Werner Hartmann weiter im Moskitos Trikot

Vor einigen Tagen gab es in den sozialen Netzen ein Bild von ihm zu sehen, nach der Saison im Auto auf dem Weg nach Hause. Gestern, am 26. April hatte er Geburtstag, die Rede ist von Werner Hartmann, der seinen Vertrag am Westbahnhof um eine weitere Saison verlängert hat. 1989 im tschechischen Ostrava zur Welt gekommen, verbrachte Hartmann seine sportliche Ausbildung vor allem in der Jugend von Vitkovice, bevor er in der 2. Und 3. Tschechischen Liga für mehrere Vereine aktiv war. 2014 zog es den Verteidiger dann nach Deutschland, seine erste Station waren die Ritter Nordhorn, von dort ging es eine Saison später unter den Pferdeturm zu den Hannover Indians. Zu Beginn der letzten Spielzeit kam Werner Hartmann dann zu den Wohnbau Moskitos wo er sich kontinuierlich steigerte und im Laufe der Saison immer solidere Leistungen zeigte.

Sein Chefcoach und Sportmanager Frank Gentges zur Vertragsverlängerung von Werner Hartmann: „"Werner ist ein guter Defensiv-Verteidiger mit einer starken Physis. Er hat sich über die Saison erheblich gesteigert und mit seiner Leistung in der zweiten Saisonhälfte war ich sehr zufrieden. Genau diese erwarte ich von ihm in der kommenden Saison über den gesamten Zeitraum, damit wird er unserer Defensive die nötige Stabilität geben. Werner ist ein guter Typ, der auch für unser Team sehr wertvoll ist."

Dabei begann es für Werner Hartmann zunächst gar nicht gut bei den Wohnbau Moskitos. In seinem ersten Punktspiel gegen Halle musste der Verteidiger direkt eine Matchstrafe hinnehmen. Seine Sperre steckte er gut weg und kam im Trikot der Moskitos in der Folge immer besser zurecht. Werner Hartmann bringt bei einer Größe von 185 cm 91 kg auf die Waage und wird auch in der kommenden Saison das Trikot mit der Rückennummer #17 tragen. Die Moskitos freuen sich über die Vertragsverlängerung und wünschen Werner auch für seine zweite Saison in Essen viel Erfolg.

Dennis Thielsch bleibt bei den Moskitos

Mit der Vertragsverlängerung von Dennis Thielsch freuen sich die Moskitos den nächsten Spieler des erfolgreichen Teams gehalten zu haben. Dennis Thielsch wurde am 27. November 1986 in Rüdersdorf bei Berlin geboren. Für die Eisbären Juniors und die Berlin Capitals spielte er auch in der DNL. Jeweils eine Saison absolvierte Dennis Thielsch im Anschluss an die DNL bei den Blue Lions Leipzig und bei FASS Berlin bevor es ihn 2007 zu den Selber Wölfen zog. Hier spielte der Stürmer, der sowohl als Außen- wie auch als Mittelstürmer spielen kann bis 2011, es folgten vier Spielzeiten in Bayreuth in der Oberliga. Seit letzter Saison spielt Dennis Thielsch nun bei den Moskitos. Bei einer Größe von 178 cm bringt der Stürmer 80 kg auf die Waage. Dennis Thielsch wird auch in der kommenden Saison das Trikot mit der Rückennummer #91 tragen.

Sein Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges freut sich ebenfalls über die Verlängerung des Vertrages: „Dennis ist sowohl auf dem Eis als auch in der Kabine ein wichtiger Führungsspieler unserer Mannschaft. Er hat sowohl als Außen- wie auch als Mittelstürmer entsprechende Qualitäten, ebenso wie in Über- und Unterzahl. Einzig seine Torquote muss er verbessern, dann ist er ein kompletter Spieler. Für unsere Mannschaft war er enorm wichtig und das erwarte ich auch in der neuen Saison von ihm.“

Bei der Freude über die Vertragsverlängerung gibt es jedoch ebenfalls Abgänge zu vermelden. Die folgenden Spieler erhalten keine Verträge für die neue Saison: Michal Velecky, Nardo Nagtzaam, Josef Huber, Hagen Kaisler und Maik Klingsporn.

Philipp Gejerhos wollte zurück in seine bayrische Heimat, er ist nach Lindau gewechselt. Bei Robin Slanina konnten und wollten die Moskitos nicht mit der Konkurrenz mitbieten. Darüber hinaus gibt es natürlich fortlaufend Gespräche mit mit Spielern des letztjährigen Kaders und mit neuen Spielern, über den jeweiligen Stand werden die Moskitos fortlaufend informieren.

