höher angesiedelten Füchse förmlich aus der Essener Halle geschossen wurden. Doch auch der Sieg an der Wedau, zu Beginn der jetzigen Meisterrunde, als die Wohnbau Moskitos den Füchsen auf heimischem Eis eine empfindliche Niederlage beibrachten wird den Essener Fans in Erinnerung bleiben.

Am Freitag nun steht das nächste Event an! Die Füchse sind erneut Derbygegner am Westbahnhof, es wird jedoch nicht nur ein Eishockeyspiel, es soll auch für die Zuschauer ein Event werden. König Pilsener, seit langen Jahren Partner der Moskitos wird dieses Spiel, und damit die Essener unterstützen. Zahlreiche Aktionen erwarten die Zuschauer und Fans sowohl in den Pausen, wie auch vor und nach dem Spiel. So werden neben Promotion Aktionen des Partners der Moskitos auch Fan-Spiele für beide Fanlager stattfinden, denn es soll ein Event für beide Vereine, für beide Fanlager werden. Neben den ganzen Aktionen rund um das Event, werden auch Grill- und Bierstände vor der Halle, deren Einnahmen alleine den Moskitos zugutekommen, während des kompletten Spiels geöffnet sein. Doch neben allem Eventcharakter, am Ende wäre Sieg Nummer Acht in der Meisterrunde für die Moskitos auch ein Event.

Am kommenden Sonntag geht es dann zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ein Stück weit Richtung Osten. Die Saale Bulls Halle sind der Gegner der Wohnbau Moskitos und in eigener Halle eine echte Macht. Zwar hat das Team um den Ex-Moskito Danny Albrecht aktuell 15 Punkte Rückstand auf die Moskitos, doch unterschätzen sollten die jungen Wilden das Spiel nicht. Zwar hatte man sich an der Saale den Saisonverlauf anders vorgestellt, denn zwischen den Ergebnissen auf fremdem Eis und im heimischen Eisdom klaffen derzeit Welten. Da die Moskitos allerdings in Halle antreten müssen, mit einem Derby in Duisburg in den Knochen, dürfte das ein weiterer ganz schwerer Gang werden. Rein sportlich ist derzeit nichts von Ausfällen bekannt, Marius Erk wird wohl wieder für Bad Nauheim zum Schläger greifen, doch bereits in Leipzig waren Kapitän Gejerhos und Nico Ehmann wieder an Bord. Einzig Christoph Ziolkowski scheint derzeit weiter an seiner Schulterverletzung zu laborieren.

Penaltyschiessen bringt siebten Erfolg

Im Grunde machten sich die Wohnbau Moskitos im einzigen Spiel des Wochenendes in Leipzig das Leben am Ende selbst schwer. Die Hausherren fanden in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht so recht ins Spiel, zu oft gingen Pässe ins Leere. Die Wohnbau Moskitos spielten das geschickt, fingen die Pässe immer wieder ab und fuhren immer wieder Angriffe. Und kamen doch mal Pucks auf das Essener Tor, war Sebastian Staudt stets sicher zur Stelle.

In der 8. Spielminute durften sich die Moskitos zum ersten Mal in Überzahl versuchen, und es sollte auf Anhieb klappen. Flüssig lief die Scheibe durch das Drittel der Icefighter bis Dennis Thielsch einfach mal draufhielt und ins Tor traf. Die Führung der Moskitos brachte noch ein wenig mehr Unsicherheit in das Spiel der Essener. In der 18. Spielminute fängt Sebastian Staudt einen Leipziger Angriff ab, schiebt auf Niklas Hildebrand. Der stürmt gemeinsam mit Andrej Bires mit Druck gen Leipziger Tor und Bires kann den zweiten Essener Treffer erzielen.

Doch im der ersten Pause hatte Leipzigs Coach Sven Gerike wohl die rechten Worte gefunden. Leipzig mit mehr Druck und mit zunehmender Spielzeit kam auch mehr Sicherheit in das Spiel. Die Wohnbau Moskitos hätten jedoch in dieser Phase den berühmten Sack zu machen können. Der Hauptschiedsrichter verteilte in dieser Phase so einige Strafzeiten gegen beide Teams. Zwar gelangen den Icefightern keine Treffer gegen Staudt, auch die Abwehr stand ganz gut, doch auch die Moskitos hatten mehrere gute Möglichkeiten einen dritten oder gar vierten Treffer zu erzielen

So kam es wie es in solchen Spielen gerne kommt, Leipzig machte weiter viel Druck und in der 47. Spielminute kann Esbjörn Hofverberg einen Abpraller in die völlig freie Ecke des Tores donnern. Nun taten in der kleinen Halle die Zuschauer ihr Übrigens, witterten noch den Ausgleich. Und der sollte dann auch in der 57. Spielminute fallen. 59 Sekunden vor dem Ende hätte die Partie sogar noch komplett kippen können, Dennis Thielsch musste 2 Minuten auf die Strafbank, doch es ging in die Verlängerung. Hier hatten die Moskitos wiederum die Chance als Edward Gale 2 plus 2 Minuten absitzen musste.

