Mit der Nummer 29: „Basti“ STAUDT....

So schallt es meistens durch den Westbahnhof, wenn die Mannschaft vor den Heimspielen aufs Eis gerufen und einzeln vorgestellt wird. Und das wird auch in der kommenden Saison so bleiben, denn die Wohnbau Moskitos und Sebastian Staudt haben einen Vertrag für eine weitere Saison geschlossen. Sebastian Staudt kam vor der laufenden Saison von den Icefighters Leipzig zu den Moskitos und lieferte über die gesamte Spielzeit eine ganz starke Leistung ab. Sebastian Staudt wurde am 29.04.1988 in Krefeld geboren und verbrachte seine Jugend beim Krefelder EV. 2006 zog es ihn dann nach Bremerhaven, über die Stationen Leipzig, Schwenningen, erneut Bremerhaven, Chemnitz, Straubing und noch einmal Leipzig kam der sympathische Keeper an den Westbahnhof wo er spontan zum Publikumsliebling wurde.

Bereits in der Haupt- und Meisterrunde zeigte Sebastian Staudt starke Leistungen und war einer der besten Keeper der Oberliga. In den Play Offs hat er natürlich im Rahmen einer tollen Mannschaftsleistung einen großen Anteil am derzeitigen Erfolg der Moskitos. Auch sein Trainer ist zufrieden über die Vertragsverlängerung: „Sebastian hat bis dato meine Erwartungen absolut erfüllt. Er ist ein starker, ruhiger und mittlerweile erfahrener Torwart mit der entsprechenden notwendigen Professionalität. Von ihm können sich junge Torhüter noch eine Menge abschauen, insbesondere was die Einstellung zum Beruf betrifft."

Die Wohnbau Moskitos freuen sich über die Vertragsverlängerung mit der #29 und wünschen ihrem Keeper auch für die nächste Saison einen tollen sportlichen Erfolg.

Neben der Vertragsverlängerung von Sebastian Staudt werfen natürlich auch die am morgigen Dienstag beginnenden Halbfinalspiele gegen die Tilburg Trappers ihre Schatten voraus. Um 20 Uhr kreuzen die Wohnbau Moskitos mit den Tilburg Trappers in der Eissporthalle Essen-West die Schläger um den Einzug ins Finale der Oberliga Play Offs. Drei Siege und eine Niederlage in Tilburg stehen aus Haupt- und Meisterrunde für die Wohnbau Moskitos auf der Haben Seite, doch unterschätzen darf man die holländische Nationalmannschaft nicht. Mit ihrer doch teilweise rustikalen Spielweise kann Tilburg den Gegner durchaus aus dem Tritt bringen. Für ein Ärgernis bei den Fans der Wohnbau Moskitos sorgt derzeit auch, dass die Trappers das Kartenkontingent für Gästefans für das Rückspiel am Donnerstag in Tilburg doch stark eingeschränkt hat. Lediglich gut 200 Karten stehen den Fans der Moskitos hier zur Verfügung was bei einem Fassungsvermögen von etwa 2.500 Zuschauern nicht gerade viel ist.

Und der Cheftrainer und Sportmanager hat sich natürlich auch akribisch mit dem kommenden Gegner beschäftigt. In einem kleinen Interview gibt Frank Gentges einen Ausblick auf die kommenden Serie.

Die Redaktion sprach mit Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges über das anstehende Play-Offs Halbfinale gegen die Tilburg Trappers.

Die Saison geht nach einer hervorragenden Haupt- und Meisterrunde und mit zwei sensationellen 3:0 Serien-Siegen im Achtelfinale gegen die Icefighters Leipzig und im Viertelfinale gegen den EC Peiting, jetzt mit dem Halbfinale weiter. Wie groß ist die Vorfreude?

Die Vorfreude ist natürlich riesig. Wir haben uns das alles sehr hart erarbeitet und werden auch fürs Halbfinale alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen. Wie gesagt, wir werden bestmöglich vorbereitet sein, die Jungs müssen jetzt die entsprechende Balance finden.

Einzig, eine Verlautbarung, dass Peiting Protest gegen die Schiedsrichterentscheidungen im ersten Spiel eingelegt hat, stieß bei Ihnen sauer auf.