Auch zu den Abgängen nimmt Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges wie folgt Stellung: „Das sind die üblichen Mechanismen. Wir müssen uns von Spielern trennen um uns auf diesen Positionen zu verbessern. Zu diesem Zeitpunkt sind natürlich noch nicht alle Verträge finalisiert. Und dass unsere Spieler nach dieser grandiosen Saison wesentlich bessere Angebote bekommen ist normal und das sei Ihnen natürlich auch gegönnt. Wir können da leider nicht mitbieten, müssen sie ziehen lassen und uns im Sinne unserer finanziellen Möglichkeiten wieder neu erfinden.“

Die Moskitos wünschen Dennis Thielsch alles Gute für die neue Saison. Allen Spielern die den Verein verlassen herzlichen Dank für die gezeigten Leistungen und viel Glück für die weitere Zukunft.

Marcel Pfänder bleibt im erfolgreichen Moskitos Team

Zur heutigen Saisonabschlussfeier in der Gaststätte „Zum Puck“, wo das komplette Team der Wohnbau Moskitos noch einmal zusammenkam, hatten Vereinsführung und Trainer noch einmal eine Neuigkeit für Fans und Zuschauer parat. Er hatte zum Schluss der letzten Saison insgesamt 16 Einsätze für das Team vom Westbahnhof, doch streng genommen ist es eine Neuverpflichtung.

Er hat sich in der abgelaufenen Saison in wenigen Spielen immer weiter kontinuierlich gesteigert und war einer der Garanten einer stabilen Abwehr in den Play Offs. Geboren wurde er am 21. Mai 1996 in Nürnberg, wo er auch die ersten Jahre seiner sportlichen Laufbahn beim EHC 80 Nürnberg verbrachte. Die Rede ist von Marcel Pfänder, der für die kommende Saison einen Vertag am Westbahnhof unterschrieben hat.

Nach seiner Jugendzeit in Nürnberg zog es ihn dann 2011 zum Krefelder EV wo er weitere sportliche Schritte machen konnte. Während seiner Zeit in Krefeld konnte der Verteidiger auch einige Spiele in der U18 am Seilersee, sowie in der Oberliga bei den Füchsen Duisburg machen. Während der Spielzeit 2014/2015 zog es Marcel Pfänder dann zum EHC Klostersee, hier spielte er U19 und Oberliga bis er zur abgelaufenen Saison den Schritt in die DEL 2 zum Kooperationspartner der Moskitos, dem EC Bad Nauheim wagte. Per Förderlizenz kam Marcel Pfänder in der Meisterrunde zu 10 Einsätzen für die Essener, und in den Play Offs zu sechs Einsätzen mit einem Tor. Der Verteidiger ist 1,87 m und 96 kg ein stabiler Defender. Für Marcel Pfänder ist es eine gute Chance sich in einem jungen, engagierten Team mit einigen Leitwölfen weiterzuentwickeln.

Die Wohnbau Moskitos freuen sich, dass er in Essen den nächsten Schritt seiner sportlichen Karriere anstrebt und wünschen Marcel Pfänder alles Gute für die kommende Saison.

Saisonabschlussfeier mit dem tollen Team

Nach der erfolgreichen Spielzeit feiern die Wohnbau Moskitos mit ihren Fans und dem tollen Team, und zwar mit allen Spielern eine Saisonabschlussfeier. Auch wenn der Termin nicht ganz glücklich gewählt werden konnten, kann vielleicht jeder verstehen, dass das Team nun auch in den wohlverdienten Urlaub möchte. Daher wird die Feier am Donnerstag, 20. April ab 19:00 Uhr in der Gaststätte „Zum Puck“ stattfinden.

Geplante Aktionen:

- Play-Off-Trikotversteigerung (ausgewählte Trikots werden vor Ort versteigert)

- Autogrammstunde mit den Spielern (Es werden mitgebrachte Trikots, Schals, T-Shirts, Fotos oder ähnliches unterschrieben)

- Interview mit Frank Gentges

- Die Wahl zum Spieler der Saison

- Es wird die erste und letzte Runde Freibier geben

- Happy Hour von 20.00 - 21.00 Uhr - Pils (0.3l) für 2 €

- Currywurst - Pommes - Majo (3,50 €)

Unser Hallensprecher, Dominik Sänger, wird durch den Abend führen.

Der Eintritt ist kostenlos!

Es ist auch aktuell nicht ausgeschlossen, dass eine oder vielleicht sogar zwei weitere Vertragsverlängerungen bekanntgeben werden. Ein Kommen lohnt daher auf alle Fälle.