Im Penaltyschiesssen trafen Veit Holzmann und Michal Velecky für die Moskitos. Für Leipzig konnte nur Nicholas Lazorko verwandeln und so ging der Zusatzpunkt am Ende an die Essener. Chefcoach Frank Gentges sagte in seinem Statement: „Es war ein intensives temporeiches Spiel mit einem verdienten Sieg für uns. Aufgrund der wesentlich mehr Chancen unsererseits mussten wir die drei Punkte eigentlich klar nach regulärer Spielzeit einfahren, der Gang bis ins Penaltschiessen war unnötig. Wie schwer es ist in Leipzig auf der Mini-Eisfläche zu gewinnen ist, haben wir wieder mal gesehen. Auch einzigartig wie die Leipziger Fans ihr Team über die gesamte Spielzeit nach vorne peitschen. Sieben Siege in Serie ist schon eine eindrucksvolle Serie.“

Tore: 0:1 (7:50) Tielsch (Slanina, Ehmann, PP1) 0:2 (17:08) Bires (Hildebrand, Staudt) 1:1 (46:21) Hofverberg (Lazorko, Gale) 2:2 (56:41) Martin (Gale) 2:3 (65:00) Veleck (Penalty) – Strafen: Leipzig: 22 – Essen: 18 – Schiedsrichter: Noeller, Göran (P. Methner, M. Preiß) – Zuschauer: 1.277

Zdenek Kiklhorn wird Trainer bei den Young Moskitos

„Wir möchten gerne auch mehr für die Jugend tun. Unsere Jugendabteilung muss auch eine Perspektive haben sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Vielleicht gelingt es ja sogar den einen oder anderen Spieler an den Kader der ersten Mannschaft heranzuführen, deshalb haben wir Zdenek gebeten uns dabei zu helfen“, so Torsten Schumacher. Damit kehrt jemand an den Westbahnhof zurück, den vor allem die älteren Besucher der Moskitos noch aus Zeiten des EHC Essen und des EHC Essen West kennen werden. Denn Zdenek Kiklhorn war zwischen 1981 und 1987 mehrfach für die Essener sehr erfolgreich auf Torjagd. Allerdings spielte er in der Zeit auch für die Essener Erzrivalen Duisburg und Herne.

Nun soll Kiklhorn helfen der Jugend den nötigen Schub zu geben. Auch als Trainer war er bereits überwiegend in der näheren Umgebung tätig. Wesel, Dorsten, Dortmund, Grefrath um ein paar Stationen zu nennen. Zdenek Kiklhorn wurde am 04. März 1956 in Komotau/Tschechien geboren. Damit ist es den Moskitos gelungen einen ganz erfahrenen Fachmann für die Jugend zu gewinnen.

Gelungener Abend auf dem Kennedyplatz

Wie schon in den letzten Jahren waren die Cracks des Tabellenzweiten auf dem Kennedyplatz. Essen on Ice, die alljährliche Attraktion mit einer Eisfläche unter stimmungsvoller Beleuchtung lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher in die City. Auch die Moskitos sind in diesem Jahr wieder mit drei Showtrainings vertreten und zum ersten Training am vergangenen Montag kamen dann auch neben einigen Jugend- und Bambinispielern Cracks der ersten Mannschaft.

Von 18 bis 19 Uhr zockten Sebastian Eickmann, Julian Lautenschlager, Oliver Granz, Nico Ehmann, Dennis Thielsch und Dominik Patocka zunächst mit den ganz Jungen. Oliver Granz erklärte immer mal das was die Spieler dann machten. Kurz vor dem Ende spielten die Cracks dann drei gegen drei und am Ende gab es natürlich auch noch Zeit für den ein oder anderen Selfie und für ein Gespräch war auch noch Zeit.

Der sechste Sieg hat weh getan!

Der Heimsieg gegen eine starke Reihe der Hamburg Crocodiles hat am Ende weh getan, denn die Wohnbau Moskitos verloren nicht nur Dominik Patocka mit 5 plus Spieldauer. Auch Niklas Mannes musste mit der Trage vom Eis und Frank Gentges sprach nach ersten Informationen von einem Schien- und Wadenbeinbruch. Hauptschiedsrichter Eugen Berger hatte nur bei Patocka eine Attacke mit Verletzungsfolge ausgemacht, bei dem Angriff auf Mannes hatten die drei Spielleiter nichts gesehen.