Im ersten Spiel in Essen war die Schiedsrichter Leistung größtenteils korrekt, obwohl noch einige Strafen mehr gegen Peiting hätten ausgesprochen werden müssen. Im zweiten Spiel in Peiting sind wir wie leider erfahrungsgemäß erwartet, von hinten bis vorne benachteiligt worden. Im dritten Spiel in Essen wurden wir alles andere als bevorzugt. Es spielte die mit fairste Mannschaft der Oberliga Nord gegen die unfairste Mannschaft der Oberliga Süd, das ist Fakt, der Status, den man sich über 50 Spiele aufbaut, lügt nicht und das war auch deutlich sichtbar.

Leider wurde Nardo Nagtzaam unberechtigterweise mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe bestraft und fällt für das erste Halbfinalspiel aus. Wurde Einspruch dagegen eingelegt?

Die Bilder zeigen deutlich, dass es ein Check von der Seite mit Schulter gegen Schulter und Schläger auf dem Eis war und nichts anderes, also eine Fehlentscheiden. Einspruch dagegen beim DEB einlegen lohnt sich erfahrungsgemäß nicht, das verursacht nur Kosten.

Ihr Lieblingsgegner fürs Halbfinale der EV Duisburg ist wieder mal vorzeitig ausgeschieden, sehr traurig?

Was heißt traurig, wir hätten gerne gegen Duisburg im Halbfinale gespielt, aber das haben leider schon andere vor uns erledigt.

Jetzt geht es gegen die ausländische Mannschaft Tilburg Trappers, die fast mit der kompletten holländische Nationalmannschaft sprich 22 Import-Spielern in der deutschen Oberliga spielt und nicht aufsteigen darf, die den Weg für ambitionierte deutsche Oberligisten verbauen und aus einem Finale mit eigener Beteiligung, ein Finale ohne Wert machen, da der Gegner ja automatisch aufgestiegen ist. Wie fühlt man sich da, wenn man jetzt selber im Halbfinale betroffen ist?

Dass es eine sportlich absolut perverse und unfaire Situation ist, steht vollkommen außer Frage und dass so etwas nur im deutschen Eishockey vorkommen kann scheint mittlerweile wohl auch normal. Der DEB und die Vereinsfunktionäre wollen das anscheinend so, dann soll das eben so sein, mich persönlich ermüdet das Thema nur noch. Mich interessiert nur die Entscheidung auf dem Eis, mir Gedanken über die Entscheidungen und das dumme Gerede drum herum zu machen, ist vollkommen sinnlos und raubt nur Energie.

Sie haben vor geraumer Zeit bei der Pressekonferenz in Tilburg gesagt, dass Tilburg den großen Vorteil hat, dass sie am Saisonende mit vollem Kader spielen können, da sie sich konkurrenzlos in Holland auf dem Spielermarkt bedienen können und die deutschen Vereine um den immer kleiner werdenden  Spielermarkt hart kämpfen müssen.

So ist es, ein weiterer Punkt von Wettbewerbsverzerrung.

Tilburg ist die mit Abstand unfairste Mannschaft der Oberliga, die Moskitos die zweitfairste, könnte das ein Schlüssel sein?

In der DEL und DEL 2 werden nur noch die Finals gespielt, da müssten genügend DEL-Schiedsrichter für die Oberliga Finals frei sein……Was ich bis jetzt in den eigenen Play-Offs und anderen Play-Off Spielen gesehen habe, konnten die Schiedsrichter den Spielen nicht immer Stand halten. Also ein wichtiger Punkt, der nicht zu beeinflussen ist.

Vor den Play-Offs war ihr Tipp, Tilburg steht im Finale und der Finalgegner ist damit sofort aufgestiegen. Bleibt es bei Ihrem Tipp?

Tilburg ist aktueller Meister, hat den besten Kader der gesamten Oberliga, nur zweimal diese Saison zu Hause verloren, immer ein ausverkauftes Stadion und ist somit klarer Favorit im Halbfinale.

Duisburg hat den Tipp kaputt gemacht……Wir werden alles geben.

Vorverkauf für's Halbfinale

Der ERC Sonthofen schickt den EV Duisburg in die Sommerpause. Somit stehen auch die Hablfinalpaarungen fest.

Paarung 1: EC Bad Tölz vs. ERC Sonthofen
Paarung 2: Wohnbau Moskitos vs. Tilburg Trappers

Das erste Heimspiel am Westbahnhof ist am Dienstag, den 11.04.2017 um 20 Uhr.