Die Redaktion sprach außerdem mit Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges kurz nach dem Play-Off Halbfinale gegen die Tilburg Trappers.

Eine grandiose Saison ist gerade zu Ende gegangen. Sie müssten sehr stolz und zufrieden mit Ihrer Mannschaft sein.

Das ist richtig, die Saison war grandios. Ich bin sehr stolz auf meine Spieler, auf das gesamte TEAM incl. des Betreuerstabs. Insbesondere die Weiterentwicklung der jungen Spieler war sensationell.

Selbst im Halbfinale gegen den amtierenden Meister und Top-Club Tilburg Trappers waren die Moskitos auf Augenhöhe.

Vorab, Gratulation an Tilburg! Die Tilburg Trappers sind ein Top-Club, mit toller Organisation, sehr hohem Etat, hervorragenden und zahlreichen Fans und sie haben die Möglichkeit immer die absoluten Top-Spieler des Landes zu verpflichten. Wenn wir mit unseren finanziellen Mitteln da auf Augenhöhe spielen, weiß jeder wie gut wir im sportlichen Bereich gearbeitet haben, das bedarf keiner weiteren Erläuterung. Der Unterschied waren die drei Schlüsselspieler Larson, van Oorschot und Hagemeijer. Wir haben keinen Import wie Larson, keinen deutschen Verteidiger wie van Oorschot und keinen deutschen Stürmer wie Hagemeijer, in allen anderen Belangen waren wir besser. Die Schiedsrichter-Leistungen können wir im sportlichen Bereich nun mal nicht beeinflussen.

Nicht zuletzt vor den Play-Offs betonten Sie, dass je höher es geht, die Entscheidungen nicht nur im sportlichen Bereich fallen. Fühlen Sie sich bestätigt?

Leider, aber das ist für mich keine Überraschung, dafür mache ich das Profi-Geschäft schon zu lange. Je höher man kommt, je dünner wird die Luft, das hat dann viel mit Reputation und politischem Einfluss zu tun.

Im Halbfinale steht mit Tilburg ein Club der nicht aufsteigen darf, Sonthofen hat die Unterlagen für die DEL 2 nicht eingereicht und darf somit auch nicht aufsteigen. Bleiben also nur noch Tölz, die somit vor dem Finale schon aufgestiegen sind und eben die Moskitos Essen, die in der Rangliste im Norden die Nr.1 und Oberliga gesamt die Nr.2 sind.

Des Weiteren ist die DEL und DEL 2 eine eigene Gesellschaft, da rein zu kommen, ist noch mal was Anderes.

Es darf doch nicht sein, dass Mannschaften an den Play-Offs teilnehmen, die nicht aufsteigen dürfen und wollen!?

Sportlich gesehen natürlich nicht, aber, wie schon gesagt, politisch geht das leider alles in der deutschen Eishockey Oberliga.

Was passiert, wenn die Tölzer auf ihr Aufstiegsrecht verzichten?

Dann muss die zweite deutsche Mannschaft in der Rangliste gefragt werden und das sind die Moskitos Essen. Wenn wir auch absagen, würde der Absteiger der DEL 2 in der DEL 2 bleiben. Alles andere wäre eine Farce….auch wenn gewisse Leute einen bayrischen Traditionsclub wie Rosenheim lieber in der DEL 2 sehen würden als uns. Bei aller Politik, wir machen hier noch Sport und abgestiegen ist abgestiegen, sonst können wir das alles gleich lassen….

Absteiger, die nicht Absteigen, Aufsteiger, die nicht aufsteigen, Play-Off-Teilnehmer, die keine Unterlagen für die höhere Liga einreichen, holländisches Team im deutschen Eishockey, was andere rauskegelt, aber selber nicht aufsteigen darf..…..wem soll man das alles noch erklären oder verkaufen!?

Wären die Moskitos was die Reputation betrifft überhaupt ein Thema für die DEL 2?

Reputation hin oder her. Ich habe meinem Vorstand natürlich die DEL 2 ans Herz gelegt, wohlwissend auch mit einem sehr geringen Etat, dort nicht am Tabellenende zu stehen. Einen billigeren Aufstieg wird man nie mehr hinbekommen. Die Play-Down Spiele in der DEL 2 haben gezeigt, dass wir das Niveau auch spielen, da ist es wesentlich schwerer in der Oberliga unter den Top 3-4 zu spielen. Dass sich dafür bei den Moskitos noch vieles ändern und verbessern müsste, steht außer Frage, da haben viele andere Oberliga Vereine wesentlich bessere Gegebenheiten, aber am Ende liegt die Wahrheit auf dem Eis. Des Weiteren würde dem Westen ein DEL 2 Standort auch mal guttun.