Die Wohnbau Moskitos ohne Niklas Hildebrand, fanden nur schwer ins Spiel, mussten immer einem Rückstand hinterherlaufen und taten sich gegen kompakte Krokodile lange sehr schwer. Aber, das Team von Frank Gentges fand sich über die 65 Minuten. Und am Ende stehen die Wohnbau Moskitos nun auf dem zweiten Tabellenplatz, haben in Tilburg und in Duisburg und in Herne gewonnen, mit dem Heimsieg gegen Hamburg auch ein Spiel gewonnen, was man arbeitstechnisch gewinnen muss. Benedict Roßberg startete im Tor der Essener und er machte seine Sache sehr gut. Den ersten Punkt setzte der Top-Stürmer der Liga, Brad McGowan mit der Schlägerspitze zur Führung der Gäste. Doch die Moskitos bissen, im Powerplay packte Marius Erk den Hammer aus und das Spiel war wieder ausgeglichen.

Im zweiten Abschnitt ging es mühsam weiter, Hamburg mit der Topreihe immer präsent, doch die Moskitos schockte das wenig. Ein Schuss von Stefan Tillert rutscht Benedict Roßberg über die Fanghand, doch Dominik Patocka mit einem tollen Alleingang gleicht wieder aus. Dann musste der Torschütze duschen, bekam für eine Situation, von der Frank Gentges in der Pressekonferenz sagte: „Ich weiß nicht was der Schiedsrichter da gesehen hat, der Patocka hat den gar nicht berührt“, 5 plus Spieldauer. Hamburg mit der Topreihe ist wieder da. McGowan erzielt die erneute Führung

Und dann begannen die Velecky Festpiele, zunächst zockt er Schubert und Co. aus, lässt auch Kristian im Tor der Hanseaten keine Chance. Mit 4.4 geht es in die letzten 20 Minuten und die Moskitos beißen nun richtig. Unterstützt von knapp 1100 Zuschauern wird der Westbahnhof zur Festung. Wieder gehen die Gäste in Führung, wieder kämpfen sich die Stechmücken zurück, wieder Velecky . Hinter dem Tor der Gäste legt er sich den Keeper zurecht, dann von der rechten Seite guckt er ihn aus und macht den Ausgleich. Am Ende mussten beide Teams in die Overtime und ins Penaltyschiessen. Holzmann und Velecky trafen, für die Moskitos konnte Benny Roßberg den Sieg festhalten.

Leider musste Niklas Mannes nach einer Attacke mit Verdacht auf Schien- und Wadenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Tore: 0:1 (9:25) McGowan (Gerartz, Schubert) 1:1 (11:15) Erk (Mannes, Lautenschlager, PP1) 1:2 (20:34) Tillert (Mitchell, McGowan) 2:2 (27:28) Patocka (Velecky) 2:3 (30:02) McGowan (Gerartz, Mitchell, PP1) 3:3 (38:27) Velecky (Lautenschlager, Barta) 3:4 (43:44) Gerartz (McGowan, Mitchell) 4:4 (48:26) Velecky (Lautenschlager, Erk, PP1) 5:4 Velecky (P) – Strafen: Essen. 5 plus Spieldauer Patocka – Hamburg: 12 – Schiedsrichter: Berger, Eugen (L. Müller, W. Schmidt) – Zuschauer: 1.088 – Schüsse auf das Tor: 64 zu 40

Wohnbau Moskitos erklimmen auch „den Berg“

Fünftes Meisterrundenspiel, fünfter Sieg! „Was haben denn die Moskitos vor“, konnte man in den sozialen Medien nach dem Auswärtssieg der Wohnbau Moskitos am Herner Gysenberg lesen. Im dritten Derby der Saison dann auch der erste Sieg der Moskitos, und das beim Herner EV. Was das Team von Frank Gentges von Spieltag zu Spieltag abruft verdient aktuell allergrößten Respekt. Man kann sicherlich argumentieren, wer Meisterrunde spielen will, sollte Halle und Leipzig auf eigenem Eis schlagen. Man kann sicherlich auch mal an der Wedau gewinnen, zumal die Füchse den Wohnbau Moskitos in den letzten Jahren ganz gut lagen. Aber nach dem Sieg bei Meister Tilburg legten Velecky, Holzmann und Co. nun beim unangefochtenen Spitzenreiter in Herne nach.