Folgende Vorverkaufstage werden wir in der Geschäfsstelle einrichten:

Samstag - 08.04.2017 - 13.00 bis 15.00 Uhr
Sonntag - 09.04.2017 - 13.00 bis 15.00 Uhr
Montag - 10.04.2017 - 18.00 bis 19.00 Uhr

An diesen Tagen gibt es Karten für alle Kategorieren.

Zudem werden ab morgen unsere Vorverkaufsstellen mit weiteren Stehplatzkarten ausgestattet. Gegen Nachmittag müssten alle Stellen mit genügend Karten versorgt sein. Bitte denkt daran, dass es bei den Vorverkaufsstellen NUR Stehtplatzkarten zu kaufen gibt. Für andere Kartenkategorieren müßt Ihr bitte in die Geschäftsstelle kommen. Die Adressen und Öffnungszeiten der Vorverkaufsstellen findet ihr hier.

Peiting hat erneut nichts zu bestellen.

Die Wohnbau Moskitos schicken Peiting in die Sommerpause und sind unter den letzten vier Mannschaften der Oberliga Play Offs.

In drei engen Begegnungen, aber letztlich ganz glatt in drei Spielen schicken die Wohnbau Moskitos den EC Peiting in die Sommerpause. Nach den beiden 5:3 Siegen vom letzten Freitag und dem Auswärtsspiel am vergangenen Sonntag setzten sich die Essener mit 7:3 (1:0, 2:3, 4:0) in einer engen, aber am Ende doch deutlichen Begegnung durch. Die Moskitos begannen druckvoll und setzten dem von Florian Hechenrieder gehüteten Tor sofort zu. Bereits nach gut einer Minute musste Ty Morris den Puck von der Linie des leeren Tores kratzen. Und die Gäste halfen der anfänglichen Überlegenheit der Moskitos kräftig nach, bereits nach 49 Sekunden war Milan Kostourek auf die Strafbank gewandert. Der Torjäger der Gäste war gerade wieder auf dem Eis, da mussten zeitgleich Tim Rohrbach und Brad Miller auf die Bank. Das nutzten die Moskitos, schöner Pass von Christoph Ziolkowski auf Nardo Nagtzaam und der Holländer nagelt den Puck trocken ins lange Eck. Das war es aber auch im ersten Abschnitt schon mit Toren, zwar hatten die Stechmücken noch ein paar Topchancen, aber es blieb beim dünnen 1:0.

Das sollte sich im zweiten Abschnitt dann auch zunächst rächen, gut eine Minute gespielt, da bekommt die Moskitos Defensive den Puck nicht unter Kontrolle, dieser sprang ein paar Meter vor Staudt auf den Schläger von Tim Rohrbach und der knallte den Puck unter die Latte. Zu allem Überfluss leistete sich Nardo Nagtzaam noch einen Bandencheck gegen Martin Andrä, für den ihm der Hauptschiedsrichter fünf plus Spieldauerstrafe aufbrummte. Doch nicht die Gäste nutzten den Vorteil des einen Feldspielers mehr. Der starke Marcel Pfänder schnappte sich auf der rechten Seite die Scheibe, über Oliver Granz kommt der Puck zum links mitgelaufenen Niklas Hildebrand und die Moskitos gingen in Unterzahl wieder in Führung. Einen vergleichsweise harmlosen Schubser von Sebastian Eickmann ahndet Naust mit zwei Minuten, die die Gäste erneut zum Ausgleich nutzten. Torjäger Milan Kostourek brachte die Scheibe erneut an Staudt vorbei im Essener Tor unter. Und in der 36. Spielminute kam es für die Essener gar noch schlimmer, Simon Maier kann Peiting erstmals die Führung bescheren. Doch die Moskitos dieser Saison lassen sich von sowas rein gar nicht beeindrucken, im Powerplay läuft die Scheibe ganz flüssig und plötzlich steht Robin Slanina ganz alleine vor Hechenrieder. Mit dem Rücken zum Tor nimmt er den Puck an, drehte sich und schlenzte am Peitinger Keeper vorbei zum Ausgleich, Traumtor!