Sie haben sich Bemerkenswerterweise nicht öffentlich über die Schiedsrichter-Leistungen geäußert. Es war jedoch mehr als offensichtlich, dass in allen vier Spielen gegen den holländischen Club Tilburg die Schiedsrichter-Entscheidungen nicht ein einziges Mal pro deutschem Club also pro Essen waren.

Sie hätten nicht pro Essen sprich pro deutschem Club sein müssen, aber sie waren in mindestens drei Spielen klar contra deutschem Club und das ist Fakt. Fakt ist auch, dass bei wechselnder Konstellation, den Holländern das so nie passiert wäre. Das sind aber Dinge die wir im sportlichen Bereich nicht beeinflussen können, andererseits sprechen die Bilder in vielen entscheidenden Szenen eine deutliche Sprache, wozu es keine zwei Meinungen gibt und damit stehen diese Fehlentscheidungen nun mal im Raum und bestätigen leider das, was ich vorab gesagt habe.

Sie betonten in letzter Zeit des Öfteren, wie sehr Sie mit der Unterstützung der Fans zufrieden waren.

Als ich vor drei Jahren nach Essen kam, war auf Grund der unrühmlichen Vergangenheit der Moskitos, eine Stimmung wie auf der Titanic, die Ränge waren leer, depressiver ging die Stimmung kaum noch. Leider hat es trotz hervorragender sportlicher Leistungen sehr lange gedauert bis das Zuschauervolumen und die Fan-Unterstützung ansatzweise den sportlichen Leistungen nahe kam. In letzter Zeit bin ich sehr glücklich über das was ich sehe. Das tut allen gut, dem Verein, den Sponsoren, den Fans, den Zuschauern, allen Helfern und nicht zuletzt dem sportlichen Team. Wir haben die Moskitos wieder auf die Karte gesetzt, die Moskitos sind wieder wer. Aber jetzt muss die Unterstützung in Sachen Zuschauerzuspruch und Sponsoren so weiter gehen und deutlich gesteigert werden, denn nur so haben wir auf Dauer die Chance, in Regionen vorzudringen wo wir diese Saison waren, was mit den aktuellen Möglichkeiten einer absoluten Sensation gleich kommt.

Wenn man Fragen darf, wie fühlen Sie sich persönlich direkt nach dem Halbfinale?

Ich bin durch und durch Profi, ein fairer Sportsmann und hasse Politik im Sport…..dann können Sie ahnen wie ich mich jetzt fühle.

 

Stolz auf ein tolles Team!

Auch wenn die Saison für die Wohnbau Moskitos im vierten Spiel gegen den amtierenden Meister, Tilburg Trappers, nach der 6:4 (1:1, 2:2, 3:1) Niederlage im Halbfinale endet. Man kann absolut stolz und zufrieden auf eine Klasse Saison mit tollen Leistungen zurückblicken und Mannschaft und Trainer, sowie dem Betreuerstab nur danken. Das war Klasse!

Die Trappers begannen, als wollten sie von Anfang an für klare Verhältnisse sorgen und machten direkt starken Druck auf das Tor von Sebastian Staudt. Phasenweise gelang es den Moskitos kaum, den Puck geordnet aus dem eigenen Drittel zu befördern und in der 6. Spielminute war es dann auch soweit. Konnte Sebastian Staudt kurz vorher noch mit einer Glanztat einen Rückstand verhindern versenkte Mitch Bruijsten einen Abpraller zur Führung von Tilburg. Doch gut zwei Minuten später schlugen die Essener zurück, mit der eigentlich ersten echten Chance der Ausgleich. Julian Lautenschlager setzte sich schön über die rechte Seite durch und links steht Michal Velecky mutterseelenalleine. Gegen seinen Knaller hatte Oosterwijk keine Chance. Ausgeglichen ging es in die erste Pause.

Nach dem Wiederbeginn die Trappers direkt wieder bemüht die Wohnbau Moskitos unter Druck zu setzen. Doch bereits nach knapp zwei Minuten rangeln noch etliche Spieler beider Teams an der Bande im Essener Drittel, da schnappte sich Robin Slanina die Scheibe und lief auf Oosterwijk zu, lässt auch den noch aussteigen und plötzlich führten die Gäste aus Essen. Die Trappers antworteten mit wütenden Angriffen, unter dem Druck vertändelten die Moskitos in der neutralen Zone die Scheibe und der Pfosten musste für Staudt einspringen. In der 25. Spielminute leistete sich Niklas Hildebrand dann eine Strafzeit und die Tilburger fanden direkt in die nötige Überzahlformation. 44 Sekunden brauchten die Trappers, dann schlug es flach hinter Sebastian Staudt ein. Zwar fanden die Essener immer besser ins Spiel, doch der Druck der Tilburger war permanent sehr hoch. Einen schönen Angriff schloss Hagemeijer dann mit einem trockenen, flachen Schuss zur erneuten Führung für sein Team ab. Doch auch jetzt kamen die Moskitos noch einmal zurück ins Spiel, einen sehenswerten Konter über Dominik Patock, Niklas Hildebrand schloss am Ende Andrej Bires zum erneuten Ausgleich ab. Und wieder ging es ausgeglichen in die vorerst letzte Pause.