Und das auch noch ohne Christoph Ziolkowski (Schulterverletzung nach Tilburg Spiel) und kurzfristig auch ohne Oliver Granz, der beim Warmlaufen passen musste. Dafür erstmals in dieser Saison wieder dabei Neuzugang Maik Klingsporn und aus Bad Nauheim Neu-U19 Nationalspieler Garret Pruden. Das Team von Frank Petrozza begann vor der Kulisse von 2.286 Zuschauern etwas wacher, setzte Sebastian Staudt unter Druck und wollte direkt für klare Verhältnisse sorgen. Doch wie schon in den letzten erfolgreichen Spielen bekamen die Spieler von Frank Gentges das Spiel recht schnell ganz gut in den Griff. Hauptschiedsrichter Schmidt, der bei einigen Entscheidungen etwas kleinlich wirkte, hatte Michal Velecky auf die Strafbank verbannt, da war die Essener Deckung nicht konsequent genug. Der Puck tropfte vor den Schläger von Dominik Luft, der schob kurz quer und Thomas Dreischer konnte sich die Ecke aussuchen. Doch die Moskitos schütteln sich nur kurz, fuhren ihrerseits ein paar Angriffe. Jan Barta kontrollierte die Scheibe hinter dem Tor von Weidekamp, der kluge Pass auf Robin Slanina und der Ausgleich war erzielt.

Das 2. Drittel sollte eines der intensivsten Drittel werden, die die Oberliga in dieser Saison bisher erlebt hatte. Wieder mit dem besseren Start für die Hausherren, denn einen langen Pass von Brad Snetsinger nagelte Sam Verelst rechts oben in den Winkel, ganze 28 Sekunden war Drittel Zwei da alt. Und wieder schüttelten sich die jungen Wilden nur, setzten nun das Tor von Weidekamp so richtig unter Druck. Dominik Patocka schnappte sich an der Mittellinie einen Pass von Sebastian Eickmann, ließ die Herner Verteidiger alt aussehen und zockte auch noch Weidekamp aus, wieder war der Ausgleich gefallen. Doch damit nicht genug, nach einer Strafe gegen den Herner Kapitän Stephan Kreuzmann packte Sebastian Eickmann an der blauen Linie den Hammer aus und bringt die Moskitos erstmal in Führung. Lange wärte die Freude nicht, wieder hatten die Wohnbau Moskitos Überzahl, doch dieses Mal ist eines der Zuspiele im Herner Drittel zu ungenau, Aaron McLeod spritzte dazwischen, spurtete mit der Scheibe auf Staudt und schirmte diese gekonnt ab, den Rückpass haute Jan-Niklas Pietsch mit voller Wucht ins Essener Tor. Und es kam noch schlechter für die Moskitos, wieder war die Herner Paradereihe auf dem Eis, Strafe gegen Essen ist angezeigt, doch Snetsinger will nicht solange warten und brachte sein Team erneut in Front. Mit dem achten Tor in diesem Spiel geht das intensive Drittel dann zu Ende, Julian Lautenschlager setzte gut nach und spitzelte Weidekamp den Puck weg und ins Tor zum erneuten Ausgleich.

Der letzte Abschnitt begann etwas verhaltener, Essen war durchaus darauf bedacht nicht in gefährliche Spielzüge zu geraten, lauerte aber auf die eine Chance. Und die kam, ein Traumpass von Dominik Patocka nahm der durchstartende Niklas Hildebrand auf, ließ zwei Verteidiger stehen und zockte auch noch Weidekamp aus. Es wurden dann lange knapp sieben Minuten in denen Sebastian Staudt ein Turm in der Schlacht war. Doch auch die Essener Defensive verteidigte klug die blaue Linie und das Tor, selbst die Herausnahme von Weidekamp brachte keinen Erfolg mehr. Beide Trainer zeigten sich in der Pressekonferenz zufrieden, sahen ihre beiden Teams auf Augenhöhe und eben dieses Mal mit dem besseren Ende für die Moskitos. In seinem Statement sagte Cheftrainer Frank Gentges: „Es war ein hart umkämpftes Spitzenspiel mit zwei Top-Mannschaften. Wir waren der verdiente Sieger, mit dem Momentum, nach vier, bzw. fünf Siegen in Serie auf unserer Seite. Beachtenswert auch, dass wir ohne Christoph Ziolkowski, Oliver Granz, Philipp Gejerhos und Nico Ehmann spielen mussten. Wir können das alles sehr gut einschätzen und wissen wie viel wir immer wieder investieren müssen.“

Tore: 1:0 (5:40) Dreischer (Luft, PP1) 1:1 (7:16) Slanina (Barta, Thielsch) 2:1 (20:32) Verelst (Snetsinger, Pietsch) 2:2 (25:10) Patocka (Eickmann, Kaisler) 2:3 (32:57) Eickmann (Bires, Hildebrand, PP1) 3:3 (37:10) Pietsch (McLeod, SH1) 4:3 (38:38) Snetsinger (McLeod, Dreschmann, 6) 4:4 (39:17) Lautenschlager (Velecky, Holzmann) 4:5 (53:14) Hildebrand (Patocka, Staudt) – Strafen: Herne: 6 – Essen: 12 – Schiedsrichter: Schmidt, Eugen (J. Dietrich, K. Jasik) – Zuschauer: 2.286 – Schüsse auf das Tor: 40 zu 31

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