Im letzten Drittel jubelten zwar zunächst die Moskitos, der Treffer fand aber keine Anerkennung, wegen hohen Stocks. Bis zur 53. Minute blieb das Spiel auf des Messers Schneide, dann ist Peiting wieder einmal in doppelter Unterzahl und Marcel Pfänder hämmerte die Scheibe mit einem satten Schuss ins Tor. Gut drei Minuten später, wieder doppelte Überzahl für die Moskitos und Michal Velecky, der den kranke Andrej Bires ersetzte wurschtelte den Puck irgendwie ins Tor. Und es sollte noch besser kommen, einen starken Konter von Marcel Pfänder schloss der mitgelaufene Niklas Hildebrand ab, verlud gekonnt Hechenrieder. Sebastian Buchwieser nahm seine Goalie noch vom Eis, probierte in den letzten zwei Minuten alles, doch dieses Mal ist dann Jan Barta für das Empty Net Goal und damit den Endstand zuständig.

Frank Gentges, der Essener Chefcoach und Sportmanager sagte in der Pressekonferenz: „Es war wie gegen Leipzig eine enge und intensive Serie. Das ist klar, die Luft wird dünner, die Mannschaften werden besser, die Qualität der einzelnen Spieler wird besser. Ich habe gelesen, dass Peiting sich gut über uns informiert hat, das haben wir auch getan und wir haben alles das, was wir aufs Eis bringen konnten, aufs Eis gebracht. Unsere Physis ist sensationell, immer im letzten Drittel zahlt sich unsere harte Arbeit aus. Und 25 Stunden im Bus sitzen, das wollte von uns keiner mehr, nichts gegen Peiting, schöne Ecke, aber da wollte nach 25 oder 26 Stunden am Sonntag keiner mehr hin. Ich denke wir haben die Serie verdient gewonnen, obwohl Peiting ein sehr guter Gegner war.“

Tore: 1:0 (3:16) Nagtzaam (Ziolkowski, Thielsch, PP1) 1:1 (21:09) Rohrbach) Miller, Andrä) 2:1 (23:11) Hildebrand (Granz, Pfänder, SH1) 2:2 (31:24) Kostourek (Feuerecker, Saal, PP1) 2:3 (35:36) Maier (Weyrich, Feuerecker) 3:3 (38:22) Slanina (Ziolkowski, Granz, PP1) 4:3 (52:41) Pfänder (Erk, Lautenschlager, PP2) 5:3 (55:53) Velecky (Slanina, Patocka, PP2) 6:3 (57:09) Hildebrand (Pfänder) 7:3 (59:13) Barta (Velecky, Hartmann) – Strafen: Essen: 10 plus 5 plus Spieldauer Nagtzaam – Peiting: 20 plus 10 Morgan – Schiedsrichter: Naust, Marc André – (P. Gogulla, M. Seeßle) – Zuschauer: 1.821

Der Süden hat seinen Schrecken verloren

Nach dem 5.3 Sieg vom Freitag im ersten Spiel gegen den Südvertreter EC Peiting am heimischen Westbahnhof kam das Team von Frank Gentges mit exakt dem gleichen Ergebnis zurück aus Bayern. Und dabei ist das umso höher zu bewerten, da die Essener zunächst mit 2:0 in Rückstand gerieten, das Spiel aber mit einer tollen Leistung drehten um am Ende beim 3:5 (2:1, 0:1, 1:3) das Tor zum Halbfinale ganz weit aufstießen.

Der EC Peiting legte los wie die Feuerwehr und setzte das von Sebastian Staudt gehütete Tor direkt von Beginn an unter Druck. Nach fünf gespielten Minuten die erste Topchance der Hausherren, doch noch stand die Null auf der Anzeigetafel. Doch auch der Hauptschiedsrichter schien an diesem Abend ein Peitinger zu sein, denn er sah schon bei den Moskitos Fouls, die er bei den Peitingern geflissentlich übersah. Über das Spiel verteilt sprechen 10 zu 18 plus 10 Strafminuten zu Ungusten der Moskitos hier schon eine deutliche Sprache. So war es dann auch eine Strafzeit gegen die Moskitos, die Peiting zum ersten Erfolg verhalf, Werner Hartmann musste raus und Simon Maier hämmerte die Scheibe aus kurzer Distanz hoch in den Winkel. Noch keine 10 Minuten waren gespielt, da sollte es für die etwa 200 mitgereisten Moskitos Fans noch schlimmer kommen, Brad Miller startet links durch bis fast hinters Essener Tor und den Rückpass versenkt Ty Morris zum 2:0. Die Wohnbau Moskitos zu dieser Zeit des Spiels viel zu passiv, viel zu ungenau, doch das sollte sich grundlegend ändern. Den Startschuss dazu gab Christoph Ziolkowski ab, einen klugen Pass von Dennis Thielsch nimmt der Essener Stürmer auf, startet von links ins Peitinger Drittel und hämmert den Puck ins lange Eck.