Auf des Messers Schneide ging das Spiel dann weiter, sollte es wieder keinen Heimsieg geben und die Moskitos noch ein fünftes Spiel erzwingen? Drei Minuten vor dem Ende des Spiel nahm dann die Entscheidung ihren Lauf, zunächst wird ein Foul gegen die Moskitos nicht geahndet, dann ist Hagemeijer frei vor Staust, diesen Schuss konnte der Torhüter der Moskitos noch entschärfen, doch gegen den Nachschuss von Mitch Bruijsten war er machtlos. Robin Slanina machte es dann noch einmal spannend, knapp zwei Minuten vor dem Ende gelang ihm der Anschlusstreffer. Moskitos Chefcoach Frank Gentges nahm dann auch die Auszeit, probierte noch einmal das Blatt zu wenden doch erneut Mitch Bruijsten setzte mit einem Empty Net Goal den Schlussstrich unter diese Halbfinalserie.

Cheftrainer Frank Gentges gratulierte seinem Gegenüber in der Pressekonferenz zum Gewinn der Serie und dem damit verbundenen Finaleinzug. Er war aber sehr, sehr stolz auf seine eigene Mannschaft. Mit der jüngsten Mannschaft der Liga das Halbfinale nach großem Kampf verloren zu haben sei ein toller Erfolg auf dem man aufbauen müsse. „Wenn ich das unserem Präsidenten im letzten August gesagt hätte, er hätte mir wohl nicht geglaubt, wir können alle sehr stolz auf unsere Mannschaft sein.“

Tore: 1:0 (5:56) Bruijsten (Willemse, Hagemeijer) 1:1 (8:00) Velecky (Lautenschlager, Pfänder) 1:2 (21:40) Slanina (Ziolkowski, Thielsch) 2:2 (25:43) Larson (Hagemeijer, van Oorschot, PP1) 3:2 (31:25) Hagemeijer (van Oorschot, Oosterwijk) 3:3 (37:41) Bires (Hildebrand, Patocka) 4:3 (43:59) van de Heuvel (McColgan, Bastings) 5:3 (56:44) Bruijsten (Larson, Colier) 5:4 (58:05) Slanina (Ziolkowski, Erk) 6:4 (59:01) Bruijsten (Hagemeijer, Larson, ENG) – Strafen: Tilburg: 4 – Essen: 6 – Schiedsrichter: Fischer, Sven (K. Jasik, W. Schmidt) – Zuschauer: 2.550

Wieder ein Auswärtssieg

3.014 Zuschauer am Ostersamstag, der Westbahnhof war gut gefüllt beim dritten Halbfinale zwischen den Wohnbau Moskitos und den Tilburg Trappers. Und keiner der Zuschauer brauchte sein Kommen zu bereuen, denn sie sahen ein intensives, hochklassiges Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Dass es am Ende wieder nicht zum ersten Heimsieg in der Serie gereicht, hat lag auch daran, dass die Moskitos vor allem in den ersten 20 Minuten ihren guten Chancen nicht nutzen konnten.

Die Wohnbau Moskitos begannen da, wo sie zwei Tage zuvor in Tilburg aufgehört hatten, bereits nach wenigen Sekunden musste Martijn Oosterwijk, der den Leistenverletzten Ian Meierdres vertrat, zur Stelle sein. Die Trappers im ersten Drittel bei ihren Vorstößen stets brandgefährlich, die Moskitos Defensive und Sebastian Staudt waren aber jederzeit auf dem Posten. Auf der Gegenseite brannte es einige Male lichterloh und vor allem Dennis Thielsch und Christoph Ziolkowski hätten eigentlich treffen müssen, hatten mehrere gute Chancen aber es blieb bis zu ersten Pause beim 0:0. „Wenn sich das am Ende nicht mal rächt, so viele gute Chancen auszulassen“, war in der Pause auf der Sitztribüne zu hören.

Doch zunächst hatten die Essener Anhänger Grund zum Jubeln. Eine Minute nach Beginn des zweiten Abschnitts fuhren Sebastian Eickmann, Nardo Nagtzaam und Dominik Patocka auf das Tilburger Drittel und aus vollem Lauf hämmerte Patocka die Scheibe in die Maschen. Die Trappers antworteten nun ihrerseits mit wütenden Angriffen und Staudt und Co. mussten einige Male brenzlige Situationen überstehen. Die Trappers wurden nun stärker, wollten den Ausgleich erzwingen, doch auch die Moskitos hatten noch ihre Topchancen, aber die Chancenverwertung klappt in dieser Saison leider nicht immer so gut wie noch in Tilburg. Und dann kam schon das, was in der ersten Pause zu hören war. Die Moskitos ließen sich in der neutralen Zone den Puck abnehmen und drei Sekunden vor der zweiten Pause konnte Jordy van Ooschot den Ausgleich erzielen.

Nun wollten die Trappers im letzten Drittel alles, machten phasenweise starken Druck. In einer Situation trudelt die Scheibe vor der Torlinie am leeren Tor der Moskitos vorbei. Die Wohnbau Moskitos stemmten sich gegen eine Niederlage, doch Tore blieben aus. Fünf Minuten vor dem Ende hatten die Moskitos noch einmal ein Überzahlspiel, doch der erlösende Treffer fällt nicht. Bis zur 58. Spielminute, den ersten Schuss konnte Sebastian Staudt noch abwehren, gegen die individuelle Klasse eines Justin Larson war er dann machtlos. Chefcoach Frank Gentges nahm nun eine Auszeit und auch knapp eine Minute vor dem Ende Staudt vom Eis, doch am Ende blieb es beim knappen 1:2.

Chefcoach Frank Gentges sagte in seinem Statement: „Das Spiel hatte mit Oberliga Niveau nichts mehr zu tun, das war weitaus höher. Wir waren sehr diszipliniert, defensiv sehr stark und von den Spielanteilen und Chancen mindestens auf Augenhöhe. Der Unterschied ist, dass Tilburg vier Schlüsselspieler hat, die wir in dieser Qualität und mit dieser Routine nicht haben. Wir kompensieren das mit anderen Mitteln, aber aus so vielen Chancen müssen wir wesentlich mehr Tore machen. Wenn wir alles ausgleichen, entscheiden diese Schlüsselspieler die Spiele. Bei uns ist der jüngste Stürmer Top-Scorer in den Play Offs. Allerspätestens jetzt sind unsere erfahrenen Spieler, allen voran die Imports, gefragt. Wir werden in Tilburg wieder alles versuchen.“

Tore: 1:0 (21:34) Patocka (Nagtzaam, Eickmann) 1:1 (39:57) van Oorschot (van de Heuvel) 1:2 (57:59) Larson (Stempher) – Strafen: Essen: 0 – Tilburg: 8 – Schiedsrichter: Daniels, Eric (P. Laguzov, J. Lamberger) – Zuschauer: 3.014

Bilder mit freundlicher Unterstützung von Feenstaub Entertainment

Der Wahnsinn von Tilburg!

Schlichen die Essener Zuschauer am Dienstag noch mit hängenden Köpfen aus der Eissporthalle Essen West, so waren die mitgereisten Essener Fans nur zwei Tage später völlig aus dem Häuschen. Mit einer taktischen und spielerischen Klasseleistung erzielte das Team von Cheftrainer Frank Gentges sieben Tore in Tilburg und entzauberte die Trappers beim 4:7 (2:3, 0:3, 2:1) auf eigenem Eis. Damit ist die Serie im Halbfinale nach zwei Spielen wieder völlig offen, beide Teams haben einen Auswärtssieg und es kommt auf jeden Fall zu einem vierten Spiel am Ostermontag in Tilburg (15:00 Uhr)