War den Wohnbau Moskitos im ersten Abschnitt noch die lange Anreise anzumerken, kamen sie hellwach in den zweiten Abschnitt. Bereits Sebastian Eickmann und Andrej Bires hatten zu Beginn Topchancen, doch der Ausgleich blieb Julian Lautenschlager vorbehalten. Zusammen mit Chritoph Ziolkowski und Nardo Nagtzaam fuhren die drei einen regelrechten Überfall auf das Peitinger Tor und Lautenschlager hat dann die beste Position, versenkt die Scheibe.

Robin Slanina kann dann den letzten Abschnitt gar mit der Führung für die Gäste aus Essen krönen, nach knapp drei Minuten im letzten Drittel bekommt er den Puck schön aufgelegt und zieht von der rechten Seite ab ins Tor. Doch noch war Peiting nicht besiegt, Brad Miller brachte sein Team in der 48. Spielminute noch einmal zurück ins Spiel. Doch jetzt wollten die Wohnbau Moskitos alles. Und wieder war es Robin Slanina der die Moskitos jubeln ließ. Einen Traumpass von Dennis Thielsch nimmt er auf, umkurvte einmal das Peitinger Tor und der Bauerntrick überrascht am Ende auch Hechenrieder, die Moskitos führten erneut. Peiting probierte in den letzten 10 Minuten noch einmal alles, aber die Defensive der Wohnbau Moskitos und ein erneut überragender Sebastian Staudt halten ihr Tor sauber. Nardo Nagtzaam, der wieder für den erkrankten Michal Velecky spielte, machte am Ende mit einem Empty Net Goal alles klar.

Damit können die Moskitos am morgigen Dienstag im dritten Spiel (20 Uhr – Eissporthalle Essen-West) alles klarmachen. Und dann, dann gäbe aus auch wieder ein Shakehands und eine Pressekonferenz, denn in Essen ist es immer noch Sitte, dass es in den Play Offs erst Shakehands und eine Pressekonferenz gibt, wenn der Sieger ausgekämpft wurde. Bei einem Sieg im morgigen Spiel wären die Wohnbau Moskitos im Halbfinale der Oberliga Play Offs, und da der Süden so langsam seinen Schrecken verliert.......

Tore: 1:0 (6:14) Maier (Saal, Feuerecker, PP1) 2:0 (9:53) Morris (Miller, Maier) 2:1 (13:55) Ziolkowski (Thielsch, Hildebarnd) 2:2 (36:23) Lautenschlager (Nagtzaam, Ziolkowski) 2:3 (42:47) Slanina (Thielsch, Ziolkowski) 3:3 (47:43) Miller (Morris) 3:4 (48:34) Slanina (Thielsch) 3:5 (58:20) Nagtzaam (Holzmann, Lautenschlager, ENG) – Strafen: Peiting: 10 – Essen: 18 plus 10 Thielsch – Schiedsrichter: Hascher, Alfred (T. Kalnik, L. Thür) – Zuschauer: 1.345

Starker Beginn des Viertelfinales gegen Peiting

Mit dem 5:3 (0:0, 1:1, 4:2) Sieg gegen den Ec Peiting nahmen die Wohnbau Moskitos die erste hohe Hürde im Kampf um den Einzug ins Halbfinales der Play Offs.

Dabei waren die Essener im ersten Drittel die etwas stärkere Mannschaft, setzten die Gäste früh unter Druck, ließen wenig Chancen zu und machten ihrerseits viel Druck auf das von Florian Hechenrieder gehütete Peitinger Tor. Die Gäste hätten sich in dieser Phase über einen Rückstand nicht beschweren dürfen, sogar die Latte half zeitweilig aus und bewahrte Peiting vor dem möglichen Rückstand. Sicherlich hatten auch die stets wachsamen Gäste Chancen, doch meist war es Sebastian Staudt, der für die Moskitos zur Stelle war, wenn es brenzlig wurde. So ging es mit 0:0 in die erste Pause, der zweite Abschnitt sollte mit dem ersten Stich der Wohnbau Moskitos beginnen.