2.550 Zuschauer boten einen würdigen Rahmen für ein Halbfinale zweier Klassemannschaften, bei dem die Wohnbau Moskitos ganz anders ins Spiel fanden als noch im ersten Spiel am Westbahnhof. Direkt hellwach und im Spiel, entwickelten sich in den ersten Minuten gute Chancen auf beiden Seiten, doch Ian Meierdres im Tor der Trappers und Sebastian Staudt im Gehäuse der Moskitos waren hellwach. Den ersten von insgesamt 11 Treffern erzielten de Gäste aus Essen. Wie aus dem Nichts angelte sich Dennis Thielsch hinter dem Tor der Trappers die Scheibe und schob per Bauerntrick den Puck ins Tor. Doch Tilburg hätte nicht in Essen gewonnen, wenn das schon reichen würde, 10 Minuten gespielt, da spurteten Bruijsten und Hagemeijer stark auf Staudt zu, den Querpass von Bruijsten versenkt Hagemeijer zum Ausgleich. Es ist ein anderes Spiel als noch zwei Tage zuvor, die Moskitos stets gefährlich und hellwach, wiederum nur gut zwei Minuten später prallt ein Schuss von Marcel Pfänder vom Knie von Oliver Granz ab, Julian Lautenschlager schaufelte die Scheibe aus der Luft irgendwie ins Tor. Die Trappers reagierten mit wütenden Angriffen und diese hatten dann zwei Minuten vor der ersten Pause auch Erfolg. Die Moskitos bekamen den Puck nicht so recht unter Kontrolle und Levi Houkes kann das nutzen, Partie wieder offen. Doch noch im ersten Drittel die erneute Führung, zunächst scheiterte Marcel Pfänder mit einem Alleingang an Meierdres, doch auch Tilburg bekam den Puck nicht so recht unter Kontrolle, Julian Lautenschlager setzte nach und stocherte die Scheibe ins Tor.

Und dann Drittel Zwei! Ganze 41 Sekunden war es alt, und es hatte schon für jede Mannschaft eine gute Chance im Gepäck. Und nach eben jenen 41 Sekunden Chance Nummer Zwei für die Wohnbau Moskitos, schöner Pass von Marcel Pfänder auf Veit Holzmann, gemeinsam mit Michal Velecky fuhren auf das Trappers Tor und Velecky schloss unnachahmlich zur ersten Doppelführung ab. Und das war noch nicht alles, Niklas Hildebrand angelte sich an der eigenen Verteidigungslinie den Puck, setzte sich schön durch und seinen super Pass schloss Nardo Nagtzaam zum 2:5 ab. Und noch in diesem Drittel, der sechste Essener Treffer, die Moskitos machen Druck, Michal Velecky erkämpfte am linken Tilburger Torpfosten den Puck, passt sehr gut quer, am rechten Pfosten steht Robin Slanina ganz alleine und hatte dann keine Mühe mehr zu vollstrecken. Mittlerweile hatte Tilburgs Keeper Meierdres verletzungsbedingt sein Tor verlassen und Martijn Oosterwijk war ins Tor gegangen.

Mit dem Beginn des letzten Dittels durften die Trappers in Überzahl starten, und sie nutzten es auch. Danny Stempher konnte eine gute herausgespielte Überzahlsituation zum dritten Tilburger Treffer nutzen. Doch die Moskitos interessierte das an diesem Abend überhaupt nicht, Christoph Ziolkowski luchste etwa 10 Minuten vor dem Ende einem Gegenspieler die Scheibe ab, ließ noch zwei Tilburger Spieler stehen und zog dann trocken zum 3:7 ab. Der letzte Treffer des Abends blieb dann den Trappers vorbehalten, wieder in Überzahl konnte Justin Larson einen guten Pass von Mitch Bruijsten mit einem Schlagschuss abschließen.

Am Samstag, (20 Uhr – Eissporthalle Essen-West) kommt es nun zum dritten Spiel des Halbfinales. Damit sind die Karten wieder neu gemischt, die Mannschaft, die dann am Samstag gewinnt hat am Montag den ersten Matchpuck zum Erreichen des Finales. Auch in der Begegnung der beiden Südvereine Bad Tölz gegen Sonthofen steht es derzeit 1:1.

#DasistEssen #rasierenverboten #RoadtoFinal? #Brutalgut

Tore: 0:1 (5:07) Thielsch (Slanina, Hartmann) 1:1 (10:03) Hagemeijer (Bruijsten, Larson) 1:2 (12:31) Lautenschlager (Granz, Pfänder) 2:2 (18:05) Houkes (van Hulten, Stempher) 2:3 (19:15) Lautenschlager (Pfänder, Holzmann) 2:4 (20:41) Velecky (Holzmann, Pfänder) 2:5 (29:28) Nagtzaam (Hildebrand, Erk) 2:6 (32:14) Slanina (Velecky, Lautenschlager) 3:6 (40:57) Stempher (Hagemeijer, van Oorschot, PP1) 3:7 (50:26) Ziolkowski (Thielsch, Holzmann) 4:7 (55:00) Larson (Bruijsten, Hagemeijer) – Strafen: Tilburg: 16 – Essen: 16 – Schiedsrichter: Apel, Mischa (H. Pernt, P. Leven) – Zuschauer: 2.550

Das erste Halbfinalspiel geht an Tilburg

Das erste Drittel zu passiv, im zweiten Drittel den Anschlusstreffer verpasst, im letzten Drittel in einen Konter gelaufen. Das wäre die kürzeste Form um das erste Halbfinalspiel der Wohnbau Moskitos gegen die Tilburg Trappers zu beschreiben. Ein sehr guter Besuch an einem Dienstag, hier sahen 2.417 Zuschauer ein Play Off Halbfinale, bei dem die Essener entgegen den vorherigen Play Off Spielen nicht so gut ins Spiel fanden.