Julian Lautenschlager schickt den startenden Nardo Nagtzaam auf die Reise, der zieht mit starkem Antritt von rechts ins Peitinger Abwehrdrittel und hämmert die Scheibe ins Tor, der Bann war gebrochen. Leider brachte das nicht die erhoffte Sicherheit und nur zwei Minuten später musste Sebastian Staudt ebenfalls die Scheibe aus dem Tor kratzen. In der Folge schwammen die Moskitos einige Male und hatten ihrerseits ein wenig Glück, dass es nicht bitter wurde.

Derart ausgeglichen begannen die vorerst letzten 20 Minuten, und sie begannen mit einem Paukenschlag. Julian Lautenschlager bekam auf der halbrechten Position den Puck, musste kurz gucken und haut das Ding dann einfach in die Maschen. Ganze 32 Sekunden waren im letzten Drittel zu diesem Zeitpunkt gespielt und einige der 1.893 Zuschauer dürften noch gar nicht wieder an ihrem Platz gewesen sein. Und es sollte so weiter gehen, vier Minuten später, die Wohnbau Moskitos mit Überzahl fährt Nardo Nagtzaam, der heute den erkrankten Michal Velecky vertreten musste, von rechts ins Peitinger Drittel, wartet sehr lange. Eben so lange bis der mittgelaufene Veit Holzmann auf der linken Seite ganz alleine steht, den klugen Querpass braucht Holzmann nur noch einschieben.

Und es sollte noch besser kommen, aus Essener Sicht. 10 Minuten vor Spielende schickt Christoph Ziolkowski mit einem Traumpass den startenden Robin Slanina auf die Reise, und der lässt Hechenrieder im Tor der Gäste alt aussehen. Es steht 4:1 und die Halle kocht nun, doch das Spiel war noch nicht beendet, denn Peiting kam zurück. Zunächst bekommt die Essener Defensive die Scheibe nicht unter Kontrolle, Andreas Feuerecker passt quer auf den am langen Pfosten freistehenden Simon Maier und Peiting ist wieder im Rennen. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende haben die Gäste die Powerplay Chance, und sie nutzen diese. Dieses Mal drückt Anton Saal eine Scheibe ein die an Freund und Feind vorbeitrudelt. In den letzten zwei Minuten gibt es noch einmal das volle Programm Spannung, Strafe Essen, Lautenschlager. Chefcoach Frank Gentges nimmt eine Auszeit, Peiting bringt einen Feldspieler für Hechenrieder. Dann Strafzeit gegen Peiting, doch auch hier nimmt Coach Buchwieser bei Scheibenbesitz wieder den Torhüter vom Eis. Andrej Bires nutzt das mit seinem Empty Net Goal 10 Sekunden vor dem Ende. Damit dürfen die Moskitos mit breiter Brust, aber auch mit Respekt am Sonntag zum zweiten Spiel in den Süden fahren.

Tore: 1:0 (22:05) Nagtzaam (Lautenschlager, Holzmann) 1:1 (24:50) Maier (Miller, Morris) 2:1 (40:32) Lautenschlager (Holzmann, Nagtzaam) 3:1 (44:43) Holzmann (Nagtzaam, Erk, PP1) 4:1 (50:06) Slanina (Ziolkowski, Thielsch) 4:2 (53:26) Maier (Feuerecker, Morris) 4:3 (57:27) Saal (Morris, Krabbat, PP1) 5:3 (59:50) Bires (Gejerhos, ENG) – Strafen: Essen: 8 plus 10 Barta – Peiting:: 14 plus 10 Gohlke plus 5 plus 20 Kostourek – Schiedsrichter: Krawinkel, Markus (D. Kontny, P. Siebel) – Zuschauer: 1.893 – Schüsse auf das Tor: 44 zu 34

Viertelfinale gegen Peiting

Nach den Herzschlag Play Off Spielen gegen die Icefighters Leipzig bekommen es die Wohnbau Moskitos nun mit dem EC Peiting zu tun. Am morgigen Freitag stellt sich dann erstmals seit längerer Zeit wieder ein Vertreter aus dem Süden der Republik am Essener Westbahnhof vor. (20 Uhr) Sebastian Buchwieser, der jetzige Trainer der Peitinger, hat während seiner aktiven Zeit in der DEL 59 Spiele für die Moskitos bestritten. Zum Ende der jetzigen Runde wurde er mit seinem Team Vierter der Oberliga Süd. So wird die Runde gegen die Wohnbau Moskitos, die Dritter im Norden wurden, sicherlich ein heißer Fight werden und die Moskitos müssen hellwach sein, wenn es vielleicht noch eine Runde weitergehen soll. Das erste Spiel der Best of Five Runde wird dabei schon einen kleinen Einblick in die Leistungsfähigkeit der Südvereine sein.

Der Spieler mit den meisten Scorerpunkten im Team der Peitinger heißt Ty Morris. Mit 49 Punkten hat der mittlerweile mit deutschen Pass spielende Morris zwar nicht die meisten Tore, aber bei 38 Beihilfen schon ordentlich zugelangt. Gefolgt wird Morris von einem Verteidiger, Bradley Miller in der Defensive der Peitinger ist mit 13 Toren und 34 Assists auch nicht zu unterschätzen. Doch das Team von Frank Gentges darf auch nicht die deutschen Stürmer Anton Saal und Dominik Krabbat unterschätzen, beide trafen bereits 15 Mal in der laufenden Serie. Florian Hechenrieder, der Mann im Tor des EC Peiting ist ein Eigengewächs. Er hat in der Jugend des EC Peiting gespielt, kann aber auch Erfahrung aus Kaufbeuren, Riessersee und Nürnberg vorweisen.

Frank Gentges, der Cheftrainer und Sportmanager der Wohnbau Moskitos tritt dann auch ein wenig auf die Bremse: „Peiting ist eine erfahrene, homogene Mannschaft mit einigen hervorragenden Schlüsselspielern. Wir werden sehen wie unsere jungen Spieler das händeln. Was in Peiting insbesondere bei Play Off Spielen los ist, weiß man, wenn man das selbst schon mal mitgemacht hat.“

Nach dem aktuellen Stand sind mögliche Spieltermine: Freitag, 31.03.17 – 20 Uhr – Essen / Sonntag, 02.04.17 – 18 Uhr – Peiting / Dienstag, 04.04.17 – 20 Uhr – Essen / Freitag, 07.04.17 – 19:30 Uhr – Peiting / Sonntag, 09.04.17 – 18:30 Uhr – Essen.

Und noch ein paar Hinweise zum Spiel am Freitag: Aufgrund der hohen Nachfrage an Tickets im Vorverkauf und über die Webseite, haben wir uns entschlossen am Freitag einen weiteren Eingang zu öffnen. Der zweite Eingang befindet sich links neben der Aussenkasse. So wollen wir den Einlass etwas entzerren und einen schnelleren Eintritt in die Halle gewähren.

Danke an der Stelle an den Ordnungsdienst und die zusätzlichen Helfer, die diesen Plan unterstützt haben.

Die Türen öffnen wie immer eine Stunde vor Bully - also um 19 Uhr.

Die Kassen sind ab 18.30 Uhr geöffnet und Grill- sowie Getränkestand vor der Halle öffnen bereits um 18 Uhr.

Also heute noch mal den Vorverkauf in der Geschäftsstelle (ab 18 Uhr) nutzen und sich so einen kleinen Vorteil beim Einlass verschaffen

Julian Lautenschlager bleibt ein Moskito

So langsam neigt sich die Saison 2016/2017 ihrem Ende entgegen und so gibt es eine erste Weiterverpflichtung bei den Wohnbau Moskitos zu vermelden. Julian Lautenschlager wird auch in der kommenden Spielzeit am Essener Westbahnhof bleiben und weiterhin das Trikot mit der Rückennummer #19 tragen. Julian Lautenschlager wurde am 29. Juli 1996 in Regensburg geboren und verbrachte seine Jugendzeit auch beim EV Regensburg. Schüler Bundesliga, Jugend Bundesliga und später DNL waren seine Station bevor er 2014 zum DNL Team der Düsseldorfer EG stieß. Julian Lautenschlager bringt bei einer Größe von 187 cm 74 kg auf die Waage.

Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges sagte zur Weiterverpflichtung des Stürmers: "Julian hätte die DNL mindestens ein Jahr früher verlassen müssen. Die ersten vier Monate hatte er deutlich Probleme sich unter professionellen Strukturen im Seniorenbereich zu behaupten. Mittlerweile hat er größtenteils verstanden worum es geht. Eine weitere Saison bei uns ist für seine Entwicklung optimal und wird ihn in allen Bereichen noch stabiler machen. Ich bin von seinem Talent überzeugt und mir sicher, dass er mittelfristig in der DEL 2 Fuß fassen wird, vorausgesetzt er arbeitet entsprechend hart an sich."