Im ersten Abschnitt fand das Spiel der Moskitos im Gegensatz zu den Einstiegsbegegnungen gegen Leipzig oder auch Peiting irgendwie mit angezogener Handbremse statt. Es fehlte die Schnelligkeit, der Zug zum Tor der Trappers und das eingespielte Team aus Holland nutzte das sofort aus. Einer der ersten guten Angriffe der Wohnbau Moskitos sollte sich dann auch noch zum Rohrkrepierer entwickeln, das Team kam endlich mal gut in die Angriffsformation, doch als Marcel Pfänder von der blauen Linie abziehen wollte traf die Scheibe nur das Schienbein eines holländischen Abwehrspielers. Den zurückspringen Puck nahmen Mitch Bruijsten und Diederick Hagemeijer dankbar als Kontergeschenk und versenkten zum Schrecken der Essener Fans zur frühen Führung der Gäste. Die Bemühungen der Wohnbau Moskitos auf den Ausgleich gestalteten sich eher schwierig, Ian Meierdres im Tor der Gäste hatte zunächst wenig Mühe sein Tor sauber zu halten und in der 9. Spielminute kam es für die Essener Fans noch schlimmer. Ein harmloser Bully vor dem Tor von Sebastian Staudt und der verdeckte Puck schlug halbhoch im Kasten der Moskitos ein.

Wohnbau Moskitos Cheftrainer Frank Gentges hatte wohl in der Pause die richtigen Worte gefunden, denn die Stechmücken kamen mit anderem Tempo aus der Kabine. Nun war es Trappers Keeper Meierdres, der einige Mal im Brennpunkt des Geschehens stand, doch er hielt seinen Kasten sauber. Die Spitzen der Gäste tauchten ihrerseits auch immer mal gefährlich vor Staudt auf, doch Zählbares sollte der zweite Abschnitt nicht bringen.

Gut 46 Minuten brauchten die Wohnbau Moskitos um den Puck zum ersten Mal im Gästetor unterzubringen. 21 Sekunden hatte Nick de Ruijter in der Kühlbox Platz genommen, da musste Meierdres passieren lassen. Oliver Granz mit einem knallharten Schuss von der blauen Linie, Veit Holzmann fälscht vor dem Tor ab und der Puck rutscht unter dem Jubel der Essener Fans ins Tor. Nun drängten die Moskitos auf den Ausgleich, Tilburg wurde rustikaler, ohne dass Hauptschiedsrichter Hoppe eingreifen wollte und die Gäste nahmen diesen Umstand sofort an. Robust und routiniert verteidigter Tilburg die eigene Zone und als die Essener in den letzten Minuten noch einmal den Druck erhöhte rannten die Moskitos ins offene Messer. Zunächst Justin Larson, der die Gäste mit 3:1 in Führung schießen konnte. Und als Moskitos Cheftrainer Frank Gentges dann Sebastian Staudt zugunsten eines sechsten Feldspieler opfert sind die Trappers plötzlich mit drei Stürmern gegen einen Essener Verteidiger durch und das verwaiste Essener Gehäuse stellt kein Problem mehr dar.

Insgesamt war es ein gutes Play Off Halbfinalspiel vor einer würdigen Kulisse. Im ersten Abschnitt fanden die Moskitos nur schwer ins Spiel, ab dem zweiten Drittel war es ein Spiel auf Augenhöhe zwischen dem noch amtierenden Meister und den Wohnbau Moskitos. Die Auftaktniederlage im ersten Halbfinalspiel macht es sicher nicht einfacher, doch dass die Moskitos auch in Tilburg nicht chancenlos sind, haben sie in dieser Saison bereits eindrucksvoll bewiesen.

Tore: 0:1 (3:50) Hagemeijer (Bruijsten) 0:2 (8:39) van Oorschot (Larson, Hagemeijer) 1:2 (46:42) Holzmann (Granz, Pfänder, PP1) 1:3 (58:04) Larson (Bruijsten, Hagemeijer) 1:4 (58:58) Stempher (Hagemeijer, Colier, ENG) – Strafen: Essen: 2 plus 10 Eickmann – Tilburg: 6 – Schiedsrichter: Hoppe, Benjamin (T. Zerbe, T. Bergmann) – Zuschauer: 2.417

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