Auch der 1. Vorsitzende der Wohnbau Moskitos freut sich, dass Julian Lautenschlager sich für eine weitere Saison am Westbahnhof entschieden hat: "Wir freuen uns, dass mit Julian Lautenschlager ein junger talentierter Spieler eine weitere Saison bei uns bleibt. Er gehört zur Kategorie Perspektivspieler, die in absehbarer Zeit für eine höhere Liga geeignet sind." Lautenschlager wurde 2012 mit dem EV Regensburg Jugend Bundesliga Meister und ist nun in Essen auf dem Weg, den nächsten Schritt zu gehen.

Moskitos für Nachwuchsarbeit ausgezeichnet

Moskitos für Nachwuchsarbeit vom DEB mit 3 Sternen ausgezeichnet!

Diese sehr erfreuliche Nachricht erhielt der Verein am vergangenem Montag. Aber was bedeutet das?

Alle 52 DEB geführten Clubs (DEL, DEL2 und die Clubs der Oberligen Nord und Süd) verpflichten sich verstärktes Augenmerk auf die Nachwuchsförderung zu legen um langfristig qualitativ gute Spieler ausbilden zu können. Dieses wird im Rahmen des 5 Sterne Programms jährlich durch den Deutschen Eishockey Bund überprüft.

Für jede erfüllte Kategorie erhält der Verein entsprechend einen Stern, wobei die erreichte Punktzahl in den Feldern, in denen man keinen Stern bekommt trotzdem eine wichtige Rolle spielt.

In der vergangenen Spielzeit 15/16 stellte sich die Jugendabteilung erstmalig dieser Herausforderung und musste schnell feststellen, dass man dies nicht an der roten Ampel erledigt. So konnte man letztlich nur den Stern, für den Bereich Rekrutierung, U8 und U10 realisieren.

Hoch motiviert und mit dem Ziel eine klare Steigerung zur Vorsaison präsentieren zu können hieß es alle Hebel in Bewegung zu setzen und mit den, der Jungendabteilung zur Verfügung stehenden Mitteln weiter hart zu arbeiten.

Angefangen von Maßnahmen zur Gewinnung von Kindern, die man für diesen tollen Sport begeistern möchte, über die Bereitstellung von genügend Eiszeiten der jeweiligen Altersklassen, Ausarbeitung und detaillierte Dokumentation von altersspezifischen Trainingseinheiten.

Schaffen eines entsprechenden Umfelds mit ausreichend Kabinen, Bereitstellung eines Kraftraums sowie ausreichend qualifizierten Trainern ist nur ein kleiner Einblick in die Anforderungen des 5-Sterne-Konzepts gegeben.

Doch die Bemühungen haben sich gelohnt. Am Ende der Überprüfung durch den deutschen Eishockey Bund zur Saison 16/17 war die gewünschte Steigerung deutlich zu sehen und wurde mit 3 Sternen für die Bereiche Start (Rekrutierung Anfänger/U8/U10,), Grundlage/Aufbau U12/U14 und im Bereich Umfeld belohnt. Auch wenn es in den anderen beiden Kategorien, Leistung U16 und Leistung U19 noch nicht ganz für Sterne reicht, konnten aber auch hier wichtige Punkt gesammelt werden.

Ein Stück weit mit Stolz kann man somit auf das Ergebnis blicken, mit dem man sich im Westen unmittelbar hinter den großen DEL-Clubs und vor den direkten Wegbegleitern aus Herne und Duisburg platziert. Auch im bundesweiten Vergleich ist dies ein respektables Ergebnis und sichert Platz 1 der Oberliga Nord Vereine im Bereich der Nachwuchsarbeit.

"Es gilt nun die erhaltenen Sterne langfristig zu sichern und uns sukzessive weiter zu entwickeln", so Sascha Baltissen, der das Sterne-Konzept von Tag eins an begleitet. "Um eines Tages zu den Top-Ausbildungs-Clubs, gerade im Bereich des Leistungssport U16 und U19 zu gehören ist es langer Weg" so Baltissen weiter. " Eine große Hürde, ist die Masse an geforderten Eiszeiten, die uns zurzeit für die Bereiche U16 und U19 noch nicht zur Verfügung stehen. Weitere Eiszeiten gestellt zu bekommen würde uns schon sehr helfen, langfristig gesehen sogar eine zweite große Bahn wäre ein Traum"

Auf diesem Weg möchte sich die Jugendabteilung bei allen bedanken, die tatkräftig mitgewirkt haben dieses Ergebnis zu erreichen.

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